Strukturreiche Hecke bringt Leben in die Feldflur

Südlich von Menz pflanzt der NABU Landesverband im Naturpark Stechlin-Ruppiner Land mehrere Heckenabschnitte mit einer Gesamtlänge von etwa 400 Meter. Im Übergang vom Ortsrand zur Agrarlandschaft wird hier ein Rückzugsort für Tiere geschaffen.

Projektdaten

Projekt: Pflanzung einer dreireihigen Hecke bei Menz
Landkreis: Oberhavel
Projektträger: NABU Landesverband Brandenburg e.V.
Förderung NaturSchutzFonds: 24.996 €
Finanziert aus: Ersatzzahlungen
Gesamtprojektkosten: 24.996 €
Durchführungszeitraum: 2017-2020
Kontakt: https://brandenburg.nabu.de/

Hintergrund

In unserer Kulturlandschaft waren Hecken jahrhundertelang zur Abgrenzung von Eigentum oder zur Brennholzgewinnung von Bedeutung - als Lebensraum für Tiere des Offenlandes sind sie heute wichtiger denn je.

Das besondere Innenklima spendet Wärme und Trockenheit im Winter sowie feuchte Kühle im Sommer. Hecken bieten Deckung vor Feinden und Strukturen zum Nestbau oder zur Überwinterung. Die Blätter, Triebe und Früchte bilden die Grundlage für ein vielfältiges Nahrungsangebot. Sie locken Insekten und Kleinsäuger an und machen den Standort für viele Vertreter der Nahrungskette interessant.

Um diese vielfältigen Funktionen auch leisten zu können, muss die Hecke fachgerecht gestaltet sein: Die Menzer Hecke besteht aus drei Reihen gebietsheimischer Strauch- und Baumarten. Sträucher wie Hundsrose, Schwarzer Holunder oder Roter Hartriegel wechseln sich mit Wildäpfeln ab. Damit die neue Hecke nicht zur Barriere wird, werden Lücken für Wildwechsel freigehalten.

Fotos: A.Franz, C. Schneider (2)