Aufwertung einer Streuobstwiese im Naturpark Hoher FlämingFörderprojekt im Landkreis Potsdam-Mittelmark

Südlich von Schwanebeck erhalten die Bäume einer alten Streuobstwiese einen Pflegeschnitt. Gleichzeitig werden neue Obstbäume gepflanzt und eine Hecke als Abgrenzung zu den anliegenden Ackerflächen angelegt.

Das Projekt auf einen Blick

Projekt: Hecken- und Streuobstprojekt Schwanebeck
Landkreis: Potsdam-Mittelmark
Projektträger: Naturparkverein Hoher Fläming e.V.
Förderung NaturSchutzFonds: 148.600 Euro
Finanziert aus: Ersatzzahlungen
Gesamtprojektkosten: 148.600 Euro
Durchführungszeitraum: 2024-2029
Nationale Naturlandschaft: Naturpark Hoher Fläming

Hintergrund

Die Aufwertung der 2,4 Hektar großen Streuobstwiese im Naturpark Hoher Fläming leistet einen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität und des kulturhistorischen Erbes in der Region. Streuobstwiesen gehören als Teil der Kulturlandschaft mit zu den artenreichsten Biotopen in West- und Mitteleuropa und bieten Nahrung und Lebensraum für viele Insekten, Vögel und kleine Säugetiere. 

Die Wiese, südlich von Schwanebeck gelegen, wurde in den 1990er Jahren angelegt. Ein Pflegeschnitt an 50 alten Apfel-, Birnen- und Kirschbäumen fördert deren Vitalität und Fruchtbildung. Zudem wurden 30 neue hochstämmige Obstbäume aus Apfel-, Birnen, Kirsch- und Pflaumensorten gepflanzt, um die Fruchtproduktion und die ökologische Stabilität zu stärken. Eine Mahd der Wiese unterstützt die Entwicklung von Blühpflanzen und schafft einen vielfältigen Lebensraum für Insekten und Vögel. Die neu angelegte Hecke schließlich soll die Wiese vor den Einflüssen der umliegenden Ackerflächen schützen und bietet zusätzlich Lebensraum. Die Anschaffung und die Pflanzung der Obstbäume und Gehölze, die Materialien für Baumpfähle, Greifvogelstangen und Verbissschutz sowie die Fertigstellungs- und Entwicklungspflege finanziert die Stiftung. Die langjährige Pflege der Anpflanzungen und der Wiese übernimmt der Projektträger.

Bereits Anfang 2024 brachte der Naturparkverein Hoher Fläming e.V. 24 neue Nistkästen mit Hilfe von Mitteln unserer Stiftung an, um die Ansiedlung verschiedener Vogelarten wie Rotkehlchen und Meisen zu fördern. Diese Maßnahmen erhöhen die Biodiversität und unterstützen die natürliche Schädlingsregulation.

Fördermittel aus Ersatzzahlungen

Ersatzzahlungen werden von Eingriffsverursachern geleistet, wenn Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft nicht durch reale Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen ausgeglichen werden können. Mit den Ersatzzahlungen wurde dieses konkrete Naturschutzprojekt ermöglicht.


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