Ehemalige Teichanlage "Unkenteiche"

Die "Unkenteiche" liegen im Landkreis Elbe-Elster westlich der Stadt Doberlug-Kirchhain. Sie sind Bestandteil des FFH-Gebietes "Hochfläche um die Hohe Warthe", des SPA-Gebietes "Niederlausitzer Heide" und des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft. Die Stiftung NaturSchutzFonds hat diese ehemals zur Fischzucht genutzte Teichanlage bereits 2005/2006 erworben.

Gebietsbeschreibung

Das Projektgebiet "Unkenteiche" besteht aus rund fünf Hektar Teichflächen und etwa einem Hektar Grünland, Waldfläche und Brachland.

Die Teichanlage wurde seit Jahren nicht mehr gepflegt. Die Teiche waren daher stark verschlammt und die Stauanlagen nicht mehr funktionstüchtig. Die Lebensbedingungen der hier nachgewiesenen gefährdeten Amphibienarten wie Rotbauchunke und Laubfrosch haben sich dadurch verschlechtert.

Sanierung nach Naturschutzgesichtspunkten

Die Teichanlage wurde in Federführung des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft nach Naturschutzgesichtspunkten saniert. Die wichtigste Voraussetzung für die Sanierung war die eigentumsrechtliche Sicherung der Anlage durch die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg, die die Grundstücke von den verschiedenen Eigentümern angekauft hatte.

Es wird die Entwicklung von Laichgewässern mit verschiedensten Habitatbedingungen und reich strukturierten Landlebensräumen ohne Wanderhindernisse angestrebt. Dazu sind folgende Maßnahmen umgesetzt:

  • Entschlammung der Teiche, Wiederherstellung baulicher Anlagen zur Wasserstandsregulierung, Schaffung von Inseln (Umsetzung der Maßnahmen über die Flächenagentur),
  • Mahd und Beräumung der Dämme sowie Schaffung optimaler Landlebensräume für Lurche (Totholzhaufen, Hecken) durch die Naturschutz-Jugendgruppe Werenzhain.

Die finanziellen Mittel hierfür entstammen Ersatzzahlungen für die Errichtung von Windkraftanlangen.

Abgesehen von naturschutzfachlichen Aspekten können die Unkenteiche künftig auch in die umweltpädagogischen Angebote der Naturwacht einbezogen werden. Jugendliche der Umweltgruppe Werenzhain und Schüler des Sängerstadtgymnasiums Finsterwalde hatten sich dazu bereits 2005 Gedanken gemacht und Vorschläge für die Gestaltung entwickelt.