Hecken und Feldgehölze für die Wiederansiedlung des RebhuhnsFörderprojekt im Landkreis Prignitz

Mit unserer Förderung etabliert der Jagdverband Pritzwalk e.V. Hecken und Feldgehölze, um Lebensräume für Rebhühner zu schaffen: Als Art der offenen Agrarlandschaft benötigt das Rebhuhn Ackerbrachen und Krautsäume mit hohem Insektenvorkommen. Gehölzstrukturen sorgen für Deckung. 

Das Projekt auf einen Blick

Projekt: Flurgehölzprojekt Prignitz
Landkreis: Prignitz
Projektträger: Jagdverband Pritzwalk e.V.
Förderung NaturSchutzFonds: 475.660 Euro
Finanziert aus: Ersatzzahlungen
Gesamtprojektkosten: 475.660 Euro
Durchführungszeitraum: 2024 - 2027

Hintergrund

Mit der Pflanzung von Gehölzstrukturen möchte der Jagdverband Pritzwalk e.V. gute Voraussetzungen für die Wiederansiedlung von Rebhühnern in der Agrarlandschaft der Prignitz schaffen. Im Schutz dieser breit angelegten Hecken und Feldgehölze werden Krautsäume entstehen und damit Lebensräume hergestellt, die den Ansprüchen der bodenbrütenden Vögel gerecht werden.

Der anerkannte Naturschutzverband engagiert sich ehrenamtlich in einem Wiederansiedlungsprojekt für das Rebhuhn und betreibt in diesem Rahmen eine Rebhuhnaufzuchtstation. In fortwährender Arbeit baut er die Kontakte und die Zusammenarbeit mit Landbesitzern und Nutzern aus und akquirierte bis zum Start des Flurgehölzprojektes insgesamt 3,6 Hektar Fläche in Pirow, Groß Pankow und Pritzwalk für die Gehölzpflanzungen. Zehn Eigentümer stellen hierfür ihre Flächen zur Verfügung.

Insgesamt wurden von November 2024 bis Januar 2025 aus heimischen Sträuchern wie Wildrosen, Schlehe, Weiden, Hasel, Berberitze, Pfaffenhütchen und Hartriegel fast drei Kilometer Hecken gepflanzt, einige davon bis zu 15 Meter breit.

Mit diesen neuen Hecken werden sich zukünftig eine Vielzahl positiver Effekte einstellen: Sie verbinden bereits vorhandene Gehölze, Gewässer und Brachflächen und dienen so verschieden Tierarten wie Kleinsäugern, Vögeln und Insekten sowohl als Wanderkorridore als auch als Brut- und Nahrungshabitate. Insbesondere die Hecken auf Ackerstandorten sorgen bei den meist leichten Böden für einen effektiven Schutz vor Winderosion und mildern Witterungsextreme ab. Gehölzstrukturen im Bereich von Weideflächen sorgen für Sonnenschutz und Abkühlung im Sommer und Windschutz und Schutz vor Auskühlung im Winter.

Fördermittel aus Ersatzzahlungen

Ersatzzahlungen werden von Eingriffsverursachern geleistet, wenn Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft nicht durch reale Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen ausgeglichen werden können. Mit den Ersatzzahlungen wurde dieses konkrete Naturschutzprojekt ermöglicht.

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