Landebahnen und ein reiches BüfettUnser Ziel: Hilfe für Arten der Agrarlandschaft

Im Landkreis Prignitz - direkt angrenzend an das Europäische Storchendorf Rühstädt - unterstützen wir gemeinsam mit einem lokalen Landwirt verschiedene Arten der Agrarlandschaft: Saatlücken – sogenannte Lerchenfenster – schaffen sichere Landebahnen und Brutmöglichkeiten für die Feldlerche. Ein Blühstreifen wird zudem Nahrung, Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Insekten, Vögel und Kleinsäuger bieten.

Auf einen Blick

Landkreis: Prignitz
Fläche: im Naturschutzgebiet "Wittenberge-Rühstädter Elbniederung", im SPA-Gebiet "Unteres Elbtal" sowie im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg
Maßnahmen: Anlage von Lerchenfenstern und Blühstreifen
Ziele: Artenschutz, Aufwertung als Vegetationsstandort
Zeitraum: seit 2019

Hintergrund

Die Agrarlandschaft ist besonders betroffen vom Rückgang unserer Artenvielfalt. Mittlerweile sind auch "Allerweltsarten" wie die Feldlerche oder zahlreiche Tagfalterarten immer seltener zu beobachten. Gemeinsam mit unseren Pächtern entwickeln wir daher individuelle Konzepte, um die landwirtschaftlichen Nutzflächen naturschutzfachlich aufzuwerten.

Auf unserer Rühstädter Fläche legt ein lokaler Landwirt Lerchenfenster an: Er lässt bei der Aussaat Lücken, um sichere Start- und Landebahnen sowie Brutmöglichkeiten für diese Vögel zu schaffen. Die Feldlerche nutzt diese offenen Bereiche aber auch zur Nahrungssuche. Auch  andere Arten profitieren von den Lerchenfenstern, zum Beispiel Rebhuhn, Goldammer und Feldhase.

Außer den Lerchenfenstern ist ein 24 Meter breiter Blühstreifen geplant. Er dient als Pufferstreifen zwischen Wald und Nutzfläche und bietet Nahrung sowie Rückzugs- und Lebensraum für Vögel, Kleinsäuger und Insekten. Touristen, Anwohnerinnen und Anwohner können sich an prächtig blühenden Säumen erfreuen. Die Saatgutmischung enthält standortangepasste Arten, von denen einige inzwischen immer seltener anzutreffen sind: zum Beispiel Wilde Möhre, Kornblume, Skabiosen-Flockenblume und der als gefährdet eingestufte Gewöhnliche Dost.

Wie sich vor allem Tagfalter–, aber auch Pflanzenarten auf dem Blühstreifen entwickeln, sollen Untersuchungen im Rahmen unserer Erfolgskontrolle zeigen. So können wir die Maßnahmen auf der Fläche langfristig optimieren und Handlungsempfehlungen für weitere Stiftungsflächen ableiten.

Fotos: N. Hirsch (Fläche in Rühstädt), H. Rößling (Skabiosen-Flockenblume), T. Hinsche (Feldlerche), T. Wahrenberg (Tagpfauenauge)

Ihre Ansprechpartnerin

Elke Wayß | Leitung Flächenmanagement
Telefon: (0331) 971 64 760
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