Gute Nachrichten von den Knabenkräutern
Unser Engagement im FFH-Gebiet Gramzowseen reicht lang zurück: Im Rahmen des Projektes LIFE Kalkmoore begann dort bereits im August 2011 die erste Flachabtorfung. Nach Mäharbeiten kamen insgesamt 30 Entwässerungsgräben zum Vorschein und wurden nach und nach verfüllt. Mit diesen Naturschutz-Maßnahmen wollten wir Wasser in den Moorflächen zu halten und die Wasserstände – insbesondere in den Sommermonaten – nachhaltig zu stabilisieren.
Die Ergebnisse dieser Bemühungen sind deutlich sichtbar: Die Orchideenbestände im Gebiet – hier wachsen das Steifblättrige und das Breitblättrige Knabenkraut – haben sich sehr gut entwickelt. Dies beeindruckte auch die Vertreterinnen und Vertreter des EU-Rechnungshofes, die EU-geförderte Projekte regelmäßig kontrollieren und dabei auch bereits abgeschlossene Vorhaben in den Blick nehmen. Jede einzelne Orchidee zeigt, wie wichtig eine kontinuierliche Pflege der Flächen auch nach dem offiziellen Projektende ist.
Was heißt das? In erster Linie betreuen der Landesbetrieb Forst als Flächeneigentümer, der Naturpark Stechlin-Ruppiner Land und die Naturwacht die Gramzowseen. In Abstimmung mit Forst und Naturpark lassen wir durch den Wasser- und Bodenverband Uckermark-Havel eine erodierte Sohlschwelle im Pölzer Fließ mit Feldsteinen auffüllen, damit das Wasser im Gebiet gehalten wird. Wichtig ist auch die Erfolgskontrolle: Im Rahmen einer Masterarbeit wird aktuell der Erfolg der im Kalkmoore-Projekt umgesetzten Maßnahmen untersucht, speziell auch die Wiedersiedlung seltenerer Pflanzen und Moose.
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