Das Wasser im BlickBeispiel einer gelungenen Zusammenarbeit
Landschaftswasserhaushalt und Feuchtlebensräume - so lässt sich ein Förderschwerpunkt der Stiftung überschreiben. Gemeint ist die Renaturierung von Kleingewässern, Naturnähe und Durchgängigkeit von Fließgewässern, Moorschutz und alles, was das Wasser länger in der Landschaft hält.
Der Gewässerverband Spree-Neiße (ehemals Wasser- und Bodenverband Neiße/Malxe-Tranitz) ist hier ein langjähriger Partner der Stiftung. Bereits 2006 konnte der Verband Maßnahmen an Kleingewässern in der Gemeinde Neuhausen/Spree umsetzen – das erste von 44 Projekten im Landkreis Spree-Neiße und in der Stadt Cottbus, die die Stiftung bis 2024 mit rund 2,5 Millionen Euro Fördermitteln unterstützen konnte. Diese Gelder stammen aus Mitteln der Ersatzzahlung.
Rückblick und gute Aussichten
So ließ der Verband beispielsweise die Stauanlagen in den Maiberger Lasszinswiesen bei Cottbus sanieren. Damit wurde der Wasserhaushalt der artenreichen Feuchtgrünländer gesichert: Neben Rotbauchunke, Laub- und Moorfrosch sind die Wiesen auch Lebensraum des Großen Feuerfalters und das Grabensystem Jagdrevier des Fischotters. Die Flächen werden als Mähwiese und Weideland genutzt und offengehalten und dienen so auch Zugvögeln als Rastplatz.
Ein weiteres Beispiel ist die Revitalisierung der Groß Buckower Feldsölle im Umfeld des aktiven Tagebaus Welzow-Süd: 2014 ließ der Gewässerverband in zwei Kleingewässern die abgelagerten Sedimente entnehmen und die Südufer freistellen. Seitdem erfüllen sie langfristig ihre Funktion als Lebensraum, Trittsteinbiotop und Reproduktionsgewässer für Amphibien und weitere wassergebundene Arten.
Im Jahr 2020 wurde das Staubauwerk im Grubenteich bei Klein Kölzig in der Gemeinde Neiße-Malxetal durch ein neues ersetzt und damit der Lebensraum für an Wasser gebundene Arten gesichert, darunter Amphibien wie der Teichfrosch oder Libellen.
Die Zusammenarbeit geht auch 2025 weiter: Der Gewässerverband kann mit Fördermitteln der Stiftung beginnen, den stark verlandeten Schafteich Reuthen in der Gemeinde Felixsee (Amt Döbern-Land) zu renaturieren. Auch diese Arbeiten im Landkreis Spree-Neiße dienen dem Wasserrückhalt und schaffen wertvolle Lebensräume für bedrohte Amphibien.
„Die Umsetzung von geförderten Naturschutzmaßnahmen ist nur durch Sicherung der Gesamtfinanzierung möglich. Der NaturSchutzFonds Brandenburg ist uns hier seit vielen Jahren ein zuverlässiger Partner. Dafür sind wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Beirat des Fonds außerordentlich dankbar.“
Silvio Alich, Geschäftsführer des Gewässerverbandes „Spree-Neiße“
Offen für (fast) alles
Die wasserbaulichen Maßnahmen sind nur ein Förderschwerpunkt. Maßnahmen rund um Gehölze oder Bauwerke zum Wandern, Nisten und Brüten runden das Bild ab. Landkreise und Kommunen, Verbände und Vereine, Landwirtschaftsbetriebe, Kirchengemeinden und Privatpersonen konnten so einen wesentlichen Beitrag für den Naturschutz und die Landschaftspflege unseres Bundeslandes leisten.