NaturschutzpreisEngagement für Natur, Kulturlandschaft und biologische Vielfalt

Es ist gewiss eine unserer schönsten Aufgaben: Seit unserer Gründung zeichnen wir Menschen aus, die sich besonders für die Natur unseres Landes engagieren. Wir ehren sie mit unserem Naturschutzpreis.

Bereits zum zwölften Mal haben wir den Brandenburger Naturschutzpreis in diesem Jahr ausgelobt und Kinder, Jugendliche sowie Erwachsene gesucht, die sich besonders für Natur, Kulturlandschaft und biologische Vielfalt engagieren.

Wer kann sich bewerben?

Wir zeichnen mit unserem Naturschutzpreis richtungsweisende Leistungen im Bereich des aktiven, praktischen Naturschutzes, der nachhaltigen Landnutzung oder auch eine vorbildliche Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung aus. Darüber hinaus ehren wir auch wissenschaftliche, planerische oder wirtschaftliche Leistungen.

Für den Brandenburger Naturschutzpreis können einzelne Personen, Verbände, Vereine, oder Unternehmen sowie Schulklassen, Kindergruppen oder Arbeitsgemeinschaften vorgeschlagen werden bzw. sich selbst bewerben.

Der Preis richtet sich auch an Menschen, die nicht in Brandenburg leben, sich aber in besonderem Maße um den Schutz von Natur und Landschaft zwischen Elbe und Oder verdient gemacht haben. Der Naturschutzpreis ist mit einem Preisgeld in Höhe von 4.000 Euro dotiert und kann geteilt werden.

Bewerbungen oder Vorschläge können voraussichtlich wieder im Frühjahr 2019 in unserer Geschäftsstelle eingereicht werden. Über die genauen Fristen informieren wir rechtzeitig.

Unsere Auswahlkriterien

Nach diesen Kriterien bewerten wir die Vorschläge und Bewerbungen:

  • Innovation und Kreativität der Leistung, die mit hohem persönlichen Engagement und Hartnäckigkeit umgesetzt wird,
  • Vorbild- oder Modellcharakter der Leistung, die auf andere Regionen Brandenburgs oder darüber hinaus übertragbar ist,
  • regionale Verankerung der Leistung, die sich in der Einbindung der Bevölkerung, dem Aufbau eines Netzwerkes oder auch der Medienwirksamkeit zeigt,
  • Nachhaltigkeit der Leistung, sowohl im ökologischen wie auch im zeitlichen Sinn: das Projekt wirkt nach,
  • die Leistung sollte innerhalb der letzten 24 Monate und in Brandenburg umgesetzt worden sein.

Die Preisträger 2019

Der Brandenburger Naturschutzpreis wird auch 2019 zweimal vergeben. Einer der beiden Preisträger ist Rocco Buchta: Er trägt als Leiter des Flussrenaturierungsprojekts "Untere Havelniederung zwischen Pritzerbe und Gnevsdorf" maßgeblich dazu bei, dass die Untere Havel wieder naturnäher und vielfältiger wird.

Das Gewässerrandstreifenprojekt des NABU e.V. - mit finanzieller Unterstützung des Bundes und der Länder Brandenburg und Sachsen-Anhalt - ist das größte Flussrenaturierungsprojekt Mitteleuropas. Rocco Buchta hat mit seinem herausragenden Engagement als Leiter des Projekts und des Instituts für Fluss- und Auenökologie von Anfang an maßgeblich zum Projekterfolg beigetragen. Bereits für die Planungsphase ließ er sich 2005 als damaliger Leiter des Naturparks Westhavelland freistellen, um alle Beteiligten von der Projektidee zu überzeugen. Es folgten umfangreiche Planungen und Abstimmungen mit Flächeneigentümern, Nutzern und weiteren Akteuren auf einer Gesamtlänge von 90 Flusskilometern und einer Projektfläche von 18.700 Hektar. "Bei einer so großen Projektfläche sind natürlich auch zahlreiche Akteure im Spiel, deren Belange Gehör finden mussten", so Rocco Buchta. "Ich bin sehr froh, dass es uns gelungen ist, gemeinsam Wege zu finden, um diesen kostbaren Lebensraum zu erhalten."  

Im Rahmen des Projektes werden unter anderem:

  • 500 Hektar Überflutungsfläche für den Hochwasserschutz zurückgewonnen,
  • rund 90 Hektar Auenwald begründet,
  • knapp 30 Kilometer Steinschüttungen abgebaut sowie
  • 49 Flutrinnen und 15 künstlich abgeschnittene Altarme wieder angeschlossen.

Zudem werden Konzepte für eine bessere Grünlandnutzung ausgearbeitet, das Wassermanagement verbessert und die Gewässerunterhaltung in Abstimmung mit den zuständigen Behörden eingeschränkt. So gewinnt die Havel ein erhebliches Stück ihrer ursprünglichen Vielfalt zurück und mehr als 1.100 bedrohte Arten finden bessere Lebensbedingungen. Im Mittelpunkt steht dabei stets auch der Mensch, denn das Projekt liefert wichtige Impulse für die nachhaltige Entwicklung der Region.

Dieses außergewöhnlich umfangreiche und vielschichtige Projekt hat aus Sicht der Jury großes Potenzial, andere Projektträger bei der Umsetzung der Ziele des Naturschutzes, insbesondere des Schutzgebietssystems Natura 2000, zu inspirieren und ihnen Mut zu machen, solche Großprojekte anzustoßen.

Die Preisträger vergangener Jahre

Neugierig geworden? Vorbilder gesucht? Lernen Sie auf der Seite Rückblick unsere Preisträger der letzten Jahre besser kennen.

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Ihre Ansprechpartnerin

Carolin Trübe
Öffentlichkeitsarbeit
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