Eiszeitliches Idyll

Östlich von Berlin im Landkreis Märkisch-Oderland liegt Brandenburgs kleinster und ältester Naturpark. 1990 gegründet liegt der etwa 200 Quadratkilometer große Naturpark zwischen den Städtchen Strausberg, Müncheberg und Neuhardenberg. Die geologische Vergangenheit prägte das Gesicht der Landschaft: Die letzte Eiszeit vor 12.000 Jahren formte eine idyllische Landschaft. Schmelzwasserströme der abtauenden Gletscher bildeten die Buckower Rinne, die quer durch den Naturpark verläuft. 

In das Auf und Ab der durch die Eiszeit geformten hügeligen Landschaft sind unzählige kleine und große Seen, Tümpel, Teiche und Moore eingebettet. Bekanntester See ist der Schermützelsee. Er ist mit 146 Hektar und über 40 Meter Tiefe der größte See im Gebiet. Daneben gibt es noch den Kleinen und Großen Tornowsee. Von den Anhöhen bietet sich ein weiter Blick auf die Landschaft.

Diese Landschaft macht ihrem Namen alle Ehre: Seen und Bäche, Wälder und Moore, tiefe Schluchten und Täler, Felder und Wiesen wechseln sich ab. Die unterschiedlichen Lebensräume bieten beste Voraussetzungen für eine artenreichen Tier- und Pflanzenwelt.

Besonderheiten im Gebiet

Das Foto zeigt einen Vogel, den Kiebitz auf einer Wiese
Kiebitz
Das Foto zeigt einen Fisch. Es ist der Bitterling im Wasser
Bitterling

Fast die gesamte Fläche des Naturparks ist Vogelschutzgebiet. 259 Vogelarten, darunter 164 Brutvogelarten leben im Gebiet. Besonders im Frühjahr und im Herbst lassen sich im Seen- und Teichgebiet um Altfriedland viele verschiedene Vogelarten beobachten. Es ist das Durchzugsgebiet tausender Saat- und Blässgänse. Fluss-Seeschwalben, Lach- und Silbermöwe, Rohrdommel, Kiebitz und Eisvogel sind ebenso wie der sehr seltene See- und Fischadler vertreten.

Ebenso findet man 51 Säugetierarten und 31 Fischarten sowie 12 Amphibienarten in und an den Gewässern. Eine Besonderheit sind die 53 verschiedenen Libellenarten und einige Schmetterlingsarten.

In den Gewässern leben seltene Fischarten, darunter Bitterling, Steinbeißer und Schlammpeitziger. Mühlen verhinderten die Fischwanderung. Durch den Bau treppenförmiger Fischtreppen konnte sich der Artenreichtum in der Stobber wieder erholen.

Unsere Arbeit

Das Foto zeigt einen Seeadler im Flug über einer Wasserfläche
Seeadler im Flug
Das Foto zeigt einen Ranger bei der Umweltbildung mit Schülern einer Schulklasse
Umweltbildung mit Schulklasse

Unterschiedlichste Landschaftstypen sind im Naturpark vertreten. Dem Besucher erschließt sich die faszinierende Tier- und Pflanzenwelt auf abwechslungsreichen Routen entlang der Moore, Fließe, Seen und Quellen, über lichte Wiesen und durch dichte Kiefernforste und Buchenwälder. Das Besucherzentrum „Schweizer Haus" informiert Sie über die Wanderrouten und Wissenswertes über die Natur des Parks.

Unserer Naturwacht kommen unterschiedliche Aufgaben zu. Alle Ranger des Naturparks sind als Fischereiaufseher qualifiziert und übernehmen das Monitoring zu Fischotter, Biber, Rotbauchunke, Kammmolch und Knoblauchunke. Außerdem bauen sie Brutplattformen  für die Flussseeschwalben und betreuen die Horste von Fisch-, Seeadler und Schwarzstorch.

Der ökologische Landbau nimmt einen hohen Stellenwert in der Region ein, so werden viele alte Zuchtsorten angebaut. Die Ranger halten guten Kontakt zu den Landwirten und geben ihr Wissen gerne weiter. Dem Schutz der Fledermaus wird besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Fledermausquartiere werden umgebaut und saniert. Kennen Sie das Fledermausmuseum Julianenhof?

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Naturparks unter www.maerkische-schweiz-naturpark.de

Das Gebiet auf der Karte

Karte aktualisiert

Ihre Ansprechpartner

Naturwacht Märkische Schweiz
Besucher- und Informationszentrum "Schweizer Haus"
Lindenstraße 33
15377 Buckow
Telefon: 033 433 / 60 63
Mobil: 0175 / 721 30 70
E-Mail schreiben