Keine Führungen der Naturwacht

Die Naturwacht Brandenburg bietet ab dem 2. November 2020 keine geführten RangerTouren oder Veranstaltungen an. Wir aktualisieren diesen Hinweis regelmäßig und halten Sie auch über unsere Facebook-Seite auf dem Laufenden. Vielen Dank für Ihr Verständnis und bleiben Sie gesund!

PS: Auch in Zeiten der Kontaktsperre können sie die Ranger aus Brandenburg in Wald, Wiese und Moor begleiten – entdecken Sie 50 Tier- und Pflanzenarten virtuell unter www.wilde-welten.de

Der große VogelzugSchnattern, rufen und trompeten

Im September und Oktober sammeln sich riesige Vogelschwärme in Brandenburgs wasserreichen Großschutzgebieten. Auf ihrem Weg Richtung Süden durchziehen sie den Himmel zu Tausenden in eleganten Formationen.

Die Ranger der Naturwacht Brandenburg bieten zum großen Vogelzug zahlreiche Exkursionen an. Einige ausgewählte Touren finden an mehreren Terminen statt. Für die Teilnahme empfiehlt sich  bequeme und der  Witterung entsprechende Kleidung. Auch Fernglas oder Spektiv sind wertvolle Begleiter. So nicht anders angegeben, sind die Führungen kostenfrei. Um eine Spende für den Naturschutz wird gebeten.

Weite Strecken

Die Ranger der Naturwacht Brandenburg zählen seit vielen Jahren die Zugvogelbestände. Zirka 250 Vogelarten brüten in Deutschland, etwa die Hälfte davon sind Zugvögel. Experten schätzen, dass in Summe 100 Millionen Tiere jedes Jahr die lange Reise in die Winterquartiere im wärmeren Süden antritt. Einige Limikolen - diese Vogelgruppe nennt man auch Watvögel oder Regenpfeiferartige (Charadriiformes) - fliegen dabei Strecken von über 10.000 Kilometern am Stück.

Ruf-Erkennung

Zu Tausenden sammeln sich zum Beispiel Gänse auf den Karlsdorfer Fischteichen im Naturpark Märkische Schweiz, durch Ferngläser und Spektive können Naturinteressierte das Treiben beobachten. Es ist gar nicht so einfach, das Geschnatter der vielen Gänse akustisch zu ordnen. Ranger geben während der Tour Tipps, wie sich Arten unterscheiden lassen: Wenn man die Hände hinter die Ohren hält, kann man die Rufe deutlicher hören. Den tiefsten Ton machen die Graugänse, der höchste stammt von der Bläßgans. Die Treffsicherheit steigt mit genauem Hinhören.

Erst durch die systematische Beringung und die Erfindung von Peilsendern konnte übrigens nachgewiesen werden, welch weite Strecken viele Arten zurücklegen, um dem Winter zu entfliehen. So dachte man lange, dass die Schwalben, die sich vor dem Abflug am Ufer sammeln, im Schlamm eingegraben überwintern. Gelegentliche Totfunde im Eis schienen diese Geschichte zu belegen.

Zu einiger Berühmtheit brachte es auch der so genannter Pfeilstorch. 1822 landete ein Weißstorch samt namensgebendem Pfeil im Hals auf seinem Horst auf Schloss Bothmer bei Klütz in Nordwestmecklenburg. Der erste Beleg, dass der Weißstorch bis nach Afrika zieht! Mittlerweile sind mehr als 20 Pfeilstörche dokumentiert.

Die Naturwacht

Die Ranger der Naturwacht arbeiten in den 15 Nationalen Naturlandschaften Brandenburgs: elf Naturparke, drei Biosphärenreservate, ein Nationalpark.

Der Flyer zum Download

Die Exkursionen versprechen unvergessliche Naturerlebnisse und sind in diesem Flyer zusammengefasst: Wenn der Süden ruft

Ihr Ansprechpartner

Johannes Müller
Öffentlichkeitsarbeit Naturwacht
Telefon: 0331 / 971 64 810
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