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Anett Franz
Fachbereichsleiterin Fördermanagement
Tel.: (0331) 971 64 780
anett.franz(at)naturschutzfonds.de


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Fressen für den Naturschutz

Wilde Biotoppfleger helfen, die Schönower Heide bei Berlin zu erhalten

Projektträger: Berliner Forsten
Projektgebiet: Schönower Heide bei Bernau, Landkreis Barnim

Vorbereitung der Einzäunung,
dass die Tiere in Ruhe an die Arbeit gehen können

Ausgerechnet die vormalige militärische Nutzung - der dauernde Einsatz schweren Geräts, Schießübungen und nachfolgende Brände -, brachte der Schönower Heide nordöstlich Berlins ihren besonderen Wert als Offenlandbiotop. Großflächige Heidekraut- und Silbergrasbestände sowie Binnendünen und Waldgürtel prägen den ehemaligen Truppenübungsplatz, der zu den größten Schutzgebieten des Naturpark Barnims zählt.
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/forsten/

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Seine Sandheiden mit Besenheide sowie die Sandtrockenrasen mit Silbergras gehören zu den Lebensraumtypen nach Anhang 1 der FFH-Richtlinie. Entsprechend wurde die Fläche als FFH-Gebiet ausgewiesen.
Nach Aufgabe der militärischen Nutzung setzte auch in der Schönower Heide die Sukzession ungehindert ein. Die wertvollen Offenlandbiotope verbuschen zunehmend. In absehbarer Zeit würde die Heide zu Wald.

Um diesen Prozess einzudämmen, führen die Berliner Forsten als Flächeneigentümerin neben anderen gezielten Pflegemaßnahmen ein Konzept zur Erhaltung der Offenlandstruktur durch, in dessen Mittelpunkt die Beweidung mit Wildtieren steht. In einem eigens abgezäunten Bereich sollen Rot-, Dam- und Muffelwild auf insgesamt 140 Hektar gewissermaßen im Dienste des Naturschutzes fressen und die aufwachsenden Gehölze wie Aspe oder Birke in Schach halten. Der Einsatz der tierischen Landschaftspfleger - insgesamt rund 140 Stück sollen es später einmal sein - wird in den kommenden Jahren durch das Institut für Zoo- und Wildtierforschung sowie die FH Eberswalde als Projektpartner genau beobachtet und wissenschaftlich begleitet.
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/forsten/

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Da die Schönower Heide mit ihrer Struktur exemplarisch für viele Truppenübungsplätze in Brandenburg ist, erhoffen sich die Verantwortlichen wichtige Hinweise für vergleichbare Projektgebiete.
Für die Durchführung des Projekts hat die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg mit den Berliner Forsten eine Verwaltungsvereinbarung geschlossen und stellt finanzielle Mittel in Höhe von bis zu 220.000 € zur Verfügung.

Ansprechpartner: Berliner Forsten, Revierförsterei Gorin, Herr Preuße
Tel.: (030) 47 41 1904

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