Trafostation Redlin wird Lebensraum für geschützte ArtenProjekt des Monats März 2019

Mit Unterstützung der Stiftung wurde die ehemalige Trafostation in Redlin zum Quartier für Fledermäuse, Mauersegler und Schleiereulen umgebaut.

Projektdaten

Projekt: Trafostation Redlin
Landkreis: Elbe-Elster
Projektträger: Stadt Herzberg
Förderung NaturSchutzFonds: 10.254 €
Finanziert aus: Ersatzzahlungen
Gesamtprojektkosten: 10.254 €
Durchführungszeitraum: : 2018 - 2019

Hintergrund

Dank des Engagements des Redliner Ortsvorstehers, der Stadt Herzberg und der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Elbe-Elster wurde die Trafostation saniert und für den Artenschutz hergerichtet.

Nachdem das Dach gedeckt und das Mauerwerk ausgebessert waren, ging es an den Ausbau. Für Fledermäuse wurden schmale Einflugöffnungen und enge Spaltenquartiere aus Holz sowie Kästen im und am Gebäude angebracht. Ein Schleiereulenkasten, der räumlich von den Fledermausquartieren getrennt ist, wird zukünftig den Jungeulen als Kinderstube dienen. Drei Mauerseglerkästen vervollständigen die Ausstattung der Trafostation. Auch im Ortsteil Gräfendorf hat die Stadt Herzberg mit Unterstützung der Stiftung eine ehemalige Trafostation für den Artenschutz herrichten lassen.

Viele Fledermausarten, aber auch Mauersegler sind Kulturfolger. Sie leben seit Jahrhunderten in Siedlungen oder deren unmittelbarer Umgebung. Fledermäuse haben zum Beispiel Quartiere auf Dachböden, wo sie ihre Jungen aufziehen. In Kellern überwintern sie und finden in Grünanlagen Reviere zum nächtlichen Jagen. Durch die Gebäudesanierung oder den Abriss in Städten und Dörfern gingen viele fledermausfreundliche Bauwerke als Behausungen für die Tiere verloren.

Der Umbau ehemaliger Trafostationen ist ein wichtiger Beitrag, um Ersatzquartiere zu schaffen. Informationen zur Bedeutung von Trafostationen für den Artenschutz finden Sie auch in folgendem Projekt des Monats Alte Trafostation wird Fledermausquartier.

Fotos: C. Schneider (3), Fotolia/Michael Robbins (Schleiereule)