Die ÖkofilmtourDas Festival des Umwelt- und Naturfilms

Die Ökofilmtour, das Festival des Umwelt- und Naturfilms, ist eine über die Grenzen Brandenburgs hinaus einmalige Veranstaltung, die den Naturschutzgedanken für eine breite Öffentlichkeit publik macht. Nicht nur durch die gezeigten Filme, sondern vor allem auch durch die im Anschluss stattfindenden, themenbezogenen Diskussionsrunden hilft die Ökofilmtour, eine positive Einstellung zum Natur- und Umweltschutz zu entwickeln.

Seit vielen Jahren ist die Stiftung NaturSchutzFonds Partnerin und Unterstützerin der Filmtour und stiftet zudem 5.000 Euro für den "Horst-Stern-Preis" für den besten Naturfilm.

"Partner für die Ökofilmtour zu sein, passt hervorragend zu unserer Stiftungsarbeit und dem Anspruch, ein öffentliches Bewusstsein für den Naturschutz zu schaffen", bekräftigt Dr. Bernhard Schmidt-Ruhe,  Geschäftsführer der Stiftung. "Für die Jury ist es nicht leicht, einen Beitrag für unseren 'Horst Stern-Preis' auszuwählen", ergänzt Schmidt-Ruhe.

Der Horst-Stern-Preis für den besten Naturfilm

Filmplakat "Die Wiese - Ein Paradies nebenan"

Im Jahr 2020 geht unser Horst-Stern-Preis für den besten Naturfilm des 15. Festivals Ökofilmtour an Jan Haft für den Dokumentarfilm Die Wiese -  Ein Paradies nebenan.

Axel Vogel, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg, wird den Preis persönlich am 27. September in Dorfen überreichen. Das Preisgeld wird für Pflege und Erhaltung von artenreichen Blumenwiesen eingesetzt.

Begründung der Jury

Zu den Werkzeugen moderner Naturfilmer gehören neben extremen Großaufnahmen, Slow Motion, mit Drohnen gefilmte Draufsichten oder die Verwendung von EndoskopOptiken, hier scheinbar spielend beherrscht. Jan Haft zeigt ein bedrohtes Paradies: Pflanzen, Wildtiere, Vögel und Insekten in einer Magergraswiese. Wie stets in seinen Arbeiten wird jedes Lebewesen aufs Schönste gewürdigt, jedes Einzelbild sorgfältig komponiert. Doch die Kritik an der Zerstörung des Lebensraums von Feldlerchen, Kiebitzen, Ragwurz oder anderen Wiesenorchideen durch Überdüngung hat nichts Selbstgerechtes. Haft versteht durchaus die Beweggründe von Bauern, die vermeintlich entbehrliches Grasland zum Anbau von Feldfrüchten oder als ertragreiche Futterwiesen nutzen wollen.

Seine Fürsprache gilt dennoch der blüten- und artenreichen Wiese. Jedes Wesen, das nur dort gedeihen kann, ist unentbehrlich - auch für uns. Ohne proklamatorische Appelle plädiert der Film überzeugend dafür, dass unsre Landschaften vor der zunehmenden Verödung geschützt werden müssen – dringend. Blühstreifen wären ein Anfang für ein Netz aus Biotopen. Die Jury empfiehlt diesen Film dem europäischen Parlament und jedem, der mit Naturverbundenheit und Herzblut für Schönheit das Land bewirtschaftet.

Preisträger der letzten Jahre

2019 "Im Königreich der Pilze" Autoren/Regie: Annamária Tálas und Simon Nasht

2018 "Biene Majas wilde Schwestern" Autoren/Regie: Jan Haft, Gerwig Lawitzky. Ein Film über die zumeist noch unbekannten Wildbienen,

2016 "Amerikas Naturwunder – das Abenteuer" - Autor/Regie: Heiko De Groot

2017 "Passion for Planet", Autor/Regie/Kamera: Werner Schuessler

2015 "Natur unter Beschuss – ökologische Folgen des Krieges" ein ganz ungewöhnlicher Naturfilm - Autor/Regie: Maximilian Mönch

2014 "Der Bauer und sein Prinz" Dokumentarfilm über die Vision des britischen Thronfolgers Prinz Charles für eine naturverträgliche Landwirtschaft - Autor/Regie: Bertram Verhaag und Bernward Geier

Die acht Preise der Ökofilmtour

Insgesamt werden am Ende der Ökofilmtour acht Preise vergeben. Wer bekommt den Zukunftsfilmpreis der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, den Hoimar-von-Ditfurth-Preis der Deutschen Umwelthilfe oder den Preis der Stadt Potsdam? Den besten Kinder- und Jugendfilm zeichnet die Heinz Sielmann Stiftung aus. Und jedes Jahr aufs Neue stellt sich die Frage: Für wen hat sich das Publikum entschieden?

Die Preisträger des Jahres 2019 werden auf der Webseite zur Ökofilmtour veröffentlicht.

Kontakt

FÖN e.V.
Haus der Natur
Lindenstraße 34
14467 Potsdam
Telefon: 0331 / 201 55 36
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