Diese Projekt wird gefördert durch ELER.

 

Mehr Informationen zu ELER finden Sie unter ELER.Brandenburg und auf der Website der Europäischen Kommission.


Aktuelle Natura 2000 Managementplanung

Aktuell ist die zweite Tranche der Natura 2000 Managementplanung in Brandenburg angelaufen. Mit der neuen Förderperiode erfolgt eine naturschutzfachliche Planung für weitere 79 FFH-Gebiete in Brandenburg (Karte). Als Planungsinstrument schafft die Managementplanung die notwendigen Grundlagen zum Erhalt europäisch geschützter Arten und Lebensräume im Schutzgebietsnetz Natura 2000.




Natura 2000 Managementplanung 2009 bis 2015

In der ersten Etappe der Natura 2000 Managementplanung (außerhalb der Großschutzgebiete) sind insgesamt Pläne für 145 Gebiete bzw. Gebietspakete erstellt worden: Die Pläne beinhalten eine aktuelle Bestandsanalyse der in den Gebieten vorkommenden und durch die FFH-Richtlinie geschützten Lebensräume und Arten. Gleichzeitig werden die für den Erhalt und die Entwicklung der gebietsspezifischen Schutzziele notwendigen Ziele und Maßnahmen formuliert. Damit haben wir eine wichtige Planungsgrundlage zur Umsetzung von Natura 2000 geschaffen, um die Biologische Vielfalt in der EU zu bewahren. Das Projekt wurde im September 2015 abgeschlossen.

Auf unserer Seite können sie den Ergebnisstand der Managementpläne (Endberichte und Karten) außerhalb der Großschutzgebiete unter den jeweiligen Gebietsbeschreibungen abrufen.

Die aktuellen Pläne aller beplanten Gebiete liegen auf der Seite des LUGV vor.

Die Rotbauchunke, ...
... der Fischotter und ...
... der Eremit sind durch FFH-Richtlinie geschützt.

145 Pläne für Natura 2000

Seit Anfang 2009 hat unser Team Natura 2000 die Vergabe und die Erstellung von 145 Managementplänen außerhalb der Großschutzgebiete Brandenburgs koordiniert. Deren Inhalte stellt Projektleiter Arne Korthals nochmals kurz da: „Die Pläne benennen auf lokaler Ebene konkrete Maßnahmen, mit deren Hilfe europaweit gefährdete Arten wie zum Beispiel der Fischotter oder der seltene Feuerfalter und deren Lebensräume erhalten werden können.“ Arne Korthals erzählt weiter, dass durch Informationsveranstaltungen, Exkursionen und Gespräche vor Ort zudem viele Menschen erstmals überhaupt von den wertvollen Naturschätzen in ihrem Lebensumfeld erfahren haben.


Bei der Managementplanung hilft es, lokale Akteure einzubeziehen sowie den örtlichen Besonderheiten Rechnung zu tragen. Daher haben unsere Kolleginnen und Kollegen bei ihrer Arbeit versucht, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Aspekte zu berücksichtigen, um damit auch eine nachhaltige Entwicklung in den Regionen Brandenburgs zu fördern. Dies soll vor allem gewährleisten, dass die spätere Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen auf lokaler Ebene zukünftig mitgetragen wird.


Erste Maßnahmen bereits umgesetzt

Lokale Akteure haben einzelne Maßnahmen der Managementplanung bereits verwirklicht. So hat zum Beispiel der Landschaftspflegeverband „Mittlere Oder“ bei Wriezen wertvolle Trockenrasen entbuscht, gemäht und beweidet. Der NABU setzt im FFH-Müllerberge nördlich von Schwedt/ Oder auf extensive Ziegenhaltung, um Robinien auf den seltenen und buntblühenden Trockenrasen zurück zu drängen.
Die Projektkosten in Höhe von rund 8,2 Millionen Euro hatten die Europäische Union zu 75 Prozent und das Land Brandenburg zu 25 Prozent gefördert. Die EU-Mittel stammen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).

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