Der große VogelzugSchnattern, rufen und trompeten

Im September und Oktober sammeln sich riesige Vogelschwärme in Brandenburgs wasserreichen Großschutzgebieten. Auf ihrem Weg Richtung Süden durchziehen sie den Himmel zu Tausenden in eleganten Formationen.

Die Ranger der Naturwacht Brandenburg bieten zum großen Vogelzug zahlreiche Exkursionen an. Einige ausgewählte Touren finden an mehreren Terminen statt. Für die Teilnahme empfiehlt sich  bequeme und der  Witterung entsprechende Kleidung. Auch Fernglas oder Spektiv sind wertvolle Begleiter. So nicht anders angegeben, sind die Führungen kostenfrei. Um eine Spende für den Naturschutz wird gebeten.

Die Exkursionen

  • Dahme-Heideseen

    Vogelzug: Rast- und Schlafplätze nordischer Gänse

    Der Vogelzug hat für uns Menschen jedes Jahr auf's Neue eine besondere Faszination! Für Gäste aus dem Norden sind wir der "Süden", und solange sie bei uns Nahrung finden, verbringen sie... mehr
  • Niederlausitzer Landrücken

    Naturwunder Kranich- und Gänsezug

    Vogelzug. Vogelbeobachtungen am Borcheltsbusch mit den Naturpark-Rangern 05.–27. Oktober an jedem Sonnabend und Sonntag. 05.–13.10. ab 17.30 Uhr, 19.-27.10. ab 17.00 Uhr. Ein... mehr
  • Niederlausitzer Landrücken

    Naturwunder Kranich- und Gänsezug

    Vogelzug. Vogelbeobachtungen am Borcheltsbusch mit den Naturpark-Rangern 05.–27. Oktober an jedem Sonnabend und Sonntag. 05.–13.10. ab 17.30 Uhr, 19.-27.10. ab 17.00 Uhr. Ein... mehr

Weite Strecken

Die Ranger der Naturwacht Brandenburg zählen seit vielen Jahren die Zugvogelbestände. Zirka 250 Vogelarten brüten in Deutschland, etwa die Hälfte davon sind Zugvögel. Experten schätzen, dass in Summe 100 Millionen Tiere jedes Jahr die lange Reise in die Winterquartiere im wärmeren Süden antritt. Einige Limikolen - diese Vogelgruppe nennt man auch Watvögel oder Regenpfeiferartige (Charadriiformes) - fliegen dabei Strecken von über 10.000 Kilometern am Stück.

Erst durch die systematische Beringung und die Erfindung von Peilsendern konnte übrigens nachgewiesen werden, welch weite Strecken viele Arten zurücklegen, um dem Winter zu entfliehen. So dachte man lange, dass die Schwalben, die sich vor dem Abflug am Ufer sammeln, im Schlamm eingegraben überwintern. Gelegentliche Totfunde im Eis schienen diese Geschichte zu belegen.

Zu einiger Berühmtheit brachte es auch der so genannter Pfeilstorch. 1822 landete ein Weißstorch samt namensgebendem Pfeil im Hals auf seinem Horst auf Schloss Bothmer bei Klütz in Nordwestmecklenburg. Der erste Beleg, dass der Weißstorch bis nach Afrika zieht! Mittlerweile sind mehr als 20 Pfeilstörche dokumentiert.

Die Naturwacht

Die Ranger der Naturwacht arbeiten in den 15 Nationalen Naturlandschaften Brandenburgs: elf Naturparke, drei Biosphärenreservate, ein Nationalpark.

Ihr Ansprechpartner

Johannes Müller
Öffentlichkeitsarbeit Naturwacht
Telefon: 0331 / 971 64 810
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