Amphibienschutz in GramzowFörderprojekt im Landkreis Oberhavel

Wir fördern im Gramzower Luch die Renaturierung von vier Feldsöllen und den Bau einer Sohlschwelle.

Projektdaten

Projekt: Feldsollrevitalisierungen Gramzow
Landkreis: Oberhavel
Projektträger: Wasser- und Bodenverband „Uckermark-Havel“
Förderung NaturSchutzFonds: 69.870 Euro
Finanziert aus: Ersatzzahlungen
Gesamtprojektkosten: 69.870 Euro
Durchführungszeitraum: 2021 - 2022
Nationale Naturlandschaft: Naturpark Uckermärkische Seen

Hintergrund

Die kleinen Gewässer sind verlandet und als Wasserlebensraum für Amphibien kaum noch geeignet. Beschleunigt wurde die Verlandung durch einen Entwässerungsgraben, der Wasser aus dem Gramzower Luch ableitet. Diese Entwicklung wird jetzt gestoppt. Die Kleingewässer werden von Sedimenten befreit und der Graben wird mit einer Sohlschwelle aufgestaut.

Ziel der Maßnahmen ist es, Wasser in der Landschaft zu halten und die Amphibienlaichgewässer ökologisch aufzuwerten. Viele Tiere und Pflanzen wie Laubfrosch, Teichmolch und Wasserfeder profitieren von der verbesserten Wasserhaltung. Vor allem spät im Frühjahr laichende Amphibien wie der Laubfrosch erhalten dadurch ein längeres Zeitfenster, um ihre Entwicklung von der Kaulquappe zum Jungfrosch abzuschließen. Laubfrösche laichen im Mai. Mit einer Entwicklungszeit von gut zwei Monaten sind temporäre Gewässer mit Wasserführung bis in den Juli besonders wichtig.

Linktipp

Im August 2021 hat das Bundesamt für Naturschutz, BfN, gemeinsam mit dem Rote-Liste-Zentrum, RLZ, die bundesweite Rote Liste der Amphibien und Reptilien veröffentlicht. Das ernüchternde Ergebnis: Jede zweite der 20 untersuchten Amphibienarten ist in ihrem Bestand gefährdet, bei den Reptilien sind es sogar neun von 13 Arten. Damit ist bei Amphibien und Reptilien der Anteil bestandsgefährdeter Arten höher als in jeder anderen Artengruppe in Deutschland. Hier finden Sie eine Zusammenfassung dieser Roten Liste (pdf-Datei).

Fördermittel aus Ersatzzahlungen

Die Fördermittel in Höhe von rund 70.000 Euro stammen aus Ersatzzahlungen. Ersatzzahlungen werden von Eingriffsverursachern geleistet, wenn Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft nicht durch reale Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen ausgeglichen werden können. Mit den Ersatzzahlungen wird nun ein konkretes Naturschutzprojekt im Landkreis Oberhavel ermöglicht.

Fragen, die häufig in Zusammenhang von Ersatzzahlungen und Projektförderung gestellt werden, beantworten wir hier.

Ihr Kontakt

Anett Franz | Leitung Fördermanagement
Tel.: (0331) 971 64 780

Claudius Schneider | Fördermanagement
Tel.: (0331) 971 64 865

Tanja Friesen | Fördermanagement
Tel.: (0331) 971 64 881

Katrin Feige | Fördermanagement
Tel.: (0331) 971 64 887

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