Wir sind international

Überall auf der Welt kämpfen Ranger für den Erhalt der Artenvielfalt. Für eine Welt, in der auch kommende Generationen Elefanten, Luchs, Nashörnern, Wölfen, Löwen, Gorillas oder einfach bunten Schmetterlingen in freier Natur begegnen können.

Auf diesen Seiten möchten wir Sie über die Ranger weltweit informieren, über ihre Aufgaben, über die Herausforderungen, denen sie gegenüber stehen, über die Möglichkeit, die Ranger weltweit zu unterstützen.

Denn wir sind überzeugt: In einer Zeit zunehmender Globalisierung ist es entscheidend, dass die Verantwortung aller Menschen für die Bewahrung unseres Planeten zunehmend ins Bewusstsein gerät.

Weltweit mit einer Stimme

Weltweit mögen zwischen 300.000 und 500.000 Ranger im Einsatz sein, schätzt Sean Willmore, Präsident der International Ranger Federation (IRF).

Was wir mit der IRF zu tun haben? Nun, zunehmend mehr. Beim 20-jährigen Jubiläum der Naturwacht Brandenburg hat IRF-Alterspräsident Gordon Miller 2011 eine mitreißende Rede gehalten und appelliert: "Spart all euer Geld und kommt zum World Ranger Congress in Tanzania!" Miller nennt den Grund, warum diese Treffen im dreijährigen Turnus so wichtig sind: "Wir Ranger stehen an vorderster Front. Wir werden nur gehört, wenn wir weltweit mit einer Stimme reden."

Ein Jahr später konnten zwei Mitglieder der Naturwacht tatsächlich zum Welt-Ranger-Kongress nach Tansania reisen. Unglaublich, was sie dort erlebten. Wildhüter, die mit uralten Karabinern auf Patrouillen gehen und hoch gerüsteten Wilderern gegenüberstehen. Und Ranger aus aller Welt, die sich in ihrer Heimat mit den verfügbaren Mitteln gegen den rasanten Verlust der Arten stemmen.

Ein hoher Preis

Wie wir in Brandenburg. Wie rund 500 Ranger in ganz Deutschland, von denen rund die Hälfte im Bundesverband Naturwacht organisiert ist. Wie tausende von Rangern, die sich europaweit auf Tagungen austauschen und weiterbilden. Zuletzt 2014 in Kroatien, einem Land mit zahlreichen Bären, Wölfen und engagierten Rangern.

Der Preis für den Einsatz für die Vielfalt dieser Welt ist hoch. Zu hoch: In den letzten zehn Jahren sind mindestens 360 Ranger bei Auseinandersetzungen mit Wilderern ums Leben gekommen, die meisten davon in Afrika und Indien.

In jedem Jahr am 31. Juli begehen die Ranger in aller Welt ihren World Ranger Day, den Welt-Ranger-Tag. Wir sind mit Veranstaltungen dabei und informieren über unseren Alltag, unseren Einsatz für die biologische Vielfalt, letztlich für eine farbenfrohe lebendige Zukunft der Erde. 

Spenden, die wir an Veranstaltungen rund um dieses Datum erhalten, gehen direkt an thin green line. Diese Stiftung unterstützt mittellose Familien getöteter oder ums Leben gekommener Ranger. Zudem fördert sie Ausbildung und Ausrüstung der Ranger in armen Ländern. 

Auch 2016 waren Ranger beim World Ranger Congress. Frank Grütz, Vorsitzender des Bundesverbands Naturwacht e.V. , war dabei:

"Es war einfach unbeschreiblich – mit über 300 Rangern aus 62 Ländern von allen Kontinenten der Welt (außer Antarktis J) fünf Tage zusammen zu sein mit vielen Präsentationen und Diskussionen, neuen und alten Freundschaften und ganz viel Fachaustausch von früh bis spät in die Nacht. Ich bin total begeistert!"