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Ulrike Sweetwood
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Die Elbtalaue weist im westlichen Mitteleuropa eine einmalig hohe Dichte an Weißstorchbrutpaaren auf. 2008 wurden im Landkreis Prignitz 183 Brutpaare gezählt, von denen 123 Paare insgesamt 343 Jungstörche aufgezogen haben. Die Bedeutung der Flusslandschaft und ihrer Überschwemmungsgebiete kommt in der Verteilung der Neststandorte zum Ausdruck:
Der Weißstorch erreicht eine Größe von 80 bis 102 Zentimetern, seine Flügelspannweite kann bis zu zwei Meten betragen. Sein Gefieder ist weiß, die Schwungfedern und ein Teil der Oberflügeldecke sind schwarz. Schnabel und Beine sind rot. Das Klappern des Storches ist schon sprichwörtlich, er verständigt sich aber auch über Zischlaute. Er wiegt zwischen 2600 und 4400 Gramm. Der Weißstroch ist ein Zugvogel, dessen Winterquartier in Südwest-Europa und in Afrika liegt - bis zu 10.000 Kilometer von den Brutgebieten entfernt!
Der Weißstorch findet sich in Europa, Nordafrika und in Kleinasien.
Offene Landschaften, Feuchtgrünland, Auengebiete, Flussniederungen mit periodischen Überschwemmungen, extensiv genutzte Wiesen und Weiden bilden den Lebensraum des Weißstorches.
Der Weißstorch frisst Kleinsäuger, Froschlurche, Eidechsen, Schlangen, Fische, große Insekten und ihre Larven.
Sein Nest - den Horst - baut der Weißstorch auf Dächern, Masten oder Bäumen. Sie können eine Durchmesser von bis zu zwei Metern haben und ein Gewicht von bis zu vier Tonnen erreichen. Drei bis fünf Eier bilden sein Gelege.
Die Brutzeit des Weißstorches ist von April bis Juli
Noch ist er in Brandenburg als gefährdet und in Berlin als vom Aussterben bedroht eingestuft. Der Bestand der Weißströche entwickelt sich allerdings seit 1990 positiv. Pro Brutpaar werden jährlich im Durchschnitt zwei Jungvögel flügge. Das erscheint ausreichende, um die heimische Population aus eigener Kraft zu erhalten.
Aber: Werden Feuchtgebiete entwässert, Kleingewässer trocken gelegt oder Flussläufe begradigt oder reguliert, sinkt das Nahrungsangebot für den Weißstorch. Ebenso sind die intensive Grünlandnutzung zu nennen, der Umbruch der des Grünlands in Ackerflächen, eine zunehmende Verdrahtung der Landschaft und Plastikmüll im Horst.
Auch während des Zugs lauern Gefahren: Durch Dürre gehen Winterquartiere verloren, Lebenräume werden zerstört. Heuschrecken - eine wichtige Nahrungsquelle - werden chemisch bekämpft und auch der Storch selbst wird verfolgt.
Quellen: Naturwacht Rühstädt und Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz