Naturschutzfonds Brandenburg
 

Naturschutz in Brandenburg

Newsletter der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg | Ausgabe 01/2019 | naturschutzfonds.de

Liebe Leserinnen und Leser,

in dieser Ausgabe zeigen wir Ihnen erfolgreiche Beispiele unserer Projektförderung in den Landkreisen Oberspreewald-Lausitz, Elbe-Elster oder Uckermark und informieren Sie über die Entwicklung unserer Stiftungsflächen. Wir berichten über laufende und neue Stiftungsprojekte, über die Arbeit der Naturwacht Brandenburg und über Möglichkeiten, den Naturschutz vor Ort zu unterstützen. Den inhaltlichen Schwerpunkt setzen wir dabei auf das Thema Ersatzzahlung: Eine Infografik macht komplexe Abläufe und Zusammenhänge verständlicher.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre und freuen uns wie immer auf Ihre Rückmeldung. Schicken Sie uns Ihre Anmerkungen oder Fragen gern an newsletter@naturschutzfonds.de. Wenn sie für einen größeren Kreis interessant sind, können wir Ihre Fragen in der nächsten Ausgabe beantworten. So bleiben wir auch auf diesem Weg miteinander im Gespräch.

Dr. Bernhard Schmidt-Ruhe
-Geschäftsführer-

PS: Unseren Newsletter können Sie gern teilen und weiterleiten! Wenn Sie den Newsletter auf diesem Weg erhalten haben, können Sie ihn hier auch selbst abonnieren.

Rubriken

Schwerpunkt | Projektförderung | Stiftungsflächen | Stiftungsprojekte | Naturwacht | Naturschutz in Zahlen | Zu guter Letzt

Schwerpunkt

Ersatzzahlung - wirkungsvoll für Mensch und Natur

Die Ersatzzahlung ist eine Möglichkeit, unvermeidbare Eingriffe in Natur und Landschaft zu kompensieren. Bereits seit 1995 betreuen wir diese Ersatzzahlung im Land Brandenburg und tragen dafür Sorge, dass die Gelder nach Möglichkeit wieder in jene Landkreise zurückfließen, in denen der Eingriff verursacht wurde. Meist gelingt es dabei sogar, diese Mittel zu vervielfachen. Denn unsere Gelder können den notwendigen Eigenanteil der Antragsteller gewährleisten, so dass umfangreiche Fördermittel der Europäischen Union, des Bundes oder des Landes Brandenburg erschlossen werden können.

Die Infografik können Sie über diesen Link auffrufen: https://www.naturschutzfonds.de/data/nsf/Fotos/news/190318_Entwurf_3.jpgUnsere Infografik erläutert Weg und Wirkung der Ersatzzahlungen.

Wenn wir Projekte unterstützen oder selber umsetzen, haben wir neben naturnahen Lebensräumen auch die sozialen und wirtschaftlichen Interessen der Menschen im Blick: Landwirtschaftliche Flächen werden vor Winderosion geschützt, Orts- und Landschaftsbilder verbessert, Arbeitsplätze und Zukunftsperspektiven erhalten.

Wir blicken auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Kommunen, Landkreisen, Betrieben, Verbänden, Vereinen und weiteren Partnern zurück. Ihre naturschutzbezogene Erfahrung vor Ort wird durch unsere fachliche Kompetenz im Förder- und Projektmanagement perfekt ergänzt. Wir beraten beispielsweise gern bei Fragen hinsichtlich:

  • unseres Förderspektrums und der Förderfähigkeit verschiedener Naturschutzmaßnahmen bei der Stiftung sowie
  • der Antragstellung bei der Stiftung.

Durch diese Zusammenarbeit waren und sind die Finanzierung und die Umsetzung strategisch wichtiger Naturschutzprojekte möglich, die über die Kompensationserfordernisse von Einzelvorhaben hinausgehen. 2019 können Fördermittelanträge bis zu einer Fördersumme von 75.000 Euro jederzeit und ohne Fristen eingereicht werden. Auf Wunsch unterstützen wir auch bei der Öffentlichkeitsarbeit.

Konkrete Informationen, wie Sie die Förderung Ihres Naturschutzprojektes bei uns beantragen können, finden Sie unter Förderhinweise und häufige Fragen rund um Ersatzzahlung und Projektförderung beantworten wir auf dieser Seite.

Projektförderung

Förderbeispiele und ein geändertes Antragsformular

Wir fördern Projekte im Land Brandenburg. Egal ob Landkreis oder Kommune, Privatperson, Verband, oder Verein - jede juristische Person kann einen Projektantrag stellen. Im Landkreis Oberspreewald-Lausitz konnten wir die Errichtung von Fledermaus- und Reptilienquartieren in der Bergbaufolgelandschaft unterstützen, im Landkreis Elbe-Elster die Sanierung einer Trafostation und ihre Herrichtung für den Artenschutz oder im Landkreis Uckermark die Erforschung überwinternder Waldsaatgänse. Und das sind nur einige Beispiele.

