Naturschutzfonds Brandenburg
 

Naturschutz in Brandenburg
Newsletter der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg | Ausgabe Juni 2025

Woran wir arbeiten | Was wir fördern | Natur erleben | Zu guter Letzt

Liebe Leserinnen und Leser,

Brandenburgs Ministerin für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Hanka Mittelstädt hat einen neuen Stiftungsrat berufen. Auf seiner konstituierenden Sitzung in Templin hat das Gremium die ersten Beschlüsse gefasst und mehr als drei Millionen Euro für Naturschutzmaßnahmen im Land Brandenburg freigegeben. Näheres zu diesen Projekten lesen Sie in diesem Newsletter ebenso wie Aktuelles aus unserer Arbeit. Wenn Sie die fachkundigen Ranger*innen in die Natur Brandenburgs begleiten oder eigenständig die Glindower Alpen erkunden möchten, empfehlen wir einen Blick in die Rubrik "Natur erleben". Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre und freuen uns über Ihre Anregungen und Vorschläge. 

Ihr Team der Stiftung

Woran wir arbeiten

Im Einsatz für Mensch und Natur
Naturwacht stellt Jahresbericht 2024 vor

Neben einer guten Gebietskenntnis bildet das Monitoring das Fundament der Naturwacht-Arbeit. Foto: Johannes Müller

Der Jahresbericht der Naturwacht Brandenburg gibt einen umfassenden Einblick in die vielseitige Arbeit in den Nationalen Naturlandschaften. Dazu gehören umfangreiche Monitoring-Programme, Aufgaben im Natur- und Landschaftsschutz, eine vielfältige Umweltbildungs- und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern. Zugleich ist er eine wertvolle Dokumentation und macht die Arbeit der Naturwacht für Interessierte und Partner transparent. Die Schwerpunkte, Herausforderungen und Höhepunkte des vergangenen Jahres sind hier zusammengestellt.

Starthilfe für Bachmuschel-Nachwuchs
Ein Rendez-vous im Tank

Trächtig oder nicht? Ein kurzer Blick in die Muschel gibt Aufschluss. Foto: S. Deeg

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Binnenfischerei aus Potsdam-Sacrow haben wir Tausende Fische mit Bachmuschellarven, sogenannten Glochidien, beimpft und in die Dosse (Landkreis Ostprignitz-Ruppin) zurückgesetzt. Ziel ist es, den Muscheln bei ihrer Vermehrung zu helfen. Damit konnten wir diese wichtige Methode zur Vermehrung der deutschlandweit vom Aussterben bedrohten Bachmuschel erstmals erfolgreich in Brandenburg umsetzen! Erfahren Sie hier mehr über die Maßnahmen im Projekt "LIFE Bachmuschel".

Weitere Beispiele aus der Praxis

Auf unseren Stiftungsflächen im EU-Vogelschutzgebiet „Lausitzer Bergbaufolgelandschaft“ haben wir eine erfreuliche Entdeckung gemacht: In den kürzlich angelegten Steinschüttungen brüten bereits sechs Paare des in Deutschland vom Aussterben bedrohten Steinschmätzers! Mit unserem Projekt „Weidelandschaft Meuro“ setzen wir uns gezielt dafür ein, den Zustand wertvoller Offenlandlebensräume und damit die Situation für europaweit geschützte und deutschlandweit bedrohte Vogelarten zu verbessern.

Was wir fördern

Konstituierende Sitzung des Stiftungsrates
Umfangreiche Gelder für den Naturschutz bereitgestellt

Auf seiner Frühjahrssitzung hat unser neu zusammengesetzter Stiftungsrat umfangreiche Natur- und Artenschutzprojekte beschlossen. So kann der Gewässerverband Spree-Neiße mit Fördermitteln der Stiftung in Höhe von 285.000 € den stark verlandeten Schafteich Reuthen in der Gemeinde Felixsee (Amt Döbern-Land) renaturieren. Die Arbeiten im Landkreis Spree-Neiße dienen dem Wasserrückhalt in der Landschaft, schaffen wertvolle Lebensräume für bedrohte Amphibien und verbessern zudem die Durchgängigkeit der Tranitz. Mit Fördergeldern in Höhe von insgesamt 1,9 Millionen Euro können in den Landkreisen Prignitz und Ostprignitz-Ruppin verschiedene Projektträger wie zum Beispiel die Auenhof Pabstthum GbR Hecken pflanzen. Auf insgesamt rund 13 Kilometern Länge werden in den beiden nördlichen Landkreisen Gehölze in den Boden kommen.

Natur erleben

Tiefe Täler und seltene Trockenrasen
Naturerlebnispfad in den Glindower Alpen eröffnet

Der wiederbelebte Naturlehrpfad leistet einen wichtigen Beitrag zur Umweltbildung und zum Naturschutz. Foto: Sarah Bude

Die abwechslungsreiche Landschaft der Glindower Alpen beheimatet viele seltene Tier- und Pflanzenarten. Seit 2019 ist die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg mit ihrem Projekt LIFE Trockenrasen in den Glindower Alpen aktiv, um die letzten noch vorhandenen Trockenrasen im Gebiet zu schützen und zu erhalten. Gemeinsam mit dem Heimatverein Glindow und in enger Abstimmung mit der Stadt Werder (Havel) hat die Stiftung hier zehn neue Infotafeln aufgestellt und damit einen alten Naturlehrpfad wiederbelebt.[Link noch mal überdenken, weil es ja die VA-Ankündigung ist]

Alles im Fluss
Sommerliche RangerTouren

Im Fließlabyrinth des Spreewaldes, Foto: Carolin von Prondzinsky

Die Rangerinnen und Ranger der Naturwacht laden in den Sommermonaten zu zahlreichen Führungen in die Nationalen Naturlandschaften. Zu den Highlights zählen dabei die RangerTouren entlang und auf den großen Flüssen des Landes: eine abendliche Wanderung in der Oderaue, Kanutouren durch das Fließlabyrinth des Spreewaldes oder spannende Entdeckungen mit dem Solarboot auf der Elbe. Hier geht es zu den Veranstaltungen.

Zu guter Letzt