Der große VogelzugSchnattern, rufen und trompeten

Im September und Oktober sammeln sich riesige Vogelschwärme in Brandenburgs wasserreichen Großschutzgebieten. Auf ihrem Weg Richtung Süden durchziehen sie den Himmel zu Tausenden in eleganten Formationen.

Die Ranger der Naturwacht Brandenburg bieten zum großen Vogelzug mehr als 30 Exkursionen an. Einige ausgewählte Touren finden an mehreren Terminen statt. Für die Teilnahme empfiehlt sich bequeme und der Witterung entsprechende Kleidung. Auch Fernglas oder Spektiv sind wertvolle Begleiter. So nicht anders angegeben, sind die Führungen kostenfrei. Um eine Spende für den Naturschutz wird gebeten.

Naturpark Niederlausitzer Landrücken

Naturwunder Vogelzug - Vogelbeobachtungen am Borcheltsbusch

11./ 12. September ab 18.30 Uhr
18./19. und 25./26. September ab 18.00 Uhr

02./ 03.10 und 09.10./ 10.10 ab 17.30

16./ 17.10. sowie 23./ 24.10. und 30.10. ab 17 Uhr

31.10. ab 16 Uhr

Bereits im August beginnt die Rast der Kraniche und Graugänse im Luckauer Becken. Vom 15 Meter hohen Aussichtsturm am Borcheltsee lässt sich der Schlafplatz der Kraniche gut einsehen. Die Tour findet jeweils Sonnabend und Sonntag statt.

Naturpark Nuthe-Nieplitz

RangerTour: Vogelzugbeobachtungen in der Stangenhagener Pfefferfließ-Niederung

07. Oktober, 17:00 - 19:00 Uhr

14. Oktober, 17:00 - 19:00 Uhr

Erleben Sie die abendliche Schlafplatzsuche der Kraniche und Wildgänse im FFH-Gebiet Nuthe-Nieplitz-Niederung. Die durch die menschliche Nutzung entstandenen Flachgewässer bei Stangenhagen bieten den Vögeln ideale Sammel- und Rastplätze für die Nacht. Eine Anmeldung ist notwendig.

Naturpark Westhavelland

RangerTour: Gänseeinfall am Gülper See

09. Oktober, 17:00 - 20:00 Uhr

Im Herbst wird der Luftraum des Havellandes zu einer regelrechten Autobahn der Vögel und auf den Gewässern herrscht ein dichtes Gedränge: der Gülper See wird in dieser Zeit als Sammel- und Rastplatz genutzt. Hier können in Spitzenzeiten über 100.000 Gänse beobachtet werden.

Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe

RangerTour: Kraniche im Morgenlicht

17. Oktober, 06:45 - 08:30 Uhr
24. Oktober, 05:45 - 07:30 Uhr

Eine kurze Wanderung an das morgendliche Schlafgewässer der Kraniche.

RangerTour: Kraniche im Abendlicht

23.Oktober, 16:30 - 19:00 Uhr

Tagsüber auf ihren Nahrungsfläche versammelt, zieht es die Kraniche am Abend an ihre Schlafgewässer.

Naturpark Märkische Schweiz

Ranger-ErlebnisTour: Mit Gans und Fisch am Teich/ Märkische Schweiz

23. Oktober, 14:00 - 20:00 Uhr

Die Altfriedländer Teiche bieten Wildgänsen aus dem Osten und hohen Norden beliebte Rast- und Schlafplätze auf ihrem Zug nach Süden. Der abendliche Gänseeinfall auf dem See ist ein einzigartiges Schauspiel.