Wir haben unsere Formulare an die EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) angepasst. Bitte beachten Sie, dass wir Ihre Anträge nur dann bearbeiten können, wenn Sie das aktuelle Formular zur Beantragung von Fördermitteln (pdf-Datei) verwenden.

Stiftungsflächen

Artenreicher Blickfang in der Prignitz

Bei Lütkendorf fördern wir die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft. Die Projektfläche liegt im Landschafts- und Europäischen Vogelschutzgebiet Agrarlandschaft Prignitz-Stepenitz. Mit der Pflanzung einer 650 Meter langen und fünfreihigen Hecke wird das Einzugsgebiet der Stepenitz naturnäher und strukturreicher gestaltet.  

Stiftungsprojekte

Wir arbeiten an ...

…neuen Projekten: Das Umweltsensibilisierungsprojekt läuft – offizieller Name: "Unser Naturerbe schützen – zusammen für NATURA2000 in Brandenburg". Der Name des Projektes lässt es anklingen: Es geht nun darum, die erkannten Potenziale für den Schutz bedrohter Arten und Lebensräume vor Ort zu nutzen und zum Beispiel Landbesitzer oder Landnutzer für die Umsetzung konkreter Maßnahmen an Bord zu holen. Mit Gesprächen, aber auch durch Hilfestellungen bei der Fördermittelbeantragung. Hier lesen Sie mehr zum Projekt Umweltsensibilisierung

Im Rahmen unserer FFH-Managementplanung entstand die Idee, regionale Akteure aus Tourismus und Naturschutz zusammenzubringen, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Erste Treffen haben gezeigt: Wir ziehen an einem Strang. In den kommenden Monaten wollen wir zum Beispiel daran arbeiten, das Informations- und Kartenmaterial der Bootsverleiher zu optimieren. Weitere Informationen und unsere Ansprechpartnerin finden Sie hier.

Naturwacht

Monitoring in den Nationalen Naturlandschaften

Wiederkehrende naturkundliche Bestandserfassungen liefern Rangern ständig Informationen über den Zustand der Natur: Wie entwickeln sich die Bestände ausgewählter Tier- und Pflanzenarten? Wie entwickeln sich schützenswerte Lebensräume?

Ein alarmierendes Ergebnis ergab die Kontrolle des Bruterfolgs für rund 100 Kiebitzpaare im Biosphärenreservat Spreewald. Insgesamt wurden nur vier Jungvögel flügge! Das bedeutet, dass sich der Bestand nicht mehr aus sich selbst heraus reproduzieren kann, sondern von Zuzug aus anderen Gebieten lebt. Näheres dazu und zu den Folgen der extremen Trockenheit vergangenes Jahr liefert der Jahresbericht der Naturwacht 2018 (pdf-Datei).

Naturschutz in Zahlen

Aus der Projektförderung

Seit Mitte der 90er Jahre unterstützt die Stiftung NaturSchutzFonds Naturschutzvorhaben und betreut die Ersatzzahlungen Brandenburgs. Gemeinsam mit vielen Partnern hat die Stiftung in diesen Jahren mehr als 800 Naturschutzprojekte realisiert oder in eigener Trägerschaft verwirklicht. Zwischen Prignitz und Lausitz wurden so über 126 Millionen Euro in Naturschutzmaßnahmen umgesetzt - mit Stiftungsmitteln in Höhe von rund 58 Millionen Euro als finanzieller Basis. Damit wird nicht nur die biologische Vielfalt Brandenburgs bewahrt, sondern auch Natur als Erholungsraum entwickelt und die regionale Wirtschaft gestärkt.

Genaueres zu diesen Zahlen erfahren Sie im nächsten Newsletter und auch in unserem Jahresbericht, der bald erscheinen wird.

Zu guter Letzt

Ein Buchtipp aus der Redaktion

Das faszinierende Pfannkucheneis auf der Oder, die ersten Leberblümchen am Waldboden begleitet von den ersten Rufen der Frühlingsboten, die Konzerte von Laubfrosch oder Rotbauchunke: Die Schönheit der uckermärkischen Natur im Wandel der Jahreszeiten ist in "Mein Uckermarkjahr", dem neuen Buch unseres ehemaligen Kollegen Roland Schulz, lebendig beschrieben.

Der Forstwirt, Natur- und Umweltjournalist, zertifizierte Naturführer und preisgekrönte Autor nimmt uns mit an geheime Plätze seiner Uckermark: In wilde Wälder, weite Stromauen und an verborgene Seen. Neben diesen Erlebniswelten widmet sich der Autor aber auch der zunehmenden Gefährdung unserer Natur und ihren Heilkräften für den Menschen.

Verlagsbuchhandlung Ehm Welk, 19,90 Euro, ISBN: 978-3-946815-18-1