Der Horst-Stern-Preis für den besten Naturfilm

Im Jahr 2018 ging unser Horst-Stern-Preis für den besten Naturfilm des 13. Festivals Ökofilmtour an Jan Haft und sein Team für ihren Dokumentarfilm Biene Majas wilde Schwestern.  Unser Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Regie, Schnitt: Jan Haft
Autoren: Jan Haft, Gerwig Lawitzky
Kamera: Kay Ziesenhenne, Max Kölbl, Jan Haft, Fabian Fischer, Frank Fox, Stephan Berthold
Musik: Jörg Magnus Pfeil, Siggi Mueller
Sprecher: Axel Wostry
Redaktion: Bernd Strobel (BR), Martin Kowalczyk (BR-ARTE), Gabriele Conze (WDR), Franz Fuchs (ORF) Leitung: Christine Peters (BR)
Produktion: Melanie Haft, Nautilusfilm GmbH, 2017

Jury-Begründung

Was Honigbienen, die Nutzpflanzen bestäuben, für die Menschheit tun, ist allgemein bekannt. Weniger bekannt ist ihre überaus vielfältige Verwandtschaft, Millionen Jahre älter und variantenreicher als die Menschheit. In Mitteleuropa leben etwa 560 Wildbienen-Arten, manche nur drei Millimeter klein, andere drei Zentimeter groß. Wildbienen hausen in der Regel als Einzelgänger. Jede Art hat ihre Gegenspieler, keine ein Monopol. Sie zeigen erstaunliche Fähigkeiten, einer oft feindlichen Welt zu trotzen.

Nur eine Kreatur ist so gnadenlos, dass sie unbedacht ganze Arten vernichtet – der Mensch. In seinem Film "Bemerkungen über Spinnen" wies Horst Stern schon vor über vierzig Jahren auf diesen Irrsinn hin. Die Technik für Zeitlupen- und Nahaufnahmen hat sich seither rasant entwickelt. Regisseur, Schnittmeister und Kameramann Jan Haft setzt sie meisterhaft dafür ein, Wildbienen und ihre Lebenszyklen genau zu beobachten. In klug montierten Szenen erzählen er und sein Team Geschichten aus dem Wildbienenleben, unterstützt durch adäquates Sounddesign. Aus dem dezent humorvollen Kommentar erfahren Zuschauer auch, dass es nicht nur unter Menschen Morgenmuffel gibt.

Weitere Preisträger

Insgesamt werden am Ende der Ökofilmtour acht Preise vergeben. Wer bekommt den Zukunftsfilmpreis der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, den Hoimar-von-Ditfurth-Preis der Deutschen Umwelthilfe oder den Preis der Stadt Potsdam? Den besten Kinder- und Jugendfilm zeichnet die Heinz Sielmann Stiftung aus. Und jedes Jahr aufs Neue stellt sich die Frage: Für wen hat sich das Publikum entschieden?

Die Preisträger des Jahres 2018 werden hier veröffentlicht.

Das Festival des Umwelt- und Naturfilms

Die Ökofilmtour, das Festival des Umwelt- und Naturfilms, ist eine über die Grenzen Brandenburgs hinaus einmalige Veranstaltung, die den Naturschutzgedanken für eine breite Öffentlichkeit publik macht. Nicht nur durch die gezeigten Filme, sondern vor allem auch durch im Anschluss stattfindenden, themenbezogenen Diskussionsrunden hilft die Ökofilmtour, eine positive Einstellung zum Natur- und Umweltschutz zu entwickeln.

Seit vielen Jahren ist die Stiftung NaturSchutzFonds Partnerin und Unterstützerin der Filmtour und stiftete zudem 5.000 Euro für den Preis Bester Naturfilm.

"Partner für die Ökofilmtour zu sein, passt hervorragend zu unserer Stiftungsarbeit und dem Anspruch, ein öffentliches Bewusstsein für den Naturschutz zu schaffen", bekräftigt Dr. Bernhard Schmidt-Ruhe,  Geschäftsführer der Stiftung. Die Filme des Festivals greifen aktuelle umweltpolitische Themen auf, sind informativ oder beeindrucken mit einmaligen Naturaufnahmen. "Für die Jury ist es nicht leicht, einen Beitrag für unseren 'Horst Stern-Preis' auszuwählen", ergänzt Schmidt-Ruhe.