Der große VogelzugSchnattern, rufen und trompeten

Im September und Oktober sammeln sich riesige Vogelschwärme in Brandenburgs wasserreichen Großschutzgebieten. Auf ihrem Weg Richtung Süden durchziehen sie den Himmel zu Tausenden in eleganten Formationen.

Die Ranger der Naturwacht Brandenburg bieten zum großen Vogelzug mehr als 30 Exkursionen an. Die aktuellen Termine finden Sie unten. Einige ausgewählte Touren finden an mehreren Terminen statt. Für die Teilnahme empfiehlt sich bequeme und der Witterung entsprechende Kleidung. Auch Fernglas oder Spektiv sind wertvolle Begleiter. So nicht anders angegeben, sind die Führungen kostenfrei. Um eine Spende für den Naturschutz wird gebeten.

Naturpark Niederlausitzer Landrücken

Naturwunder Vogelzug - Vogelbeobachtungen am Borcheltsbusch

30.10. ab 17 Uhr
31.10. ab 16 Uhr

Bereits im August beginnt die Rast der Kraniche und Graugänse im Luckauer Becken. Vom 15 Meter hohen Aussichtsturm am Borcheltsee lässt sich der Schlafplatz der Kraniche gut einsehen. Die Tour findet jeweils Sonnabend und Sonntag statt.

Naturpark Dahme-Heideseen

RangerTour: Mit dem Fahrrad zu den wilden Gänsen

30. Oktober, 16:00 - 19:00 Uhr

Die Wiesen und Äcker westlich von Storkow sind beliebte Rastplätze von Wildgänsen. Zur Zugzeit sammeln sich dort tausende Vögel.

Weite Strecken

Die Ranger der Naturwacht Brandenburg zählen seit vielen Jahren die Zugvogelbestände. In Brandenburg rasten jährlich mehrere Hunderttausend Wasser- und Watvögel auf ihrer Reise zwischen den nördlich und nordöstlich gelegenen Brutgebieten und den Winterquartieren im wärmeren Süden. Einige, wie beispielsweise die Singschwäne, überwintern auch hier bei uns. Andere Arten, wie die Watvögel – auch Limikolen genannt – fliegen dabei zum Teil Strecken von mehreren Tausend Kilometern am Stück!

Ruf-Erkennung

Zu Tausenden sammeln sich zum Beispiel Gänse auf den Karlsdorfer Fischteichen im Naturpark Märkische Schweiz, durch Ferngläser und Spektive können Naturinteressierte das Treiben beobachten. Es ist gar nicht so einfach, das Geschnatter der vielen Gänse akustisch zu ordnen. Ranger geben während der Tour Tipps, wie sich Arten unterscheiden lassen: Wenn man die Hände hinter die Ohren hält, kann man die Rufe deutlicher hören. Den tiefsten Ton machen die Graugänse, der höchste stammt von der Bläßgans. Die Treffsicherheit steigt mit genauem Hinhören.

Erst durch die systematische Beringung und die Erfindung von Peilsendern konnte übrigens nachgewiesen werden, welch weite Strecken viele Arten zurücklegen, um dem Winter zu entfliehen. So dachte man lange, dass die Schwalben, die sich vor dem Abflug am Ufer sammeln, im Schlamm eingegraben überwintern. Gelegentliche Totfunde im Eis schienen diese Geschichte zu belegen.

Zu einiger Berühmtheit brachte es auch der so genannter Pfeilstorch. 1822 landete ein Weißstorch samt namensgebendem Pfeil im Hals auf seinem Horst auf Schloss Bothmer bei Klütz in Nordwestmecklenburg. Der erste Beleg, dass der Weißstorch bis nach Afrika zieht! Mittlerweile sind mehr als 20 Pfeilstörche dokumentiert.

Ihr Kontakt

Johannes Müller
Öffentlichkeitsarbeit Naturwacht
Telefon: 0331 / 971 64 810
E-Mail schreiben

Kranichwoche im Nationalpark Unteres Odertal

Erleben Sie einen der größten Kranichschlafplätze des Binnenlandes während der 16. Kranichwoche im Nationalpark Unteres Odertal.

Verhalten in der Natur

Die 15 Nationalen Naturlandschaften Brandenburgs sind besonders wertvolle Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten. Damit diese Naturschätze erhalten bleiben, sind einige Regeln zu beachten. In diesen zwei Infografiken haben wir die wichtigsten Hinweise zusammengefasst.