Für Natur und Mensch30 Jahre praktischer Naturschutz in Brandenburg

Die biologische Vielfalt als Lebensgrundlage zukünftiger Generationen zu bewahren, steht im Zentrum unserer Arbeit: Als Landesstiftung ist der praktische Naturschutz unser gesetzlicher Auftrag. Wir fördern und realisieren Projekte in ganz Brandenburg und sichern Flächen für den Biotop- und Artenschutz – seit nunmehr 30 Jahren. Begleiten Sie uns auf eine kleine Zeitreise, lernen Sie Menschen kennen, die eng mit uns zusammenarbeiten oder uns seit langem begleiten: in kurzen Videos oder in Text und Bild

1995 bis 2004


1995 - Der Stiftungsrat tagt

Im Juni kommt unser Stiftungsrat zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen und stellt die Weichen für die Entwicklung unserer Stiftung, den NaturSchutzFonds Brandenburg. Erster Stiftungsratsvorsitzender ist Rainer Speer, damaliger Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung des Landes Brandenburg.

1996 - Satzung, Förderrichtlinie und erster Geschäftsführer

Am 1. April beruft der Stiftungsrat Dr. Bernhard Schmidt-Ruhe zum ersten Geschäftsführer der Stiftung. Er baut in den folgenden zwei Jahren als Erstes die Geschäftsstelle auf. Das kleine Team erarbeitet die Förderrichtlinien und erstellt die Antragsformulare. 1996 wird auch das Stiftungskapital auf zwei Millionen DM erhöht. Projekte nachhaltig zu planen und zu entwickeln, wird deutlich erleichtert. Die aktuellen Richtlinien finden Sie übrigens hier.

1997 - Erste Fördermittel werden ausgereicht

In diesem Jahr tritt unsere erste Satzung in Kraft. Ein besonderer Moment: Die ersten beiden Zuwendungsbescheide für Förderprojekte der Stiftung erhält der NABU Kreisverband Oranienburg. Aktuelle Beispiele aus der Projektförderung stellen wir übrigens hier regelmäßig vor.

1997 – Naturschutz unter einem Dach

Wir übernehmen die Trägerschaft für die Naturwacht Brandenburg. Ins Leben gerufen wurde die Naturwacht bereits 1991, Jan Brockmann war ihr erster Leiter. Ende 1997 arbeitet die Naturwacht bereits in allen 15 bestehenden und geplanten Großschutzgebieten, 125 Rangerinnen und Rangern sind es zu dieser Zeit Teil des Naturwacht-Teams. Welche Aufgaben die Naturwacht mittlerweile übernimmt, lesen Sie hier.

1998 – And the winner is…

Wir verleihen erstmalig den Brandenburger Naturschutzpreis: Reinhard Krause von der Arbeitsgruppe Naturschutzhof der Grundschule am Priesterweg in Potsdam und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Regionalverband Prignitz, werden ausgezeichnet. Lernen Sie hier alle Preisträgerinnen und -träger kennen.

2001 – Wir sichern Natur

Es gibt einen neuen Arbeitsbereich: unsere Stiftungsflächen. Wir erwerben und verwalten nun in Eigenregie Naturschutzflächen. Damit können wir naturschutzfachlich wertvolle Flächen für die kommenden Generationen sichern. Unsere erste Stiftungsfläche kam seinerzeit aus dem Besitz der Treuhand: Brieskow-Finkenheerd, Flur 8, Flurstück 137. Mittlerweile sichern wir aktuell rund 8.300 Hektar Flächen für die kommenden Generationen (Stand März 2025). 

2001 – Wir vernetzen uns

Wir vernetzen uns weiter und sind nun Mitglied im Bundesverband deutscher Stiftungen e.V., engagieren uns hier in den kommenden Jahren vor allem im Arbeitskreis Umwelt. Außerdem treffen wir uns regelmäßig einmal im Jahr mit unseren Schwesterstiftungen, den Landesnaturschutzstiftungen aus ganz Deutschland. 

2001 – Wir haben Glück

Unsere Stiftung wird Destinär der Lottterie Glücksspirale: Diese Mittel stehen uns damit regional und fachlich uneingeschränkt für Projektförderung und die Durchführung unserer satzungsgemäßen Aufgaben zur Verfügung.

2002 – Flächenkauf in der Bergbaufolgelandschaft

Ende des Jahres erwirbt die Stiftung rund 502 Hektar Flächen in den Bereichen der Ilseweiher und Westmarkscheide / Meurosee. Das ist der Auftakt für weitere Flächenkäufe in der Bergbaufolgelandschaft. Wie sich diese Flächen im Laufe der Zeit entwickelt haben, beschreiben wir hier. Lassen Sie sich überraschen, was möglich ist!

