Wasserrückhalt im FFH-Gebiet verbessertFörderprojekt im Landkreis Uckermark
Durch den Rückbau von Entwässerungsrohren füllen sich trockengefallene Feldsölle mit Wasser und bieten Amphibien im FFH-Gebiet Kronhorst-Groß Fredenwalde wieder einen geeigneten Lebensraum.
Das Projekt auf einen Blick
Projekt: Verbesserung des Wasserhaushaltes im FFH-Gebiet Kronhorst – Groß Fredenwalde bei Gerswalde
Landkreis: Uckermark
Projektträger: Nadine Zeidler
Förderung NaturSchutzFonds: 42.300 Euro
Finanziert aus: Ersatzzahlungen
Gesamtprojektkosten: 42.300 Euro
Durchführungszeitraum: 2025-2026
Nationale Naturlandschaft: Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin
Hintergrund
Auf ökologisch beweideten Wiesenflächen südöstlich von Gerswalde am Rande des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin ist der natürliche Wasserrückhalt in der Landschaft gestört. Grund dafür sind unterirdische Drainage-Rohre, die vor Jahrzehnten eingebaut wurden, um die Böden landwirtschaftlich besser nutzen zu können. Regenwasser wird seitdem über diese Rohre in das nächste Fließgewässer abgeleitet. Früher sammelte sich das Wasser in den natürlichen Senken der Landschaft, die von Amphibien als Laichplätze genutzt wurden. Durch die Drainage und die zunehmenden Trockenheit durch den Klimawandel fielen diese Feldsölle trocken: Der Lebensraum für geschützte Amphibienarten wie die Rotbauchunke oder den Kammmolch ging verloren.
Mit der Förderung unserer Stiftung wurden Entwässerungsrohre von über 500 Meter Länge und zwei Entwässerungsschächte ausfindig gemacht, ausgegraben und entfernt. Entwässerungskanäle wurden mit Plomben verschlossen und die Gräben im Anschluss wieder verfüllt. Das Ergebnis: Schon im Jahr nach der Maßnahmenumsetzung konnte wieder ein ausreichender Wasserstand in den Feldsöllen erreicht werden.