Nachwuchspreis 2022: AG "Die Naturdetektive"Die Arbeitsgemeinschaft des Horts der Möglichkeiten im Schulzentrum „Dr. Albert Schweitzer“

Seit 2017 setzt die Arbeitsgemeinschaft des Horts der Möglichkeiten im Schulzentrum „Dr. Albert Schweitzer“ kreative Projekte zum Schutz der Tiere und Pflanzen in ihrer Umgebung um.

Vielfältige Projekte und große Eigeninitiative

Seit 2017 bietet der Hort der Möglichkeiten des Schulzentrums Vetschau für interessierte Hortkinder der Klassenstufen 1 bis 4 die Arbeitsgemeinschaft „Die Naturdetektive“ an. Wöchentlich widmen sich die Kinder mit Bastel- oder Bauprojekten, Experimenten, Spielen und Rätseln verschiedenen Jahresthemen und erarbeiten dabei selbständig das notwendige Wissen. „Wir achten besonders darauf, dass die Theorie auch gleich praktisch umgesetzt wird und die Kinder eigene Ideen verwirklichen können“, so AG-Leiter Peter Hofstaedt, „denn wer selbst mitmacht, entwickelt eine intensive Wertschätzung für Natur und Umwelt und lernt, die komplexen Zusammenhänge zu verstehen.“

Im vergangenen Schuljahr widmete sich die AG dem Thema „Wohnungsbau mal anders“. Die Kinder beschäftigten sich mit heimischen Tieren, ihren Lebensräumen und –bedingungen und wurden dann zu Handwerker*innen: Sie planten und bauten das Insektenhotel „Karlchen“, stellten Igelburgen und Futterstationen für Vögel her und zimmerten mit Unterstützung des NABU-Regionalverbandes Calau Nistkästen, die sie auf dem städtischen Friedhof aufhängten. Darüber hinaus pflegten und reinigten die Kinder die vorhandenen Nistkästen. Auch Fledermäuse wurden beim Bau neuer Behausungen bedacht: Die Naturdetektive gingen rund um das Schloss Vetschau auf spannende Fledermaussuche und erforschten deren Lebensweise, um anschließend Quartiere für die Nachtschwärmer zu planen und geeignete Stellen auszukundschaften.

Blumeninseln für die Zukunft

„Aber auch die Pflanzenwelt lassen wir nicht außer Acht“, erklärt AG-Leiterin Tina Schmidt, „Auf diese Weise verstehen die Kinder, dass Fauna und Flora zusammen gehören.“ Um eine bessere Nahrungsgrundlage für Insekten zu schaffen, starteten die Kinder zum Beispiel die Aktion „Blumeninseln für die Zukunft“. Sie stellten „Samenbomben“ her und verteilten diese auf dem Schulgelände. Damit schufen sie spielerisch neue Lebensräume. Darüber hinaus wurde die Idee in der Region verbreitet: An öffentliche Einrichtungen wie Kindergärten oder das Jugendamt schickte die AG ein Rezept für Samenkugeln und den Aufruf, Brachflächen oder Grundstücke zu verschönern. Danach wuchsen in der Region tatsächlich zahlreiche Wildblumeninseln.

Ihre Erlebnisse, Beobachtungen und Fragen teilen die Kinder regelmäßig mit ihren Erziehern. „Davon profitieren beide Seiten enorm, denn dieser wertvolle Perspektivwechsel macht sichtbar, welche Aspekte für die jungen Menschen und welche für die Erwachsenen wichtig sind“, findet die Hortleiterin Anke Gräfe. Die Kinder tragen ihre Begeisterung aber auch nach außen und inspirieren so nicht nur die folgenden Generationen von Naturdetektiven, sondern auch ihre Familien, Freunde und Bekannte zu einem nachhaltigen Handeln.

Aus der Jury-Begründung

"Die Arbeitsgemeinschaft „Die Naturdetektive“ des Schulzentrums Vetschau begeistert die Kinder für Natur und Umwelt.

Diese Arbeit im Rahmen des „Hortes der Möglichkeiten“ hat Vorbildcharakter: Die hervorragende Kombination von theoretischer Wissensvermittlung und praktischer Umsetzung sowie aktiver Naturerfahrung vermittelt den Kindern die unterschiedlichen Bedürfnisse von Tieren und Pflanzen. Sie entwickeln dabei eine Wertschätzung für die unterschiedlichen Lebewesen und ein Verständnis für ökologische Zusammenhänge.

In den kreativen und zum Teil selbst initiierten Projekten lernen sie zudem, die Folgen ihres eigenen Handelns zu verstehen. So werden sie langfristig befähigt, verantwortungsvolle und nachhaltige Entscheidungen zu treffen."

Ihr Kontakt

Carolin Trübe
Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0331 / 971 64 853
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