2002 – Flächenagentur geht an den Start

Im April wird die Flächenagentur Brandenburg als GmbH gegründet, Gesellschafterin der Flächenagentur ist unsere Stiftung. Wichtigste Aufgabe der Agentur: Die Entwicklung regionaler Flächenpools und die Vermittlung von Flächen und Maßnahmen an Vorhabensträger im Rahmen der Eingriffsregelung. Wie das funktioniert, erklärt die Flächenagentur auf ihrer Website – und blickt anlässlich des Jubiläums auch auf ihre Anfänge zurück

2003 – Freiwillige vor!

Die Naturwacht ruft gemeinsam mit dem Verband EUROPARC Deutschland das Freiwilligenprogramm ins Leben und mobilisiert damit das Bürgerengagement für die Großschutzgebiete. Ein Erfolgsmodell: 2025 unterstützen mehr als 350 freiwillige Helferinnen und Helfer die Naturwacht Brandenburg. 

2004 – Regionale Flächenpools nun landesweit

Seit Ende 2004 arbeitet die Flächenagentur GmbH landesweit. Im Dezember wird auch der Bundesverband der Flächenagenturen in Deutschland e. V. (BFAD) gegründet. Den Vorsitz übernimmt die Flächenagentur Brandenburg und hat ihn bis heute inne.

Ein starkes Team für Brandenburgs Natur

Wir packen seit 30 Jahren entschlossen an. So wie die Menschen, die uns teils seit Jahren oder sogar Jahrzehnten unterstützen. 

Stellvertretend für viele andere stellen wir einige im Video vor – mit Engagement, Fachkenntnis und Vertrauen lässt sich gemeinsam viel bewegen. Klicken Sie aufs Bild! 

Alle unsere Videos finden Sie hier.

2005 bis 2014


2005 – Wir nehmen den Spaten in die Hand

Wir setzen nun selbst Projekte um. Ein erstes großes Projekt ist die Renaturierung des Unterlaufs der Kleinen Elster. Wir stellen zwischen Bad Liebenwerda und Doberlug-Kirchhain im Landkreis Elbe-Elster sechs Flussschleifen wieder her und schließen sie an den Flusslauf an. Die Deutsche Umwelthilfe zeichnete das als “Best Practice” aus: Ein Ansporn für weitere Renaturierungsmaßnahmen in den Folgejahren! Über unsere kleineren Maßnahme und die komplexen, großräumigen Naturschutzvorhaben lesen Sie auch hier mehr.

2005 – Neue Leitung der Naturwacht

Manfred Lütkepohl übernimmt die Leitung der Naturwacht Brandenburg, die Entwicklung hin zu einer modernen Naturschutzorganisation geht kontinuierlich weiter. 

2006 – "Binnensalzstellen Brandenburg"

Binnensalzstellen sind geologische und botanische Besonderheiten, für die Brandenburg europaweit eine besondere Verantwortung hat. Um die Salzwiesen und -weiden in mehreren Gebieten zu entwickeln bzw. wiederherzustellen, startet das Landesamtes für Umwelt, LfU, das mehrjährige Projekt „Binnensalzstellen in Brandenburg“. Die Europäische Union unterstützt das Vorhaben, dessen Laufzeit sich bis 2010 erstreckt, im Rahmen von LIFE-Natur. Wir sind Projektpartner.

2007 – Heideprojekt Prösa

Das DBU-geförderte "Heideprojekt Niederlausitz" startet. Das Ziel ist es, Verfahren für eine naturschutzgerechte und ökonomisch tragfähige Heidenutzung zu entwickeln und eine Beitrag zur Regionalentwicklung zu leisten. Viele Partner arbeiten mit uns Hand in Hand: der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, die Bundesfort (Hauptstelle Lausitz), das damalige Landesamt für Verbraucherschutz und Landwirtschaft, das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) und das Büro Natur und Text. 

2009 – Natura-2000-Managementplanung, erster Teil

In einer ersten Etappe koordinieren wir die Erstellung von Managementplänen für insgesamt 145 Natura-2000-Gebiete in Brandenburg außerhalb der Großschutzgebiete. Zur gleichen Zeit starten die Datenerhebungen für die Natura-2000-Managementplanung, die die Ranger*innen der Naturwacht in 13 Großschutzgebieten übernehmen. Die Daten umfassten ausgewählte Tier- und Pflanzenarten, Biotope- und Lebensräume sowie Untersuchungen zum Landschaftswasserhaushalt. Diese erste Etappe läuft bis 2015. 

