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Arne Korthals
Tel.: (0331) 971 64 854
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Vorträge und Materialien

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Fiener Bruch (DE 3640-421, Landesnummer: 7022)

Lage und Beschreibung - Karte - Lebensraumtypen - Arten - Bearbeitung - Termine


(Foto: Arne Korthals)

Größe Vogelschutzgebiet: 6.338 ha
Bearbeitungszeitraum: Okt. 2009-Mai 2011

Lage und Beschreibung:   

Bei dem Plangebiet handelt es sich um eins von drei noch in Deutschland existierenden Gebieten mit einem ständigen und noch reproduzierenden Großtrappenbestand. In den beiden anderen Gebieten, den SPA „Havelländisches Luch“ und „Belziger Landschaftswiesen“, ist die Bewirtschaftung seit den 1990er Jahren auf die Belange des Naturschutzes, insbesondere des Großtrappenschutzes, ausgerichtet. Sie sind seit mehreren Jahren als NSG gesichert. Für das Fiener Bruch gibt es jedoch bisher kein übergeordnetes Konzept zur Gebietsentwicklung. Hier setzt die Managementplanung an, nicht zuletzt auch im Kontext mit den Forderungen des „Memorandum of Understanding“ für die Großtrappe bzw. dem dazugehörigen Aktionsplan. Die drei existierenden Großtrappengebiete sind die letzten einer früher weitgehend flächigen Verbreitung, innerhalb der etwa dreißig Gebiete die während der DDR-Zeit den Status eines Großtrappenschongebietes hatten. Angesichts der prekären Bestandssituation, des hohen Schutzaufwandes sowie der regionalen Verantwortung zählt die Großtrappe neben Seggenrohrsänger und Schreiadler zu den Vogelarten in Brandenburg, die einer prioritären Betrachtung bedürfen. In den Roten Listen Brandenburgs und Deutschlands rangiert sie in der Kategorie „Vom Aussterben bedroht“ und erscheint aufgrund ihrer weltweiten Gefährdung sogar in der weltweiten Liste unter „verwundbar“.

Des Weiteren ist der Fiener Bruch ein bedeutender Lebensraum für weitere Brut- und Zugvögel, und u.a. hat eine EU-weite Bedeutung als Rastgebiet des Schwarzstorches.

Geprägt ist der Fiener Bruch durch die weitläufige, von zahlreichen Gräben durchzogene Niederungslandschaft dar. Neben kleinen Bruchwäldern kommen weitere wertvolle Strukturelemente wie Weidengebüsche, Röhrichte und aufgelassene Torfstiche vor. Teilbereiche des Gebietes sind zusätzlich als FFH-Gebiet 641 „Buckau und Nebenfließe Ergänzung“ ausgewiesen.

Naturräumlich setzt sich das Fiener Bruch in Sachsen-Anhalt fort, wo eine Fläche von 3.667 ha ebenfalls als SPA notifiziert sind. Nur dort, nicht hingegen in Brandenburg, ist eine Teilfläche von 143 ha als NSG gesichert. In Sachsen-Anhalt ist ebenso wie in Brandenburg ein Managementplan (MP) für das Fiener Bruch in Bearbeutung.

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Karte



NATURA 2000 Managmentplanung Fiener Bruch auf einer größeren Karte anzeigen

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Lebensraumtypen

3260 - Flüsse der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion
91E0* - Auen-Wälder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae)

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Arten

Anhang II FFH-RL:

Amphibien
        Kammmolch (Triturus cristatus)

Anhang IV FFH-RL:

Säugetiere
        Iltis (Mustela putorius)

Amphibien
        Moorfrosch (Rana arvalis)

Anhang V FFH-RL:

Amphibien
        Grasfrosch (Rana temporaria)

Anhang I Vogelschutz-RL:

        Eisvogel (Alcedo atthis)
        Sumpfohreule (Asio flammeus)
        Weißwangengans (Branta leucopsis)
        Weißstorch (Ciconia ciconia)
        Schwarzstorch (Ciconia nigra)
        Rohrweihe (Circus aeruginosus)
        Kornweihe (Circus cyaneus)
        Wiesenweihe (Circus pygargus)
        Wachtelkönig (Crex crex)
        Singschwan (Cygnus Cygnus)
        Schwarzspecht (Dryocopus martius)
        Ortolan (Emberiza hortulana)
        Wanderfalke (Falco peregrines)
        Kranich (Grus grus)
        Seeadler (Haliaeetus albicilla)
        Neuntöter (Lanius collurio)
        Heidelerche (Lullula arborea)
        Blaukelchen (Luscinia svecica)
        Schwarzmilan (Milvus migrans)
        Rotmilan (Milvus milvus)
        Großtrappe (Otis tarda)
        Fischadler (Pandion haliaetus)
        Wespenbussard (Pernis apivorus)
        Kampfläufer (Philomachus pugnax)
        Goldregenpfeifer (Pluvialis apricaria)
        Tüpfelsumpfhuhn (Porzana porzana)
        Sperbergrasmücke (Sylvia nisoria)
        Bruchwasserläufer (Tringa glareola)

Regelmäßig vorkommende Zugvögel, die nicht im Anhang I der Richtlinie 79/409/EWG aufgeführt sind (Vogelschutzrichtlinie)

        Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus)
        Spießente (Anas acuta)
        Löffelente (Anas clypeata)
        Krickente (Anas crecca)
        Stockente (Anas platyrhynchos)
        Knäkente (Anas querquedula)
        Schnatterente (Anas strepera)    
        Blässgans (Anser albifrons)
        Graugans (Anser anser)
        Saatgans (Anser fabalis)
        Graureiher (Ardea cinerea)
        Tafelente (Aythya ferina)
        Reiherente (Aythya fuligula)
        Flussregenpfeifer (Charadrius dubius)
        Pfeifschwan (Cygnus columbianus)
        Höckerschwan (Cygnus olor)
        Baumfalke (Falco subbuteo)
        Blässhuhn (Fulica atra)
        Bekassine (Gallinago gallinago)
        Teichralle (Gallinula chloropus)
        Nördlicher Raubwürger (Lanius excubitor)
        Lachmöwe (Larus ridibundus)
        Rohrschwirl (Locustella luscinioides)
        Nachtigall (Luscinia megarhynchos)
        Großer Brachvogel (Numenius arquata)
        Wasserralle (Rallus aquaticus)
        Braunkehlchen (Saxicola rubetra)
        Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis)
        Grünschenkel (Tringa nebularia)
        Wiedehopf (Upupa epops)
        Kiebitz (Vanellus vanellus)


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Bearbeitung

Bearbeitung erfolgt durch das Planungsbüro: Landschaftsplanung Dr. Reichhoff
Ihre Ansprechpartnerin im Planungsbüro:
Kerstin Reichhoff (info(at)lpr-landschaftsplanung.com, Tel.: 0340-8823183)

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Termine und Aktuelles

16.03.2010: 1. Sitzung der Regionalen Arbeitsgruppe (Kulturscheune Wusterwitz)

30.09.2010: 2. Sitzung der Regionalen Arbeitsgruppe (Präsentation Kartierungsergebnisse und Auswertung; Amt Wusterwitz)

16.06.2012:  3. Sitzung der Regionalen Arbeitsgruppe (Abschlussveranstaltung; Kulturscheune Wusterwitz)

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