Stiftungsflächen "Teichlandschaft Buchwäldchen-Muckwar"

Das Naturschutzgebiet „Teichlandschaft Buchwäldchen Muckwar“ liegt innerhalb des Naturparks Niederlausitzer Landrücken zwischen Senftenberg und Calau und ist etwa 95 Hektar groß. Es ist gleichzeitig als FFH-Gebiet ausgewiesen und zeichnet sich durch eine enge Vernetzung unterschiedlicher Biotope aus. Die prägenden Elemente sind Röhricht– und Verlandungszonen, Sumpf- und Feuchtwiesen, Erlenbruchwälder, Eichen-Rotbuchenwälder und Kiefern-Birkenwälder.

Gebietsbeschreibung

Seit 1997 ist die "Teichlandschaft Buchwäldchen-Muckwar" Naturschutzgebiet. Als besonderen Schutzzweck benennt die Schutzgebiets-Verordnung unter anderem den Erhalt und die Entwicklung des Gebiets als Lebens- und Überwinterungsraum insbesondere für die vom Aussterben bedrohten Rote-Liste Arten wie Rotbauchunke, Laubfrosch, Kranich, Schwarzstorch und Seeadler.

Ferner ist es als Standort seltener und bedrohter Pflanzenarten wie Königsfarn, Sumpfcalla, Breitblättriges Knabenkraut zu erhalten sowie als als Wiederbesiedlungsgebiet für die angrenzende Bergbaufolgelandschaft. Hervorzuheben ist das Gebiet als Standort besonderer Waldgesellschaften.

Die Flächen im Naturschutzgebiet "Buchwäldchen-Muckwar" wurden im Jahr 2004 unentgeltlich an die Stiftung übertragen. Mit demselben Vertrag konnte die Stiftung weitere unmittelbar angrenzende Flächen kaufen. Insgesamt beläuft sich hier der Flächenbesitz der Stiftung NaturSchutzFonds auf fast 110 Hektar. Er umfasst einen Großteil der Waldflächen des Naturschutzgebiets sowie angrenzende Waldflächen. Etwa 38 Hektar der Stiftungsflächen liegen direkt im Naturschutz- sowie im FFH-Gebiet "Teichlandschaft Buchwäldchen-Muckwar". Damit befinden sich 40 Prozent des Naturschutzgebietes im Eigentum der Stiftung.

Ausgedehnte Wald- und Forstflächen kennzeichnen den Flächenbesitz der Stiftung. Dazu zählen die wertvollen Stieleichen-Hainbuchenwälder und Auwälder am "Großen Paul", dem größten der Teiche im Gebiet. Diese Waldflächen entwickeln sich bereits seit mehreren Jahren ohne forstwirtschaftliche Einwirkungen in einer natürlichen Dynamik.

Davon abgesehen besteht der Stiftungsbesitz in weiten Teilen aus Kiefernmonokulturen. Lediglich eine kleinere unbewaldete Fläche ist enthalten. Bei Übernahme der Flächen im Jahr 2004 waren die ausgedehnten Kiefernforste sehr artenarm. Dazwischen liegen zudem kleinflächige Aufforstungen nicht heimischer oder nicht standortgerechter Gehölze wie z.B. Douglasie.

Leitbild und Naturschutzziele

Entwicklungsziel der Stiftung ist ein naturnaher, standortgerechter und  strukturreicher Mischwald auf der gesamten bewaldeten Fläche. Um das zu erreichen, wurden in den vergangenen Jahren erste Waldumbaumaßnahmen realisiert. Hierzu zählt die Entnahme von Kiefern, um einer Naturverjüngung mit einheimischen, standortgerechten Laubbaumarten Licht und Raum zu geben.

Auf Flächen, auf denen diese Entwicklung nicht ohne Nachhilfe zu erwarten ist, wurde im Jahr 2009 ein Voranbau mit Traubeneichen durchgeführt und die jeweiligen Flächen eingezäunt, um die jungen Eichen vor Wildverbiss zu schützen.

Als weitere Maßnahmen wurden auf den Stiftungsflächen Kleingewässer zur Förderung der Rotbauchunke sowie eine Streuobstwiese zur Strukturanreicherung angelegt.

Wir beabsichtigen weiter, den Waldrand zu entwicklen. Damit wird ein Nahrungs-, Brut- und Rückzugsgebiet für zahlreiche Tiere und Pflanzen geschaffen und gleichzeitig mit blühenden Gehölzen das Landschaftsbild aufgewertet.