2010 – "Kalkmoore Brandenburgs" gestartet!

Braunmoosmoore waren vor 100 Jahren in Brandenburg noch weit verbreitet. Die mittlerweile seltenen und gefährdeten Habitate liegen meist in Gebieten des europaweiten Schutzgebietsnetzes NATURA 2000. Mit Fördermitteln der EU – erneut über LIFE+ Natur – arbeiten wir bis 2015 daran, die fast verlorenen einzigartigen Braunmoosmoore in Brandenburg vor dem Verschwinden zu bewahren. Zu diesem Projekt gibt es eine kleine Website. Zu unserem Jubiläum blickt die Pächterin zurück: Auch für Kerstin Simon und ihre “Jack Henry Biofarm” in Töpchin war dieses Projekt ein Startpunkt.

2011 – Mehr Akzeptanz für Natura 2000

Wie sensibilisieren wir die breite Öffentlichkeit für Natura 2000? Wie schaffen wir einen persönlichen und greifbaren Bezug und damit auch eine höhere Akzeptanz für die Inhalte der FFH- und Vogelschutzrichtlinie und ihrer Umsetzung in den ausgewiesenen Schutzgebieten des Natura 2000-Netzwerkes? Antworten finden wir in unserem Akzeptanzprojekt Natura 2000: Eine Reihe von Veranstaltungen und unterschiedliches Infomaterial der Naturwacht greifen bis 2014 fachlich und methodisch gezielt das Thema auf. 

2012 – KOMPASS für die Umweltbildung

Der Bundesverband Deutscher Stiftungen zeichnet unser Kinderheft “Lilian und Fräulein Azuré im Land der Moore” mit dem Kommunikationspreis KOMPASS aus. Die märchenhafte Geschichte ist liebevoll bebildert und gemeinsam mit der NAJU Brandenburg erdacht. Das Lilian-Heft erscheint im Rahmen unseres Projekts "Kalkmoore Brandenburgs" und ist der Auftakt einer ganzen Reihe!

2012 – Im Angebot: regionaler Klimaschutz

Der Spatenstich für die Renaturierung der Rehwiese bei Freienhagen im Landkreis Oberhavel ist der Auftakt für die Moorfutures Brandenburg, die von der Flächenagentur entwickelt und vermarktet werden: regionale Klimaschutz-Zertifikate, mit denen Sie Treibhausgasemissionen ausgleichen können. Das MoorFutures Prinzip ist einfach: In einem bestimmten Projektgebiet werden Moorböden wieder mit mehr Wasser versorgt und damit die Emission von CO2 gestoppt bzw. stark reduziert. Aktuelle Informationen bietet die Website www.moorfutures-bb.de 

2012 – Naturwacht goes international

Die Naturwacht Brandenburg vernetzt sich auch international: Eine Delegation reist zum World Ranger Congress nach Tansania und profitiert vom Erfahrungs- und Wissensaustausch mit den Kolleginnen und Kollegen weltweit. Diese Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg prägt ihre Arbeit nachhaltig

2013 – Wir können auch trocken

Innerhalb Europas haben trockene, kalkreiche Sandrasen einen Verbreitungsschwerpunkt in Brandenburg. Deshalb nehmen wir diese Lebensräume ab 2013 im Rahmen des LIFE-Natur-Projekts „Sandrasen im Dahme-Seengebiet“ in den Fokus. Bis 2019 erhalten wir in 20 Natura 2000-Gebieten im Dahme-Seengebiet südöstlich von Berlin vor allem Standorte von kalkreichen Sandtrockenrasen oder stellen sie wieder her – und informieren darüber auf der Projektseite www.sandrasen.de

2014 – Und jetzt wieder nass

Wir starten das EU-Projekt “LIFE Feuchtwälder” und kümmern wir uns bis 2023 um Auen- und Moorwälder. In zehn Natura-2000-Gebieten machen wir Fließgewässerabschnitte von Dahme, Rhin und Stepenitz fit für die Zukunft: Bis zum Ende des Projekts werden wir insgesamt mehr als acht Kilometer Entwässerungsgräben verschließen, sieben ehemalige Flussarme anschließen, 3.500 Gehölze pflanzen, seltene Arten wieder ansiedeln und Kies oder Totholz einbauen. Auch hier gibt es eine eigene Projekt-Website: www.feuchtwaelder.de

2014 – „Ich studiere Ranger!“

An der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung, HNEE, wird mit dem Wintersemester im Rahmen des Bachelorstudienganges "Landschaftsnutzung und Naturschutz" der neue Studienschwerpunkt “Schutzgebietsbetreuung” eingeführt.

