Fledermausschutz bei Groß DöllnFörderprojekt im Landkreis Uckermark
Der ehemalige Militärflughafen in Groß Dölln ist ein Hotspot der Artenvielfalt und für Fledermäuse einer der bedeutendsten Winterquartierkomplexe in Brandenburg. In den vergangenen Jahren wurden etliche Bauwerke fledermausgerecht saniert. Mit unserer Förderung kamen nun zwei weitere Doppelbunker als Fledermaus-Winterquartiere dazu.
Das Projekt auf einen Blick
Projekt: Sicherung und Optimierung von zwei Objekten als Fledermausquartiere bei Groß Dölln
Landkreis: Uckermark
Projektträger: Helversen`sche Stiftung für Arten- und Biotopschutz
Förderung NaturSchutzFonds: 45.000 Euro
Finanziert aus: Ersatzzahlungen
Gesamtprojektkosten: 50.000 Euro
Durchführungszeitraum: 2024
Hintergrund
Die Helversen´sche Stiftung für Arten- und Biotopschutz engagiert sich für den Schutz von Fledermäusen. Ein wichtiger Teil dieser Schutzbemühungen ist die bauliche Optimierung von Fledermaus-Winterquartieren. Dafür eignen sich beispielsweise kühle, frost- und störungsfreie Kellergewölbe, aber auch ungenutzte Bunker.
Bei Groß Dölln sind es zwei ehemalige Militärbunker, in denen verschiedene Baumaßnahmen durchgeführt wurden: Große Bunkeröffnungen wurden vermauert, Bunkerkammern verbunden, einbruchssichere Türen eingebaut sowie Hohlblocksteine und Spaltenquartiere installiert.
Die streng geschützten Fledermausarten wie der Große Abendsegler, das Große Mausohr oder die Zwergfledermaus profitieren von den Maßnahmen. Die Maßnahme hat sich, so berichtet die Helversen´sche Stiftung, als erfolgreich erwiesen. Direkt im ersten Winter nach der Optimierung wurden im Quartier 15 Tiere gezählt: 1 Zwergfledermaus, 5 Mopsfledermäuse, 9 Braune Langohren. Angesichts der späten Fertigstellung der Maßnahme ein sehr schönes Ergebnis!
Fördermittel aus Ersatzzahlungen
Ersatzzahlungen werden von Eingriffsverursachern geleistet, wenn Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft nicht durch reale Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen ausgeglichen werden können. Mit den Ersatzzahlungen wurde dieses konkrete Naturschutzprojekt ermöglicht.