Hier wächst VielfaltEin Stiftungsprojekt im Landkreis Teltow-Fläming

Es ist ein Schritt in Richtung Biotopverbund: In der Gemeinde Jüterbog (OT Werder) konnten wir auf beweidetem Grünland eine Hecke und ein Feldgehölz pflanzen. Das wertet das Landschaftsbild auf, vor allem aber entstehen auf dieser Privatfläche so Lebensräume für wildlebende Tier- und Pflanzenarten. Ein Beispiel für eine gute, gelungene Zusammenarbeit. 

Auf einen Blick

Projekt: Gehölzpflanzungen in Werder (Jüterbog)
Ziel: Schaffen von Lebensräumen für wildlebende Tier- und Pflanzenarten, Biotopverbund, Verbesserung des Landschaftsbildes
Gebiet: Jüterbog, Ortsteil Werder
Landkreis: Teltow-Fläming
Zeitraum: 2025-2028

Die Projektfläche wird als beweidetes Grünland  landwirtschaftlich genutzt, nur wenige Gehölze geben bislang etwas Struktur. Hier wachsen nun eine Feldhecke auf einer Länge von rund 275 Metern und ein flächiges Feldgehölz mit einer Größe von rund 450 Quadratmetern. So entstehen vielfältige Lebensräume, die als Trittsteinbiotope die Artenvielfalt stützen und langfristig erhöhen.

Was wir gepflanzt haben

Hier wird die gestufte Baum-Strauchhecke das Landschaftsbild verbessern. Foto: Florian Grübler/ NaturSchutzFonds

Die Hecke wurde fünfreihig als gestufte Baum-Strauchhecke gepflanzt: Im Kernbereich, also der Mitte, stehen einige wenige Bäume wie Feldahorn, Salweide und Hainbuche. Schattentolerante Sträucher ergänzen diesen Kernbereich. In den Außenreihen, dem sogenannten Mantelbereich, wachsen die lichtbedürftigen Sträucher wie die Hunds- oder die Weinrose; beide bilden mit Weißdorn und Schlehe den größten Anteil der Pflanzung. Ergänzt werden sie mit Rotem Hartriegel und Schwarzem Holunder und auch wenige Exemplare der Kornelkirsche kamen in die Erde. Alle Gehölze und Sträucher weisen eine gute Toleranz gegenüber sandigen trockenen Standorten auf.

Das Feldgehölz ist der Form natürlich entstandener Feldgehölze nachempfunden, eher rundlich angelegt und locker aufgebaut. Auch hier wurden die oben genannten Gehölze gesetzt, je nach Art in den Kern- oder Mantelbereich.

Bei allen Pflanzmaßnahmen unserer Stiftung wird gebietseigenes Pflanzgut verwendet, das den Vorgaben des Brandenburgischen Gehölzerlasses entspricht. Die oben erwähnte Kornelkirsche stellt einen Ausnahme dar; die Pflanzung weniger Exemplare hatte das Landesamt für Umwelt, LfU, im Vorfeld genehmigt.

Wie haben wir gepflanzt?

Welche Pflegemaßnahmen sind notwendig?

Auf die Pflanzung folgt die sogenannte Fertigstellungs- und Entwicklungspflege: Drei Jahre lang werden die Gehölze jeweils dreimal kontrolliert: Sind sie vital und gut angewachsen? Entwickeln sie sich gut oder treten Krankeiten und Schädlinge auf? Die Gehölze werden bei Bedarf geschnitten und der konkurrierender Aufwuchs entfernt. Besonders wichtig ist die ausreichende Bewässerung. Jeder Strauch oder Heister wird in den ersten beiden Jahren bis zu achtmal gegossen, im dritten bis zu sechsmal im Jahr und je nach Witterung auch mehr – mit jeweils etwa 40 Litern.

Welche Arten profitieren?

Wenn sich die Strukturvielfalt in der Agrarlandschaft erhöht, profitieren viele Arten. Hier einige Beispiele: 

  • Brutvögel: Neuntöter, Goldammer, Garten- und Dorngrasmücke, Heckenbraunelle, Zaunkönig und Stieglitz
  • Kleinsäuger: zum Beispiel Igel oder Eichhörnchen
  • Amphibien: Erdkröte oder Grasfrosch
  • Reptilien: Zauneidechse
  • Insekten: Schmetterlinge, Wildbienen, Hummeln und Laufkäfer

Ihr Kontakt

Michaela Jansik Stiftungsprojekte

Tel.: 0331 – 971 64 -880
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