Erinnerungen an eine Erfolgsgeschichte

Ein Grußwortvon Prof. em. Dr. Michael Succow

Die Gründung des NaturSchutzFonds Brandenburg gehört zu einer der wichtigen Taten in der “Frühgeschichte“ des neuen Bundeslandes Brandenburg! Vor allen neuen Bundesländern stand 1991 die Aufgabe, dem Schutz der Natur ein stärkeres Gewicht zu geben. Rückblickend hat das Land Brandenburg diese Aufgabe beispielhaft gelöst …weiter lesen

2015 bis heute


2015 – Zweite Etappe der Natura-2000-Managementplanung

Auf in die zweite Runde: Bis 2020 koordiniert das Team die Erstellung von Managementplänen für über 70 weitere Natura-2000-Gebiete in Brandenburg außerhalb der Großschutzgebiete. Auch diese Natura-2000-Managementpläne sind auf der Website des LfU zu finden.

2015 – Auf Planung folgen Taten

Wir können auf Erfahrung bauen: Im Rahmen dieses Stiftungsprojekts setzen wir die Erhaltungs- und Entwicklungsmaßnahmen aus den Natura-2000-Managementplänen um. Die oft langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit vor Ort ist auch die Basis für Gespräche über die mögliche Umsetzung von Maßnahmen. Gemeinsam mit den Menschen, die vor Ort leben und arbeiten, mit Verbänden sowie weiteren Partner*innen entwickelt das Team flurstücksgenaue Konzepte. Ein besonders gelungenes – der “Weiße Berg bei Bahnsdorf” – stellen wir anlässlich des Jubiläums etwas genauer vor

2018 – Austausch mit Israel

Die Naturwacht Brandenburg versteht sich als Teil der internationalen Ranger-Gemeinschaft - den Austausch mit Rangern aus Israel zu unterstützen und mit Leben zu füllen, passt in dieses Selbstverständnis. Die Idee, ein Austauschprogramm zwischen deutschen und israelischen Rangern aufzubauen, entstand bereits 2016 auf dem Welt-Ranger-Kongress der IRF in Colorado. Im Mai 2018 besuchten israelische Kollegen die Hauptstadtregion, auch Kolleginnen und Kollegen aus Brandenburg waren bereits mehrfach in Israel zu Gast - zuletzt Anfang 2023.

2019 – Trocken geht’s weiter

Mit dem EU-Projekt „LIFE Trockenrasen“ nehmen wir weiter wertvolle Offenlandschaften in den Blick. Noch bis 2026 werden diese Lebensräume in 29 Natura-2000-Gebieten in sieben Brandenburger Landkreisen wiederhergestellt bzw. erhalten. In diesem Projekt arbeiten wir eng mit dem Botanischen Garten der Universität Potsdam und der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe zusammen. Alles Wissenswerte unter www.life-trockenrasen.de

2020 – Wilden Welten entdecken

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind im Frühjahr deutschlandweit die Schulen geschlossen. Als unterhaltsames Lernangebot bringen wir vorzeitig die Wilden Welten heraus: Mit der Virtual-Reality-Anwendung lassen sich Tier- und Pflanzenarten in den Lebensräumen Wald, Wiese, Moor und inzwischen auch Heide und Flussaue beinahe lebensecht entdecken. Im dazugehöriges Mitmach-Heft finden sich Rätsel und Forscheraufgaben, ein Begleitheft für Pädagog*innen enthält auch Tipps für den Einsatz im Unterricht. Gehen Sie auf Entdeckungstour: www.wilde-welten.de.

2021 – Generationswechsel!

Nach 25 und 16 Jahren verabschieden sich Dr. Bernhard Schmidt-Ruhe und Manfred Lütkepohl als Geschäftsführer der Stiftung bzw. Leiter der Naturwacht Brandenburg. Damit gehen zwei “Naturschutz-Pioniere” in den Ruhestand. Ihre Nachfolge ist bestens geregelt: Die Geschäftsführung übernimmt Dr. Holger Rößling, der Stiftung seit langem verbunden. Die Leitung der Naturwacht liegt nun in den Händen von Britta Schmidt.  

2021 – 30 Jahre Naturwacht!

