Wenn wir selbst aktiv werden

Es sind viele unterschiedliche Naturschutzprojekte, die wir umsetzen - schon ein Blühstreifen am Ackerrand erhöht die Artenvielfalt enorm. In unseren großen Projekten nutzen wir europäische Fördermittel, um besondere und gefährdete Lebensräume zu sichern, für die Brandenburg eine große Verantwortung innerhalb Deutschlands und Europas trägt: trockene Sandrasen und feuchte Auenwälder, blühende Heiden und geheimnisvolle Moore … Hier vier aktuelle Beispiele.

LIFE Sandrasen - Neustart für trockene Lebensräume

Europaweit stark gefährdete Sandtrockenrasen stehen im Mittelpunkt unseres anderen EU LIFE-Projektes, das wir gemeinsam mit dem Naturpark Dahme-Heideseen umsetzen.

Innerhalb Europas haben diese trockenen, kalkreichen Lebensräume einen Verbreitungsschwerpunkt in Brandenburg. Bis 2019 werden wir südöstlich von Berlin im Rahmen von "LIFE Sandrasen im Dahme-Seengebiet"  vor allem Standorte von kalkreichen Sandtrockenrasen erhalten oder wiederherstellen.

Rund 1,8 Millionen Euro kommen dafür aus dem LIFE-Programm der Europäischen Union nach Brandenburg. Unser fianzieller Beitrag beträgt rund 600.000 Euro aus der Ersatzzahlung. Die 20 Projektgebiete liegen in den Landkreisen Dahme-Spreewald und Oder-Spree überwiegend im Naturpark Dahme-Heideseen.

Mehr über Lebensräume, Projektziele oder Maßnahmen lesen Sie auf der Webseite des Projektes. Auch die Ansprechpartner finden Sie dort: www.sandrasen.de

LIFE Feuchtwälder - Wasser für Auen und Moore

Bis zum Jahr 2022 werden im Rahmen unseres Projekts "LIFE Feuchtwälder in zehn Natura 2000 Gebieten der Fließgewässersysteme Stepenitz, Dahme und Rhin" die dortigen Auen- und Moorwälder erhalten oder wiederherstellen. Weil diese besonderen und EU-weit geschützen Lebensräume auch hierzulande inzwischen sehr selten geworden sind, hat der Schutz dieser Lebensräume Priorität und ist damit für Brandenburg ein vorrangiges Naturschutz-Ziel.

Rund 3,8 Millionen Euro fließen dafür aus dem LIFE-Programm der Europäischen Union nach Brandenburg. Die Stiftung steuert rund 1,3 Millionen Euro aus den Ersatzzahlungen bei. Bei der Umsetzung des Projekts wird unser Projektteam vom Landesamt für Umwelt (LfU) Brandenburg sowie der NABU Stiftung und der Stiftung Euronatur unterstützt.

Mehr über Lebensräume, Projektziele oder Maßnahmen lesen Sie auf der Webseite des Projektes. Auch die Ansprechpartner finden Sie dort: www.feuchtwaelder.de

Natura 2000 in Brandenburg

Das Projekt der Stiftung umfasst die Erstellung von Managementplänen für 79 Flora-Faune-Habitat (FFH)-Gebiete in Brandenburg.

Natura 2000 bildet ein zusammenhängendes Schutzgebietsnetz, welches sich über die gesamte Europäische Union (EU) erstreckt. Geeignete Schutzmaßnahmen für die Natura 2000-Gebiete werden in Managementplänen niedergeschrieben. Deren Erstellung für 79 Gebiete in Brandenburg koordinieren wir, das Team der Stiftung NaturSchutzFonds, in den kommenden fünf Jahren. Solche Managementpläne enthalten Listen der in den Gebieten vorkommenden Lebensräume und Tier- und Pflanzenarten. Daneben beschreiben sie geeignete Ziele und Maßnahmen, die für deren Bewahrung geeignet sind.

Mehr über Lebensräume, Projektziele oder Maßnahmen lesen Sie auf der Webseite des Projektes. Auch die Ansprechpartner finden Sie dort: www.natura2000-brandenburg.de

Natura 2000 - Umweltsensibilisierung

Umweltsensibilisierung ist das Ziel des Projektes "Unser Naturerbe schützen - Zusammen für Natura 2000 in Brandenburg" und deshalb heißt es in der Kurzform auch so.

Das Ziel des Projekts Umweltsensibilisierung ist es, die Umsetzung konkreter Naturschutzmaßnahmen vorzubereiten. Mit von der Partie sind die Menschen vor Ort: die Eigentümer einer Fläche oder die Nutzer zum Beispiel. Acker, Grünland oder Wald, Seen und Fischteiche können so genutzt und bewirtschaftet werden, dass beide etwas davon haben: Landnutzer oder Eigentümer und die Natur. Für einzelne Gebiete sollen möglichst genau Konzepte einer solchen abgestimmten Nutzung erarbeitet und gemeinsam in die Tat umgesetzt werden. Vor allem in der Anfangsphase begleitet das Team der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg dabei intensiv, berät und unterstützt wo notwendig.

Unterstützung bietet das Team auch, wenn es um eventuelle Fördermöglichkeiten geht: Information über Fördertöpfe und Unterstützung bei einer Beantragung sind möglich. Eine Perspektive können Kooperationen mit lokal oder regional ansässigen Projektträgern oder Interessensverbänden bieten – auch hier sollen Erfahrung und Kontakte der Stiftung helfen.

Zusammenarbeit in 112 FFH-Gebieten

Die vorgesehenen Naturschutzmaßnahmen basieren auf den Ergebnissen der aktuellen Natura 2000-Managementpläne. In ausgewählten Gebieten wurden Bearbeitungsprioritäten gesetzt. Insgesamt zielt das Projekt auf 112 Flora-Fauna-Habitat- (FFH)-Gebiete, in denen die Zusammenarbeit ermöglicht werden soll: 77 dieser FFH-Gebiete liegen innerhalb von sieben Großschutzgebieten - im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, in den Naturparken Stechlin-Ruppiner Land, Nuthe-Nieplitz, Westhavelland, Niederlausitzer Heidelandschaft, Hohen Fläming und Barnim.

35 FFH-Gebiete liegen außerhalb der Großschutzgebiete. In dieser Karte sind die Gebiete dargestellt und werden die zuständigen Natura 2000-Manager genannt.

In das Projekt ist auch die Naturwacht Brandenburg einbezogen: Die Ranger kennen sich in den  Großschutzgebieten besonders gut aus. Die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner stehen in dieser Liste.

Hier finden Sie auch eine Liste aller Projektgebiete

Einen kurzen Überblick über ausgewählte Projekte, die wir in der Vergangenheit realisiert haben, finden Sie unter Rückblick .

In vielen Fällen werden Eigenprojekte unserer Stiftung mit regionalen Flächenpools der Flächenagentur Brandenburg GmbH, einer 100%igen Tochtergesellschaft der Stiftung, oder mit Förderprojekten in Trägerschaft Dritter räumlich und fachlich kombiniert.

Alle Projektbestandteile sind unabhängig von einander umsetzbar und fachlich sinnvoll. Durch ihre räumliche Verzahnung ergeben sie jedoch einen wesentlich höheren ökologischen Effekt.