Naturerlebnis in der Turnhalle? Hortkinder erkunden „Wilde Welten“ mit der VR-Brille

Vetschau (23.04.2026) – Im Hort der Möglichkeiten des Schulzentrums „Dr. Albert Schweitzer“ in Vetschau begaben sich die Ferienkinder auf eine ungewöhnliche Entdeckungsreise: Mitten in ihrer Turnhalle erkundeten sie mithilfe von VR-Brillen unterschiedliche Lebensräume und trafen dabei auf viele bekannte aber auch neue Tier- und Pflanzenarten. Mit großem Interesse waren auch Teilnehmer der AG „Die Naturdetektive“ dabei, die 2022 mit dem Nachwuchsnaturschutzpreis des Landes ausgezeichnet wurde.  

Am letzten Ferientag war es endlich so weit: Mit dem Aufsetzen der VR-Brille verwandelte sich die Turnhalle des Schulzentrums in ein virtuelles Naturparadies. Insgesamt 28 Kinder des Ferienhortes wateten durch das Moor, ohne zu versinken. Sie durchstreiften die Wiese und bewunderten den prächtigen Schwalbenschwanz, ohne dass er davonflatterte. Sie tauchten ganz ohne nasse Haare zu Steinbeißer und Bachforelle ab und im Wald lauschte so mancher den ungewöhnlichen Geräuschen der Nacht. Möglich war dies durch eine Virtual-Reality-Anwendung der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg: Mit ihren „Wilden Welten“ hat die Stiftung ein interaktives Lernangebot entwickelt, das insbesondere Grundschulkindern spannendes Wissen über Pflanzen und Tiere verschiedener Lebensräume vermitteln soll. 

Besonders eindrucksvoll ist das Erlebnis mit einer VR-Brille, die beispielsweise an Informationsständen bei Veranstaltungen oder im Rahmen der Umweltbildungsarbeit der Naturwacht Brandenburg zum Einsatz kommt. Aber auch mit Laptop, Tablet oder Handy kann man sich die Lebensräume ganz bequem ins Klassenzimmer oder nach Hause holen. 

Ergänzend zur VR-Anwendung gibt es ein Mitmach-Heft voller Rätsel und Anleitungen, das online heruntergeladen, aber auch kostenlos bei der Stiftung bestellt werden kann. Möchten Lehrer*innen die „Wilden Welten“ im Unterricht behandeln, steht zudem eine Handreichung zur Vorbereitung mit Hintergrundinfos und Arbeitsblättern zum Ausdrucken zur Verfügbar. Auch dieses Heft ist sowohl online als auch als Print-Ausgabe bei der Stiftung erhältlich. 

Zurück in die “echte” Welt

Nach ihrem VR-Erlebnis beschäftigten sich die Hortkinder intensiv mit den Tieren und Pflanzen, die sie gerade entdeckt hatten. Wie groß wird wohl ein Reh? Was schmeckt einer Ringelnatter? Das Waldrätsel hatte es den Kindern besonders angetan: Hier konnten insbesondere die Naturdetektive ihr Wissen aus der AG anwenden. Die Frage, welches Tier sich zum Schlafen beinahe komplett mit seinem buschigen, rot-braunen Schwanz zudeckt, war zum Beispiel schnell beantwortet mit: „Das Eichhörnchen ist doch gerade unser Thema!“ 

Über diese Antwort freute sich besonders Tina Schmidt, die gemeinsam mit Peter Hofstaedt die Naturdetektive anleitet: „Es ist toll zu sehen, wie die Kinder das Wissen aufsaugen und wie sehr sie sich für die Natur begeistern können. Die VR-Brille war für sie eine ganz spannende Erfahrung und für uns eine tolle Gelegenheit, für unsere AG zu werben, in der die Kinder die Natur natürlich auch ganz real erleben können.“ 

Seit 2017 bietet der Hort der Möglichkeiten des Schulzentrums „Dr. Albert Schweitzer“ für Hortkinder der Klassenstufen 1 bis 4 die Arbeitsgemeinschaft „Die Naturdetektive“ an. Wöchentlich widmen sich die Kinder mit Bastel- oder Bauprojekten, Experimenten, Spielen und Rätseln verschiedenen Jahresthemen und erarbeiten dabei selbständig das notwendige Wissen. Die Theorie können die Kinder sogleich praktisch umsetzen und eigene Ideen verwirklichen. Aktuell nimmt die AG am „Erlebten Frühling“ der Naturschutzjugend (NAJU) zum Thema Eichhörnchen teil und bereitet die eigenen Hochbeete und das Gewächshaus für die Bepflanzungen vor. 

Aufruf Naturschutzpreis 2026

In diesem Jahr können Bewerbungen und Vorschläge für den Brandenburger Naturschutzpreis noch bis zum 30. April bei der Stiftung eingereicht werden. Mit dem Preis ehrt sie jedes Jahr richtungsweisende Leistungen im Bereich des aktiven, praktischen Naturschutzes, der nachhaltigen Landnutzung oder eine vorbildliche Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung. Darüber hinaus prämiert sie auch wissenschaftliche, planerische oder wirtschaftliche Leistungen. 

Die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg

Um die Vielfalt und die natürliche Schönheit der märkischen Landschaften zwischen Elbe und Oder, Lausitz und Uckermark auch für die kommenden Generationen zu bewahren, hat das Land Brandenburg die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg errichtet. Seit 1995 betreut die Stiftung die Ersatzzahlung im Land Brandenburg. Mehr als 1.300 Naturschutzprojekte hat die Stiftung in diesen Jahren gemeinsam mit Landkreisen und Kommunen, Verbänden und Vereinen sowie weiteren Partnern wie zum Beispiel Landwirtschaftsbetrieben, Kirchengemeinden oder Privatpersonen möglich gemacht oder in eigener Trägerschaft verwirklicht.


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Carolin TrübeÖffentlichkeitsarbeit

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