Mehr als 400 Freiwillige unterstützen Naturwacht Brandenburg

Potsdam - Vor 25 Jahren wurde die Naturwacht Brandenburg aus der Taufe gehoben. Heute wirken 92 Ranger in den 15 Nationalen Naturlandschaften des Landes nach eigenem Selbstverständnis als Mittler zwischen Mensch und Natur. "Diese Erfolgsgeschichte zeigt, wie Naturschutz mit und für Menschen gelingen kann", betonte Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger heute in der Jahrespressekonferenz der Naturwacht. "Die Ranger der Naturwacht Brandenburg sind häufig erste Ansprechpartner für die Brandenburger und ihre Gäste in den Schutzgebieten. Bei ihren Führungen machen die Ranger biologische Vielfalt wirklich erlebbar. Das besondere Engagement der Ranger für den ländlichen Raum zeigt sich nicht zuletzt im Junior-Ranger-Programm. Sie stellen hochwertige Bildungsangebote für Kinder von sechs bis 14 Jahren zur Verfügung. Ebenso steht das Freiwilligen-Programm der Naturwacht für gelebten Zusammenhalt. Mehr als 400 ehrenamtlich aktive Menschen unterstützen die Ranger bei ihren Tätigkeiten", hob Umweltminister Vogelsänger hervor.

Naturerlebnis und Artenschutz

Das Berufsbild der Ranger wurde in den letzten 25 Jahren immer anspruchsvoller. Heute stehen Naturerlebnisangebote für Menschen aus nah und fern, das Erfassen naturkundlicher Daten und Maßnahmen im Bereich Artenschutz ganz oben auf der Agenda. Längst sind die engagierten Mittler zwischen Mensch und Natur unter dem Dach der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg eine feste und unverzichtbare Komponente, die die 15 Großschutzgebiete des Landes mit Leben erfüllen.

Manfred Lütkepohl, langjähriger Leiter der Naturwacht Brandenburg, stellte in seinem Jahresbericht die Aufgaben der 90 Ranger im vergangenen Jahr vor. 2015 waren Brandenburgs Ranger mit mehr als 80.000 Menschen aus Brandenburg und aller Welt in Kontakt. Gemeinsam mit Freiwilligen haben sie allein im Naturpark Hoher Fläming mehr als 33.000 Amphibien, die sie an mehr als acht Kilometern Zäunen gesammelt haben, unbeschadet über viel befahrene Straßen transportiert. Die Eberswalder Hochschule für nachhaltige Entwicklung bietet jetzt einen Ausbildungsgang für Ranger an und sichert somit den qualifizierten Berufsnachwuchs.

Der Geschäftsführer der Stiftung NaturSchutzFonds, Bernhard Schmidt-Ruhe, gab einen Ausblick auf kommende Veranstaltungen der Naturwacht. Beispielsweise können Besucher bei der achten Langen Naturwacht-Nacht am 19. und 20. August mit Rangern in die Dunkelheit reisen. Dort können sie Fledermäuse, bunte Schmetterlinge oder einfach Naturmärchen am Lagerfeuer erleben. Eindrückliche Führungen garantiert unter anderem auch der Große Vogelzug ab Anfang September.


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