Aktionsprogramm „Wasserhaushalt PLUS“483.000 Euro für neue Stauanlagen und Dämme in Spree-Neiße

Cottbus (09.09. 2026) – Mit dem Aktionsprogramm „Wasserhaushalt PLUS“ stellt die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg seit Jahresbeginn insgesamt fünf Millionen Euro für Gewässerprojekte bereit. Davon profitieren insbesondere die Brandenburger Kommunen und Gewässerunterhaltungsverbände. Bislang sind 16 Projektanträge mit einem Gesamtvolumen von mehr als drei Millionen Euro eingegangen, 13 davon wurden bereits bewilligt.

Ein Beispiel dafür ist ein Vorhaben des Gewässerverbands Spree-Neiße: An mehreren Teichen in der Gemeinde Neuhausen/Spree sowie im Amt Döbern-Land (Landkreis Spree-Neiße) werden Stauanlagen, Rohrleitungen und Dämme erneuert. Den symbolischen Fördermittelscheck in Höhe von 483.275 Euro überreichte Dr. Holger Rößling, Geschäftsführer der Stiftung Natur-SchutzFonds Brandenburg, heute an Manuel Kunze, Wasserbauingenieur vom Gewässerverband „Spree-Neiße“. Die Übergabe fand im Rahmen der Regionalkonferenz Süd zur Umsetzung des Landesniedrigwasserkonzepts in Cottbus statt.

Umweltministerin Hanka Mittelstädt erklärt zum Aktionsprogramm „Wasserhaushalt PLUS“: „Wir investieren in zusätzliche Maßnahmen, damit auch in Zukunft ausreichend Wasser in Brandenburg verfügbar bleibt. Wasser länger in unseren Landschaften zu halten, ist eines der wichtigsten Ziele, um Brandenburg an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Deshalb haben wir Anfang des Jahres gemeinsam mit der Stiftung NaturSchutzFonds das Aktionsprogramm ‚Wasserhaushalt PLUS‘ gestartet. Die große Nachfrage zeigt: Es gibt einen hohen Bedarf an Maßnahmen, die unseren Wasserhaushalt stärken.“

Marode Bauwerke ersetzen

Die von der Peitzer Edelfisch GmbH an einen Teichwirt verpachteten Gewässer liegen in der Sergen-Kathlower Teich- und Wiesenlandschaft zwischen Cottbus und Forst. Der Teichkomplex mit seinen Feuchtwiesen besitzt einen hohen naturschutzfachlichen Wert. Das Gebiet steht als Naturschutzgebiet und als europäisches Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Gebiet unter Schutz.

Die Arbeiten des Gewässerverbandes konzentrieren sich auf den Johannesteich, mit rund 19 Hek-tar Fläche eines der größten Stillgewässer im Schutzgebiet, auf den Bügelteich sowie auf den südlichen Bereich des Schlossteichs. Die Gewässer prägen die historische Teichlandschaft, die bis ins Jahr 1845 zurückgeht.

Altersbedingt sind viele der Staubauwerke in einem schlechten Zustand. Ausgeplatzter Beton, Risse, korrodierte und verrostete Stahlteile sowie undichte Rohrleitungen erschweren die Wasserhaltung erheblich. Teilweise lassen sich die Wasserstände nur noch provisorisch regulieren. 

483.275 Euro stellt die Stiftung für die Wasserbaumaßnahmen des Verbandes zur Verfügung. „Wasserrückhalt braucht funktionierende und regelbare Wasserbauwerke. Nur dann können Teiche ihre wichtige Rolle erfüllen und Niederschläge in der Landschaft speichern“, betont Silvio Alich, Geschäftsführer des Gewässerverbandes „Spree-Neiße“

Die Gewässer sichern in der Region zudem die traditionelle Teichwirtschaft. Ohne funktionsfähige Stauanlagen wäre diese Bewirtschaftung kaum möglich. Langfristig würden die Teiche verlanden und damit auch wertvolle Lebensräume für Amphibien, Libellen oder Wasservögel in dem Naturschutzgebiet verloren gehen. 

Für den NaturSchutzFonds ist der Gewässerverband „Spree-Neiße“ einer der wichtigsten Partner im Süden des Landes. Allein im vergangenen Jahr 2025 hat der Verband mit Mitteln aus der Stiftungsförderung sechs neue Projekte vornehmlich zur Verbesserung des Landschaftswasserhaushalts im Landkreis Spree-Neiße begonnen. 

„Wasserhaushalt PLUS“ 

Defekte Stauanlagen für den Wasserrückhalt instand setzen, Uferbefestigungen entfernen und so begradigten Bächen wieder mehr Raum geben, Totholz und andere Strukturelemente für mehr Dynamik im Gewässer einbauen, Verrohrungen entfernen, gewässerbegleitende Pflanzungen: Die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg stellt seit Jahresbeginn fünf Millionen Euro für Projekte bereit, um den Landschaftswasserhaushalt zu stabilisieren und die Durchgängigkeit und Naturnähe von Fließgewässern wiederherzustellen.
Insbesondere Gewässerunterhaltungsverbände können die Fördergelder aus dem Aktionsprogramm „Wasserhaushalt PLUS“ direkt für Projekte zur Gewässerentwicklung und für den Wasserrückhalt verwenden. Zudem finanziert das Programm die nötigen Eigenanteile, um auf Landes- oder Bundesförderungen zugreifen zu können. Davon profitieren neben den Gewässerunterhaltungsverbänden vor allem die Brandenburger Kommunen.
 


Ihr Kontakt

Marc ThieleLeiter Öffentlichkeitsarbeit

Telefon: 0331 / 971 64 820
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Manuel KunzeGewässerverband „Spree-Neiße“

Telefon: 0355 / 289 137 105
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