Ihre Ansprechpartnerin

Anett Franz
Fachbereichsleiterin Fördermanagement
Tel.: (0331) 971 64 780
anett.franz(at)naturschutzfonds.de



Ersatzzahlung - Wie wir Mittel vervielfachen

Wie aus einem Euro zweieinhalb werden und dabei Natur, Mensch und Umwelt gewinnen


Im Spreewald wurden mit Fördermitteln aus der Ersatzzahlung Kleingewässer für die bedrohte Rotbauchunke renaturiert (Foto: H. Wiesing)

Verursacher unvermeidbarer Eingriffe in Natur und Landschaft sind gesetzlich verpflichtet, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für ihre Eingriffe zu leisten. Dabei ist eine Stufenfolge von Prüfschritten und zu ergreifenden Maßnahmen vorgeschrieben. Dies reicht von der Vermeidung über Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen bis hin zu Ersatzzahlungen.

Im Land Brandenburg ist es die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg, die Geldleistungen aus Ersatzzahlungen vereinnahmt. Diese Mittel sind eine wesentliche finanzielle Basis für unsere erfolgreiche Naturschutzarbeit.


Seit 1997 betreuen wir die Ersatzzahlungen im Land Brandenburg. Wir haben in diesen Jahren gemeinsam mit Kommunen, Landkreisen, Betrieben, Verbänden und Vereinen sowie Körperschaften des öffentlichen Rechts und weiteren Partnern mehr als 650 Naturschutzprojekte realisiert oder in eigener Trägerschaft verwirklicht.


Mittel vervielfachen - Mehrwert schaffen

Mehr als 120 Millionen Euro konnten wir im Zuge unserer Arbeit bisher für Brandenburgs Natur, ihre vielfältigen Arten und Lebensräume mobilisieren: Rund 50 Millionen Euro stammen vorwiegend aus Ersatzzahlungen der Eingriffsregelung und flossen wieder in jene Landkreise zurück, in denen sie anfielen. Zusätzlich konnte die Stiftung etwa 70 Millionen Euro - hauptsächlich von der Europäischen Union – einwerben. Diese Mittel kommen nicht nur der Biologischen Vielfalt und den Menschen in Brandenburg zu Gute, sondern fördern auch die regionale Wirtschaft.

Durch die Kombination von Ersatzzahlungen mit verschiedenen Drittmitteln oder Maßnahmen können die Gelder vervielfacht und die Wirkung erhöht werden - eben Mehrwert schaffen.

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Streuobstwiesen sind Hot-Spots der Biologischen Vielfalt (Foto: K. Nikoleit)

Ersatzzahlungen – Vorteile, die sich auszahlen

Mit Ersatzzahlungen ist die Finanzierung und die Umsetzung strategisch wichtiger Naturschutzprojekte möglich, die über die Kompensationserfordernisse von Einzelvorhaben funktionell und räumlich hinausgehen.
Die Ersatzzahlungen sind räumlich und zeitlich flexibel einsetzbar und mit verschiedenen Drittmitteln und Maßnahmen kombinierbar. Sie können von Projektträgern als Eigenanteil in Förderrichtlinien des Landes, des Bundes und der EU anerkannt werden. Die Umsetzung und die Nachhaltigkeit von Projekten, die mit Ersatzzahlungen finanziert werden, sind transparent und kontrollierbar.


Vorteile der Zusammenarbeit mit uns

Totholzreicher Buchenwald am Nonnenfließ bei Spechthausen (Foto: S. Hennigs).

Ersatzzahlungen lenken wir im Rahmen unserer Arbeit wieder in jene Landkreise zurück, in denen sie anfallen. Das bedeutet, dass die eingesetzten Gelder nicht nur in der Region verbleiben, sondern zudem durch die Anerkennung als Eigenanteil in Förderrichtlinien der EU, des Bundes  und des Landes vervielfacht werden können.
Damit ist eine deutlich umfangreichere Projektwirkung verbunden, die sich durch Auftragsvergaben an lokale oder regionale Firmen oder touristische Aspekte auch positiv auf die Wirtschaft vor Ort und die Regionalentwicklung auswirkt.


Durch die Stiftung können Projekte zudem über Landkreisgrenzen hinweg oder als landesweite Projekte finanziert und realisiert werden. Das Antragsverfahren für unsere Projektförderung ist vergleichsweise unkompliziert. Bis zu einer Fördersumme von 25.000 € können Fördermittelanträge jederzeit und ohne Fristen eingereicht werden. Die Anträge werden zügig und effizient bearbeitet. Auf Wunsch können wir auch bei der Öffentlichkeitsarbeit unterstützen.

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Ersatzzahlungen für regionale Förderprojekte

Förderprojekte decken ein sehr breites Maßnahmenspektrum ab und kombinieren regionales und lokales Naturschutzwissen mit dem know-how der Stiftung.
Das Antragsverfahren bei der Stiftung ist bewusst einfach gehalten, um den Antragstellern den Zugang zu Fördermitteln zu erleichtern. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Unterstützung ehrenamtlich Engagierter.


Durch die Kofinanzierung des Eigenanteils mit Ersatzzahlungen können Projekte oftmals überhaupt erst realisiert werden. Dabei werden Drittmittel mobilisiert, zu denen die Antragsteller sonst keinen Zugang hätten.


Erfahrungen im Management

Im Laufe der Jahre hat sich bei der Stiftung ein äußerst umfangreicher Erfahrungshorizont im Förder- und Projektmanagement gebildet, das sie als Dienstleisterin für die Landkreise, Städte, Gemeinden, Verbände und Vereine anbietet. Dazu zählen:

  • die sinnvolle Koordinierung und Bündelung von Ersatzzahlungen für Maßnahmen,
  • eine fördertechnische Beratung,
  • die effiziente und zügige Bearbeitung der Fördermittelanträge,
  • eine fachliche Beratung (und Einbindung entsprechenden know-hows),
  • die Akquise von Drittmitteln und Erhöhung des finanziellen Umfangs von Projekten und
  • die Kompetenz in der Projektentwicklung und –durchführung.

Die naturschutzbezogenen Erfahrungen vor Ort werden durch die fachlichen Kompetenzen der Stiftung perfekt ergänzt. Durch die vielen Projekte, die die Stiftung in den vergangenen 20 Jahren verwirklicht hat, ist ein enormer Erfahrungshorizont entstanden, der jedem einzelnen neuen Projekt zugutekommt.

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