100 Bäume für die Hoffnungstaler Stiftung LobetalFörderprojekt im Landkreis Oder-Spree

Im direkten Umfeld zur Hoffnungstaler Stiftung Lobetal wird eine alte Streuobstwiese erweitert, gleichzeitigt Laubbäume gepflanzt und eine Hecke angelegt. So bleibt der Lebensraum Streuobstwiese erhalten und das Landschaftsbild wird aufgewertet. 

Das Projekt auf einen Blick

Projekt: Baum- und Streuobstpflanzung Reichenwalde
Landkreis: Oder-Spree
Projektträger: Hoffnungstaler Stiftung Lobetal
Förderung NaturSchutzFonds: 111.023,03 Euro
Finanziert aus: Ersatzzahlungen
Gesamtprojektkosten: 111.023,03 Euro
Durchführungszeitraum: 2025-2029

Hintergrund

Das 100-jährige Stiftungsjubiläum bot Anlass zur feierlichen Übergabe des Zuwendungsbescheids. v.l.n.r.: Holger Rößling (NaturSchutzFonds) X, Y, Z, (alle Hoffnungstaler Stiftung Lobetal) Foto: Esther Hoffmann

Die rund zwei Hektar große Wiesenfläche grenzt an einen Ackerschlag und eine Erholungseinrichtung für körperlich beeinträchtigte Menschen. Südlich wird das Gelände durch einen Graben begrenzt, der den Übergang zwischen Wiesenfläche und Ackerschlag markiert. 

Auf dieser Fläche sind bereits verschiedene Kleinstrukturen, ein Gemeinschaftsgarten und mehrere alte Obstbäume einer alten Streuobstwiese zu finden. Mit der Pflanzung von 61 Obsthochstämmen verschiedener Arten und Sorten wird dieser wertvolle Altbestand erweitert und langfristig gesichert. Die Pflanzung von weiteren gebietsheimischen Gehölzen – 39 Laubbäumen und einer 120 Meter langen, dreireihigen Hecke aus insgesamt 115 Sträuchern – sorgt ebenfalls für eine Aufwertung des Landschaftsbildes und eine Vielfalt an Lebensraumstrukturen.

Um die erfolgreiche Entwicklung der Pflanzungen zu gewährleisten, werden sie umfassend vor Verbiss geschützt. Eine vierjährige Fertigstellungs- und Entwicklungspflege einschließlich regelmäßiger Wässerung sichert das Anwachsen und die Entwicklung der jungen Gehölze.

Bedeutung von Streuobstwiesen und Hecken

Streuobstwiesen gehören als Teil der Kulturlandschaft mit zu den artenreichsten Biotopen in West- und Mitteleuropa und bieten Nahrung und Lebensraum für viele Insekten, Vögel und kleine Säugetiere. Sie prägen unser Landschaftserleben positiv und geben oft einen sanften Übergang vom Siedlungsbereich in die offene Landschaft.

Hecken stärken – wie auch Feldgehölze und Streuobst – den regionalen Biotopverbund und erleichtern wandernden Tierarten die Erschließung neuer Lebensräume. Durch die Pflanzung von Bäumen, die im Laufe der Jahre über die Sträucher hinauswachsen, entwickelt sich ein stockwerkartiger Heckenaufbau mit einer hohen Lebensraumvielfalt und günstigen mikroklimatischen Bedingungen. Im Laufe der Zeit bilden Hecken einen geschlossenen Pflanzenbestand, der auch die Winderosion des Ackerbodens reduziert und im Landschaftsbild neue Akzente setzt.

Fördermittel aus Ersatzzahlungen

Ersatzzahlungen werden von Eingriffsverursachern geleistet, wenn Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft nicht durch reale Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen ausgeglichen werden können. Mit den Ersatzzahlungen wurde dieses konkrete Naturschutzprojekt ermöglicht.


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