Vier Kleingewässer im Temnitztal wiederhergestellt

In den Ortsteilen Küdow, Kerzlin, Wildberg und Lüchfeld wurden verlandete Kleingewässer renaturiert, damit anwandernde Amphibien wieder ausreichend Wasser zum Laichen vorfinden.

Projektdaten

Projekt: Feldsollrevitalisierungen Temnitztal
Landkreis: Ostprignitz-Ruppin
Projektträger: Amt Temnitz für die Gemeinde Temnitztal
Förderung NaturSchutzFonds: 21.354 Euro
Finanziert aus: Ersatzzahlungen
Gesamtprojektkosten: 213.543 Euro
Durchführungszeitraum: : 2017 bis 2018

Hintergrund

In eiszeitlichen Senken sammelt sich Wasser, das eine Sogwirkung auf wandernde Vertreter verschiedenster Artengruppen ausübt. Insekten, Vögel, Reptilien oder Amphibien rasten hier oder pflanzen sich fort. Verlanden diese Feldsölle und führen nur noch wenig oder gar kein Wasser, verlieren sie ihre Funktion als Lebensraum.

Die vier Gewässer zeigen die ganze Bandbreite natürlicher Kleingewässer im Offenland. Sie unterscheiden sich nach Größe, Form und Standort und sind somit auch für verschiedene Tierarten attraktiv. Die Feldsölle bei Wildberg und Lüchfeld sind nahezu kreisrund und liegen auf dem Acker. Der Wildberger Gewässerrandstreifen ist weitgehend baumfrei, während beim Lüchfelder das Ufer mit schattenspendenden Bäumen gesäumt ist. Das am Küdower Ortsrand gelegene Feldsoll ist mit einem dichten Schilfgürtel bewachsen.

Bei Kerzlin erhielt auf einer Fläche von fast einem Hektar das Größte dieser temporären Gewässer seine ursprüngliche Form zurück. Durch die zeitweise trocken fallenden Uferbereiche lassen sich hier auch Watvögel, wie beispielsweise Kiebitze, beobachten. Langfristig sollen Rotbauchunken und Kammmolche den Weg aus der Umgebung hierher finden.