Ein Platz zum Brüten für Fluss- und Trauerseeschwalbe Förderprojekt in den Landkreisen Teltow-Fläming und Potsdam-Mittelmark
In zwei Flachwasserseen werden Nistplattformen für Flusssee- und Trauerseeschwalben eingebracht. Ziel ist es, den Erhalt der lokalen Populationen zu fördern.
Das Projekt auf einen Blick
Projekt: Einbringung künstlicher Nisthilfen für Flussseeschwalben und Trauerseeschwalben in die Gänselake und den Blankensee
Landkreise: Teltow-Fläming (Gänselake), Potsdam-Mittelmark (Blankensee)
Projektträger: Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung e.V.
Förderung NaturSchutzFonds: 42.815 Euro
Finanziert aus: Ersatzzahlungen
Gesamtprojektkosten: 42.815 Euro
Durchführungszeitraum: 2025-2026
Nationale Naturlandschaft: Naturpark Nuthe-Nieplitz
Hintergrund
Um den Erhalt der lokalen Population der Flussseeschwalbe zu fördern, wurden seit mehreren Jahren künstliche Nisthilfen auf verschiedenen Flachseen im FFH- und SPA-Gebiet Nuthe-Nieplitz-Niederung etabliert. Zwei Plattformen auf dem Blankensee und der sogenannten Gänselake bei Zauchwitz sind allerdings abgesackt und befinden sich zum Teil unter Wasser, womit sie sich nicht mehr als Niststandort eignen.
Mithilfe unserer Förderung wurden auf dem Blankensee eine und auf der Gänselake zwei neue Brutplattformen eingesetzt. Die drei mal drei Meter großen, schwimmenden Plattformen bestehen aus einer im Gewässer verankerten, mit Kies gefüllten Aluminium-Konstruktion. Sie liegen in störungsfreien Zonen – in ausreichender Entfernung vom Ufer zum Schutz vor Prädatoren wie Waschbären. Auch Versteckmöglichkeiten zum Schutz vor Greifvögeln wurden auf den Brutinseln installiert. Für die Trauerseeschwalbe, bis zum Jahr 1990 ein Brutvogel am Blankensee und seitdem wiederholt als Durchzügler beobachtet, wurden fünf kleinere Nisthilfen im See festgemacht.
In dieser Form bieten die unterschiedlichen Brutinseln den Vögeln passende Bedingungen, um weitestgehend geschützt zu brüten. Die Betreuung der künstlichen Inseln übernehmen der Landschafts-Förderverein und die Naturwacht im Naturpark Nuthe-Nieplitz.
Auch der Förderverein berichtete auf seiner Website über dieses Förderprojekt.