Von Waldumbau und Biotopbäumen

Das Naturschutzgebiet (NSG) und FFH-Gebiet "Rohatschgebiet zwischen Guteborn und Hohenbocka" befindet sich im Süden des Landkreises Oberspreewald-Lausitz. Der Flächenbestand der Stiftung beläuft sich hier momentan auf eine Gesamtfläche von etwa 112 Hektar.

Knapp zwei Drittel der Stiftungsflächen sind von Waldflächen geprägt. Neben Bereichen mit wertvollen Wald-Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie bestehen diese Waldflächen in weiten Teilen aus forstlichen Monokulturen oder auch aus nicht standortgerechten Baumarten. Die Naturnähe und natürliche Vielfalt in den Forsten soll durch Waldumbau verbessert werden: Das Ziel ist die Annäherung an die natürlichen Waldgesellschaften.

Ein wichtiger Punkt dabei sind die sogenannten Biotopbäume: Wir verzichten auf die Nutzung dieser Bäume, er kann natürlich altern. So entsteht über die Jahre ein vielgestaltiger und wertvoller Lebensraum für zahlreiche Säugetiere, Vögel, Insekten, Pilze, Moose, Flechten ... Ein Biotopbaum eben.

Waldumbau und natürliche Sukzession

Bei gut einem Drittel der Flächen handelt es sich um Sukzessions- und Wasserflächen auf einem ehemaligen Abbaugebiet für Glassand. Etwa die Hälfte davon ist für das Betreten gesperrt, denn nach Abschluss der - naturschutzgerechten - bergbaulichen Sanierung ein gewisses Restrisiko bestehen blieb. Diesen Bereich überlassen wir der natürlichen Sukzession.

Naturschutzmaßnahmen

Die in geringem Umfang zum Flächenbesitz gehörenden Grünlandflächen, es handelt sich um Quellwiesen, werden durch extensive Pflege offen gehalten.

Der das Gebiet durchfließende Rohatschgraben entwässert das Gebiet nachhaltig. Eine Verbesserung des Wasserhaushalts im Gebiet wird durch eine Anhebung der Sohle des Rohatschgrabens angestrebt.

Einige Naturschutzmaßnahmen wie z. B. die Pflege des Geschützten Landschaftsbestandteils "Moorbärlapp" und die Verschließung einer illegalen Ableitung aus dem Rohatschgraben wurden bereits umgesetzt