Amphibienwanderung im Naturpark Westhavelland

Artenschutz
Teichmolch. Foto: Frank Kuba

8.244 Amphibien sicher über die Straße gebracht 

Seit Anfang Mai ist auch der Amphibienschutzzaun zwischen Hohennauen und Parey abgebaut. 8.244 Kröten, Frösche und Molche wurden in diesem Jahr erfasst und sicher über die Straße gebracht. Den Rekord aus dem Vorjahr – damals waren es 12.688 Tiere – konnte diese Saison nicht erreichen, die Zahlen sind dennoch zufriedenstellend.

Welche Arten wurden gezählt?

Am häufigsten war der Teichmolch vertreten: 4.795 Exemplare wurden registriert. Dahinter folgen die Knoblauchkröte mit 1.947 und der Moorfrosch mit 1.362 Individuen. Mit deutlichem Abstand kamen noch 86 Grasfrösche, 36 Erdkröten und 17 Wasserfrösche hinzu. Wieder gelang der Nachweis eines Kammmolchs – ein schöner Befund, denn erst im Vorjahr war die Art nach 14-jähriger Abwesenheit erstmals wieder am Zaun aufgetaucht. Weniger erfreulich: Die Rotbauchunke, die in den beiden vorangegangenen Jahren noch vereinzelt registriert worden war, blieb diesmal aus. Ob sie vielleicht doch noch in der Umgebung vorkommt, soll durch gezieltes Verhören und Keschern geprüft werden.

Der rund 1,4 km lange Zaun wird seit 25 Jahren meist zwischen März und Mai aufgestellt. Entlang des Zauns sind 66 Eimer eingegraben: Tiere, die auf ihrer Wanderung auf den Zaun treffen, laufen an ihm entlang und fallen schließlich in einen der Eimer. Von dort werden sie regelmäßig abgesammelt und sicher auf die andere Straßenseite gebracht. Nun bleibt nur noch, die Eimer für die nächste Saison zu reinigen und den Zaun aufzurollen und einzulagern bis zum kommenden Frühjahr. 


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