Das ist eine Feier wert: Die Naturwacht Brandenburg arbeitet seit 30 Jahren als Mittler zwischen Mensch und Natur! Die Rangerinnen und Ranger arbeiten auf rund 9.750 Quadratkilometern, also einem Drittel der Landesfläche Brandenburgs. In 15 Nationalen Naturlandschaften setzen sie Natur- und Artenschutzmaßnahmen um und kontrollieren deren Erfolg. Sie erfassen Daten zu Tier- und Pflanzenbeständen sowie zu Lebensräumen und wecken mit ihren Umweltbildungsangeboten Interesse für den Natur- und Umweltschutz. 

2021 – Unser 1000. Projekt!

Ein Meilenstein und Zwischenziel: Die Renaturierung von drei Kleingewässern im Landkreis Teltow-Fläming nimmt einen ganz besonderen Platz ein. Das Amt Dahme (Mark) konnte für die Gemeinde Niederer Fläming diese Maßnahme für den Amphibienschutz und zum Wasserrückhalt in der Landschaft mit unseren Fördermitteln realisieren. Auch die Menschen vor Ort gewinnen: Die kleinen Gewässer und ihre Umgebung sind echte Hingucker geworden, die das Ortsbild in Höfgen, Körbitz und Sernow bereichern. Für uns selbst war es das 1000. Projekt, das zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft im Land Brandenburg umgesetzt wurde. 

2022 – Wir unterstützen die Bachmuschel

Bachmuscheln sind für unser Ökosystem von immenser Bedeutung. Bis zu 85 Liter filtert eine erwachsene Muschel täglich und reinigt so Flüsse und Bäche! Heute ist die Bachmuschel aus vielen Gewässern (fast) verschwunden. Mit "LIFE Bachmuschel" widmen wir uns bis 2032 dem Schutz dieser Schirmart und ihres Lebensraums. 8,7 Millionen Euro fließen aus dem LIFE-Programm der EU nach Brandenburg. Verfolgen Sie dieses Projekt auf der Website www.life-bachmuschel.de

2022 – Natura-2000-Teams

Eine Kooperation mit dem Landesamt für Umwelt, LfU: In fünf Regionen Brandenburgs haben wir Natura-2000-Teams aufgebaut. Hier beraten wir Landnutzer*innen, initiieren Umsetzungsprojekte und begleiten Projektpartner außerhalb der Großschutzgebiete. Damit greifen wir gemeinsam auch auf gute Erfahrungen zurück, die das LfU mit der Koordinierung des Vertragsnaturschutzes innerhalb der Großschutzgebiete gemacht hat. Ansprechpartner*innen finden Sie auf der Projektwebsite.

Wir sind überzeugt: Diversität und Inklusion bereichern uns

Natur ist universell, vielfältig und verbindend. Natur ist Lebensgrundlage, Allgemeingut und kennt keine Grenzen. Naturschutz lebt von Gemeinschaft und dem Miteinander von Menschen, auch wenn es einmal unterschiedliche Interessen gibt. In unserem Leitbild steht: Wir stehen zu den demokratischen Grundwerten und sprechen uns gegen jede Form von Diskriminierung, Gewalt und Extremismus aus. Wir sind überzeugt: Diversität und Inklusion bereichern uns. Aus diesem Grund sind wir Mitglied im Aktionsbündnis Brandenburg.

2024 – 30 Jahre Junior Ranger

Rund 100 Junior Rangerinnen und Junior Ranger schlagen für drei Tage ihre Zelte im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg auf. Seit 30 Jahren sind in Brandenburg bereits Kinder und Jugendliche mit den Rangerinnen und Rangern in der Natur unterwegs. Genau diese unmittelbaren Erlebnisse in den Großschutzgebieten legen den Grundstein für eine Naturverbundenheit, die oft ein Leben lang anhält. Das Junior-Ranger-Programm der Naturwacht ist einzigartig in der Umweltbildung.

2025 – Ärmel hoch für die Amphibien

Zu Beginn des Jahres starten wir das Projekt FROG - Förderung, Revitalisierung und Optimierung von (Klein)Gewässern. In den kommenden fünf Jahren stehen gezielte Maßnahmen zum Schutz der Amphibien und zum Erhalt ihrer Lebensräume im Fokus.


Kurz gefasst

8504

Hektar umfasst unser Flächenbestand aktuell. Diese besonderen Gebiete sind für kommende Generationen gesichert

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1300

Naturschutzprojekte haben wir seit 1995 möglich gemacht oder selbst umgesetzt.

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350

Freiwillige unterstützen die Arbeit der Naturwacht. Jede helfende Hand ist willkommen.

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