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Anett Franz
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Mehr fürs Moor

Wiederansiedlung typischer Pflanzengemeinschaften im renaturierten Quellmoor Kunsterwiese


Projektträger: i l n Greifswald plus
Projektgebiet: östlich von Kunsterspring, Landkreis Ostprignitz-Ruppin

Wie man der Natur in dem höchst sensiblen und besonders wertvollen Lebensraum der nährstoffarmen basenreichen Quell- und Durchströmungsmoore gewissermaßen Starthilfe geben kann, untersuchen derzeit Pflanzen- und Moorexperten aus Greifswald im renaturierten Quellmoor „Kunsterwiese“ bei Neuruppin. Die Wissenschaftler wollen in einem vierjährigen Feldversuch klären, ob und mit welchen Methoden es möglich ist, ausgestorbene Pflanzenarten und naturnahe Artengemeinschaften, die für diesen Lebensraum typisch sind, wieder anzusiedeln. Denn als unwahrscheinlich gilt, dass die sehr seltenen, charakteristischen Pflanzenarten der Braunmoos-Seggen-Riede ehemals entwässerte und degradierte Moorflächen, die im Zuge einer Renaturierung neu abgetorft wurden, spontan wiederbesiedeln.

Mähen und säen
(Fotos: Friedrich Hacker)

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Auf einer Testfläche von einem halben Hektar Größe werden einerseits die Voraussetzungen des Gebiets sowie Gestaltungsmöglichkeiten für günstige Keimungs- und Ausbringungsvarianten geprüft. Andererseits testen die Fachleute verschiedene Methoden und Ausbringungsvarianten hinsichtlich Aufwand und Erfolg. Die Stiftung NaturSchutzFonds fördert das Projekt mit rund 19.800 Euro. Das Pilotprojekt der Greifswalder Moorkenner lässt im Übrigen aufschlussreiche Ergebnisse für das in diesem Jahr angelaufene EU Life-Projekt „Kalkmoore Brandenburgs“ der Stiftung NaturSchutzFonds erwarten.

Ansprechpartner: Friedrich Hacker, i l n + Greifswald
Tel.: (03834) 89 19 91

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