Naturwacht-Ranger nehmen Sie mit in den Wald und ans Wasser, in die Brandenburger Moor- und Heidelandschaft. Kleine Ausflüge zum Anhören. ...mehr lesen
Was hat Artenvielfalt mit Biodiversität zu tun?
Die Artenvielfalt ist ein Teil der Biodiversität oder biologischen Vielfalt. Die Biodiversität umfasst neben der Vielfalt der Arten auch die genetische Vielfalt und die Vielfalt der Ökosysteme.
Der Begriff Artenvielfalt wird auch häufig synonym zu Biodiversität verwendet, wohl weil Artenvielfalt die anschaulichste Form der Biodiversität ist. Daher wird der Internationale Tag der Biodiversität im deutschen Sprachraum vielfach als 'Internationaler Tag der Artenvielfalt' bezeichnet.Artenvielfalt
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Ulrike Sweetwood
Öffentlichkeitsarbeit/Fundraising
0331/971 64 855
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Denn Experten zufolge verlieren wir etwa 100 Tier- und Pflanzenarten täglich. Bereits Anfang 2011 hatten wir rückblickend berichtet: das Jahr der Biodiversität 2010 war kein gutes Jahr für den Artenschutz. Denn das Ziel der europäischen Staatengemeinschaft, den Rückgang der Biodiversität bis zum Jahr 2010 zu stoppen, wurde klar verfehlt. Arten, die noch vor wenigen Generationen zum Alltag gehörten, stehen kurz vor dem Aussterben. Auch Brandenburg ist betroffen. So stehen beispielsweise allein in Brandenburg 95% der Fledermausarten auf der Roten Liste der bedrohten Arten.
Wir engagieren uns täglich für „Brandenburgs Tafelsilber“ und all die Arten, die hier in mehr oder minder großer Zahl leben.

Unsere Ranger bringen Brutinseln für Trauerseeschwalben aus. Sie bauen und installieren ganze Brutflöße für Möwenkinderstuben. Gemeinsam mit geschätzten Freiwilligen mähen Ranger Orchideenwiesen und schaffen damit lebenswichtiges Licht für die rar gewordenen Sensibelchen.
Ranger notieren auf genau festgelegten Routen die Zahl der Otter in den Nationalen Naturlandschaften. Sie zeigen im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg, wie Menschen gut mit Bibern als Nachbarn leben können.
Ranger schaffen Wohnraum für gefährdete Wiedehopfe und bauen düstere Bunker zu Winterquartieren für viele Fledermausarten aus. Klar, dass sie auf hohen Dächern Nisthilfen für Störche anbringen, dass sie gemeinsam mit Freiwilligen jährlich zehntausende von Kröten, Fröschen, Unken und Molchen vor dem Straßentod retten. Wer übrigens einmal eines dieser Tiere in den Händen gehalten und in die Augen gesehen hat, weiß, dass Märchen von schleimigen Kröten und glibberigen Fröschen viel Unsinn enthalten. Das ist aber ein anderes Thema und dafür ist hier auch gar kein Platz.
Nur noch soviel: Wenn Sie etwas über den täglichen Einsatz unserer Ranger für den Artenschutz aus erster Hand erfahren wollen, begleiten Sie die Ranger am besten bei einer Führung ihrer Wahl und fragen Sie alles, was Sie schon immer über angewandten Artenschutz wissen wollten.




Auch in unserem Bundesland werden die Veränderungen sicht- und spürbar. Dass Pflanzen- oder Tierarten aussterben, ist ein Prozess, der in der Natur auch ohne den Einfluss des Menschen geschieht. Alles andere als natürlich jedoch ist die Geschwindigkeit, mit der Arten in den vergangenen Jahrzehnten durch die Folgen menschlichen Handelns vom Globus verschwunden sind. Forscher beziffern die Rate des Artenverlusts aktuell mindestens 100fach höher als das, was als natürlich bezeichnet werden kann.
Eine Ursache für den Rückgang von Arten und Lebensräumen ist die direkte Zerstörung von Lebensräumen zum Beispiel durch Entwässerung, veränderte Landnutzung oder Zerschneidung durch Verkehrswegebau.
Auch die globale, vom Menschen verursachte Klimaveränderung trägt zum Rückgang der biologischen Vielfalt bei. So führt zum Beispiel ein geringeres Wasserangebot im Sommerhalbjahr dazu, dass Kleingewässer trocken fallen, Seespiegel sinken oder Moore austrocknen.
Wichtige Lebensräume für eine mannigfaltige und hochspezielle Flora & Fauna gehen für immer verloren. Und die dort angesiedelten Arten sterben aus.
Die Rotbauchunke links im Bild ist beispielsweise vor allem durch den Verlust geeigneter Lebensräume bedroht. Hierzu gehören die Begradigung von Flüssen oder die grossräumige Entwässerung von nassen Böden. In Brandenburg ist sie sehr selten geworden. Es ist schon ein besonderes Erlebnis, sie in der freien Natur zu entdecken. Da, wo sie noch anzutreffen ist, sind Uferbereiche und Gewässer intakt.


Eines der Großprojekte des NaturSchutzFonds ist der Erhalt und die Renaturierung der heimischen Moorlandschaften. Denn gesunde Moore sind mächtige CO2-Senken, ihr Torf ist ein wichtiger Kohlenstoffspeicher. Ihre Wirkung ist stärker als die der Wälder - allein die Moore Brandenburgs wären in der Lage, die Autoabgase Brandenburgs vollständig zu absorbieren. Bis dies erreicht werden kann, müssen sie mancherorts noch wiedervernässt oder anderweitig in ihren natürlichen, vitalen Zustand zurückversetzt werden. Gesunde Moore sehen auch bezaubernd aus: mit ihren eigenwilligen Pflanzenarten wie dem Sonnentau und seltenen Orchideen oder auch schillernd-bunten Libellenarten.
Besuchen Sie die von der Stiftung NaturSchutzFonds bereits renaturierten Moorlandschaften in unserer brandenburgischen Heimat einfach selbst! Das Reuthener Moor liegt in Spree-Neiße an der A 15 Richtung Cottbus. Nehmen Sie die Abfahrt Bad Muskau und fahren nach Reuthen. Von dort gehts dann per Pedes weiter. Gerne können Sie auch den Revierleiter der Forst, Uwe Walloßek, anrufen unter der Nummer 0173 - 2006742.
Je kleiner wir unseren persönlichen ökologischen Fußabdruck halten, indem wir uns immer bewusster entscheiden: für nachhaltig wirtschaftende Unternehmensleistungen, für CO2 arme Mobilität, für grüne Energie, für grüne Ökonomie - desto mehr verlagern wir die gesellschaftlichen Kräfte zurück zu einem gesünderen Lebensstil voller Respekt füreinander.
Die zunehmenden Publikationen einer Vielzahl an grünen Branchenbüchern zeigt, dass immer mehr Menschen auch mit ihrem Konsum dazu beitragen möchten, unseren Erdball nicht noch weiter ohne Sinn und Verstand auszubeuten.
Für den Erhalt unserer typischen brandenburgischen Lebensräume und Arten können wir in Gemeinschaft die besten Ergebnisse erzielen. Wenn wir Sie mit unserer Arbeit überzeugt haben, freuen wir uns über jede Form der Unterstützung: sei es Zeit, sei es Geld, seien es Kreativität und Aufmerksamkeit.
Was genau Sie machen können, finden Sie in unserem Kampagnenbereich und natürlich unter dem Menüpunkt Spenden & Stiften. Zum Beispiel: