Naturschutzpreis 2010

Laudator Roland Resch, Leinwandphoto: Preisträger Dr. Knut Arendt

Dr. Knut Arendt aus Gerswalde ist der erste zweier gleichberechtigter Preisträger im Jahr 2010.

Er ist vielleicht nicht der Naturschützer, der immer in der ersten Reihe auftritt. Das passt auch gar nicht zu ihm. Ihn zeichnen vielmehr seine freundliche Hartnäckigkeit aus, seine Liebe zur heimischen Natur wie auch zu den Menschen, seine vermittelnde und versöhnende Art und all die Erfolge, die er in akribischer Arbeit für die Uckermark errungen hat.

So seine aktive Beteiligung an der Entwicklung des Naturparkes Feldberg-Lychener Seenlandschaft, so seine Vorstandsmitgliedschaft beim Förderverein Feldberg-Uckermärkische Seen.
Ebenso hoch angerechnet wird seine herausragende Pionierstellung für die Naturwacht, für die er als Vorsitzender des NABU-Regionalverbandes Templin sowie als Leiter des Sachgebietes Biotop- und Artenschutz in der damaligen PEP-Gruppe die Schulung der FFH-Kartierer in den Naturparken Uckermärkische Seen und Stechlin-Ruppiner Land organisierte.


Von li.: Mitglieder des Naturschutzverein Großgemeinde Kolkwitz e.V sowie Laudator Landrat Harald Altekrüger und am Mikrofon: Bürgermeister Fritz Handrow

Als zweiten gleichberechtigten Preisträger, und auch dies wird langsam zu einer guten Tradition, honoriert der Stiftungsrat die langjährigen Aktivitäten eines Vereins: Des „Naturschutzverein Großgemeinde Kolkwitz e.V.“.

In diesem Verein zeigt sich in herausragender Weise, wie sich Menschen hochgesteckte Ziele setzen, sich gegenseitig ermutigen und dabei gemeinsam Erstaunliches erreichen. Dabei ist der Name „Naturschutzverein“ Programm. So engagieren sich die Ehrenamtlichen in der Großgemeinde Kolkwitz seit mehr als 20 Jahren für  Amphibien, Weißstörche, Ameisen, Schwalben, Schleiereulen Orchideen und viele Arten mehr.

Und wie so oft geht es bei der Naturschutzarbeit auch zentral um den Menschen. Um den Austausch mit Gleichgesinnten, den verbindenden Anspruch, die Hände eben nicht in den Schoß zu legen und gemeinsam etwas zu bewegen. Für sich, die Artenvielfalt und letztlich auch für kommende Generationen, für deren Anrecht auf eine lebenswerte Zukunft in lebenswerten Landschaften.


Foto: Gordon Welters

Naturschutzpreis 2008

Der Naturschutzpreis der Stiftung im Jahr 2008 ging an Heinz Litzbarski aus dem Havelland sowie an den Familienbetrieb Gut Hirschaue aus dem Landkreis Oder-Spree.
Untrennbar ist der Name Heinz Litzbarski mit dem Schutz der schwersten flugfähigen Vögel der Erde und der Erhaltung ihrer Lebensräume verbunden. Seit dreißig Jahren widmet sich Heinz Litzbarski erfolgreich der Arterhaltung der vom Aussterben bedrohten Großtrappe in einer artenreichen Kulturlandschaft.
Vorbildliche Arbeit im Bereich der landwirtschaftlichen Wildtierhaltung und der ökologischen Bewirtschaftung ihres Betriebes leisten die Mitarbeiter des Gutes Hirschaue in Rietz-Neundorf bei Beeskow. Der Landwirtschaftsbetrieb dient damit als beispielgebendes Vorbild, wie mit ökologischer Landbewirtschaftung Natur und Umwelt geschützt sowie die Artenvielfalt erhalten werden kann.

Naturschutzpreis 2006

Im Jahr 2006 ehrte die Stiftung NaturSchutzFonds Lieselotte Förster aus Forst, deren langjährige engagierte Tätigkeit unzählige Aktivitäten und Projekte umfasst und die darüber hinaus für viele Menschen auch außerhalb der Lausitz ein Vorbild für ausdauerndes Ehrenamt zum Wohle der Allgemeinheit verkörpert. Die zweite Preisträgerin, die Interessengemeinschaft Löcknitztal e.V., hat sich dem Schutz, der Pflege und der Erforschung des Löcknitztals zwischen Kienbaum und der Großen Wallbrücke bei Grünheide (Mark) verschrieben. Diese Bemühungen, die untrennbar mit der allgemeinen Förderung des Naturschutzgedankens im Land Brandenburg verbunden sind, reichen bis an den Anfang der 70er Jahre zurück.

Naturschutzpreis 2004

Der Naturschutzpreis im Jahr 2004 wurde an Inge Sielmann (Heinz-Sielmann-Stiftung) und an die Dorfgemeinschaft von Lüdersdorf (Barnim) überreicht.
Damit zeichnete die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg zwei sehr unterschiedliche Preisträger aus, die Besonderes für den Naturschutz im Lande geleistet haben. Die Lüdersdorfer haben als Dorfgemeinschaft jahrelang und erfolgreich für die Wiederherstellung ihres kleinen Sees, der Lüdersdorfer Buchte, gekämpft. Inge Sielmann ist die tragende Säule der nach ihrem Mann, dem bekannten Tierfilmer, benannten Heinz-Sielmann-Stiftung. Unter anderem durch drei Naturschutz-Großprojekte in Brandenburg - die Naturlandschaften Wanninchen, Groß Schauener Seen und Döberitzer Heide, trägt die Heinz-Sielmann-Stiftung maßgeblich zum Schutz und zur Erhaltung wertvolletr Lebensräume und Biotope im Land Brandenburg bei.

Naturschutzpreis 2002

2002 wurden zwei ehrenamtlich und beruflich weit über das gewöhnliche Maß für den Naturschutz engagierte Menschen geehrt. Der Computerfachmann Gerd Haase setzte seine gesamte Freizeit und auch private Finanzmittel für das Naturschutzgebiet „Lange-Damm-Wiesen und unteres Annatal" bei Strausberg ein, das 1998 als Natura 2000 - Gebiet (Europäisches Netz von Schutzgebieten) gemeldet wurde.
Der Landwirt Horst Möhring aus Lenzen an der Elbe leistete - indem er wirtschaftliche Tätigkeit und ökologische Maßnahmen verband - Richtungweisendes im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg. Grundgedanke und Philosophie seines Betriebes ist die nachhaltige - ökologische, ökonomische, soziale und kulturelle - Entwicklung der Region gemeinsam mit den Menschen der Region.

Naturschutzpreis 2000

Mit dem Naturschutzpreis 2000 der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg wurden Andrej Jermaczek aus Polen und Ireneusz Chojnacki aus Deutschland für ihre Leistungen im grenzüberschreitenden WWF-Projekt „Grünes Band Oder -Neiße" ausgezeichnet.

Naturschutzpreis 1998

Den ersten Naturschutzpreis erhielt im Jahr 1998 Rainer Krause, unter anderem bekannt als Filmemacher, durch seine Aktivitäten im Ökodorf Brodowin und durch das Museum Pehlitzwerder. Ausgezeichnet wurden außerdem die Arbeitsgruppe Naturschulhof der Grundschule am Priesterweg in Potsdam und der Regionalverband Prignitz der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald.