Ihre Ansprechpartnerin

Anett Franz
Fachbereichsleiterin Fördermanagement
Tel.: (0331) 971 64 780
anett.franz(at)naturschutzfonds.de


Antrag auf Projektförderung

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Unser Projekt des Monats Januar 2017



Kleines Bauwerk mit großer Wirkung

Über einen kleines Staubauwerk und einen neu angelegten Graben werden im Flora-Fauna-Habitat (FFH)-Gebiet Horstfelder und Hechtsee jetzt geschützte Lebensräume besser mit Wasser versorgt.


Projektdaten

Projekt: Verbesserung der Wasserversorgung des FFH-Gebietes "Horstfelder und Hechtsee"
Landkreis: Teltow-Fläming
Projektträger: Wasser- und Bodenverband "Dahme-Notte"
Förderung NaturSchutzFonds: 6.125 €
Finanziert aus: Ersatzzahlungen
Gesamtprojektkosten:  6.125 €
Durchführungszeitraum: 2016
Kontakt: http://www.wbv-dahme-notte.de/kontakt/


Wasser für ein Mosaik an Lebenräumen

Dieser kleine Stau im Saalowgraben bewirkt, dass mehr Wasser in das Schutzgebiet geleitet werden kann.
Das Wasser fließt kontinuierlich über den neu angelegten Graben direkt in die Schilfbestände. Fotos: C. Schneider

Schaut man sich das FFH-Gebiet aus der Vogelperspektive an, sieht man ein Mosaik aus verschiedenen Lebensräumen.

Neben Seggenrieden, Bruchwäldern, Weidengebüschen und Feuchtwiesen, sind vor allem große zusammenhängende Schilfflächen typisch für das Schutzgebiet. Dazwischen liegen zahlreiche Wasserflächen und der Horstfelder See.

Die Existenz vieler hier lebender Tiere und Pflanzen ist stark an Wasserlebensräume gebunden. Rohrdommel, Seeadler, Eisvogel und Fischotter leben hier. Fledermäuse wie die Mückenfledermaus, unsere kleinste einheimische Art, überfliegen das Gebiet auf der Jagd nach Insekten. Botanische Besonderheiten sind zum Beispiel Froschbiss und Zungenhahnenfuß.



Die Wasserversorgung des Schutzgebietes und seiner Biotope konnte mit dem Einbau eines kleinen Staubauwerkes in den Saalowgraben sofort verbessert werden. Durch den Wasserrückhalt kann ein Teil des Saalowgrabenwassers über einen neu angelegten Graben direkt in die großen Schilfgebiete des Schutzgebietes und in den Horstfelder See geleitet werden.

Die Maßnahme setzt das Ziel des FFH-Managementplanes, die Wasserversorgung des Gebietes zu verbessern, erfolgreich um.

Die Rohrdommel hat einen so ausgefallenen Balzruf, dass man denken könnte, ein Ochse ruft aus der Ferne. Der nachtaktive Vogel aus der Familie der Reiher ist in dichten Schilfbeständen fast unsichtbar. Foto: F. Schröder
Der Froschbiss sieht aus wie eine Seerose im Bonsaiformat. Im Winter sinkt eine Winterknospe zum Gewässerboden und entwickelt sich im Frühjahr wieder zu einer Schwimmpflanze. Foto: Naturwacht Brandenburg