Nationalpark Unteres Odertal

Im Unteren Odertal befindet sich einer der größten Kranichschlafplätze des Binnenlandes. Bis zu 15.000 Kraniche bevölkern wenige Wochen lang das polnische Zwischenoderland, eine urwüchsige Flussauenlandschaft zwischen Gartz (Oder) und Gryfino am nördlichen Rand des des Nationalparks Unteres Odertal. Vom 1. bis 10. Oktober findet wieder die Kranichwoche statt. Das detaillierte Programm, Treffpunkte und Anreisemöglichkeiten finden Sie im Faltblatt "16. Kranichwoche im Nationalpark Unteres Odertal"

täglich ab 1. Oktober 2021

  • 15:30 Uhr
    Kanutour "Wo schlafen die Kraniche?"
  • 16:00 Uhr
    Kranichvortrag mit der Naturwacht 
  • 17:30 Uhr
    Exkursion "Kraniche gehen schlafen" 

Ebenfalls täglich außer am 1., 4., 5. und 6. Oktober

  • 13:00 Uhr
    Exkursion "Zu Tisch bei Familie Kranich"

Besondere Verantstaltungen

  • 1. Oktober ab 15 Uhr
    Eröffnung der Kranichwoche
  • 2. Oktober
    Kranichfest in Mescherin
  • 3. und 9. Oktober um 19:30 Uhr
    Bildervortrag mit dem Naturfotografen Dieter Damschen 
  • 3. und 9. Oktober um 7:00 bzw. 6:30 Uhr
    "Kranicherwachen" - Exkursion mit einem Ornithologen

Naturpark Dahme-Heideseen

RangerTour: Mit dem Fahrrad zu den wilden Gänsen

30.Oktober, 16:00 - 19:00 Uhr

Die Wiesen und Äcker westlich von Storkow sind beliebte Rastplätze von Wildgänsen. Zur Zugzeit sammeln sich dort tausende Vögel.

Weite Strecken

Die Ranger der Naturwacht Brandenburg zählen seit vielen Jahren die Zugvogelbestände. In Brandenburg rasten jährlich mehrere Hunderttausend Wasser- und Watvögel auf ihrer Reise zwischen den nördlich und nordöstlich gelegenen Brutgebieten und den Winterquartieren im wärmeren Süden. Einige, wie beispielsweise die Singschwäne, überwintern auch hier bei uns. Andere Arten, wie die Watvögel – auch Limikolen genannt – fliegen dabei zum Teil Strecken von mehreren Tausend Kilometern am Stück!

Ruf-Erkennung

Zu Tausenden sammeln sich zum Beispiel Gänse auf den Karlsdorfer Fischteichen im Naturpark Märkische Schweiz, durch Ferngläser und Spektive können Naturinteressierte das Treiben beobachten. Es ist gar nicht so einfach, das Geschnatter der vielen Gänse akustisch zu ordnen. Ranger geben während der Tour Tipps, wie sich Arten unterscheiden lassen: Wenn man die Hände hinter die Ohren hält, kann man die Rufe deutlicher hören. Den tiefsten Ton machen die Graugänse, der höchste stammt von der Bläßgans. Die Treffsicherheit steigt mit genauem Hinhören.

Erst durch die systematische Beringung und die Erfindung von Peilsendern konnte übrigens nachgewiesen werden, welch weite Strecken viele Arten zurücklegen, um dem Winter zu entfliehen. So dachte man lange, dass die Schwalben, die sich vor dem Abflug am Ufer sammeln, im Schlamm eingegraben überwintern. Gelegentliche Totfunde im Eis schienen diese Geschichte zu belegen.

Zu einiger Berühmtheit brachte es auch der so genannter Pfeilstorch. 1822 landete ein Weißstorch samt namensgebendem Pfeil im Hals auf seinem Horst auf Schloss Bothmer bei Klütz in Nordwestmecklenburg. Der erste Beleg, dass der Weißstorch bis nach Afrika zieht! Mittlerweile sind mehr als 20 Pfeilstörche dokumentiert.

Ihr Kontakt

Johannes Müller
Öffentlichkeitsarbeit Naturwacht
Telefon: 0331 / 971 64 810
E-Mail schreiben

Kranichwoche im Nationalpark Unteres Odertal

Erleben Sie einen der größten Kranichschlafplätze des Binnenlandes während der 16. Kranichwoche im Nationalpark Unteres Odertal.

Verhalten in der Natur

Die 15 Nationalen Naturlandschaften Brandenburgs sind besonders wertvolle Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten. Damit diese Naturschätze erhalten bleiben, sind einige Regeln zu beachten. In diesen zwei Infografiken haben wir die wichtigsten Hinweise zusammengefasst.