Amphibien nachgewiesen

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Hier sind einige Metamorphlinge der Erdkröte zu sehen...
... im Mai tummelten sich die Kaulquappen dort am flachen Ufer.
Die Kaulkappen der Knoblauch-Kröte sind ungleich größer - sie messen bis zu 12 Zentimeter.
Eines der beschatteten Kleingewässer im Frankfurter Stadtwald...
...und eines der beiden Feldsölle im FFH-Gebiet Blönsdorfer Teiche. Fotos (5): FROG/ Naturschutzfonds

Gute Nachrichten aus zwei Gebieten unseres mehrjährigen Projektes zum Amphibienschutz FROG: Im Frankfurter Stadtwald wurden Kaulquappen und sogenannte Metamorphlinge der Erdkröte entdeckt, im FFH-Gebiet Blönsdorf, Landkreis Teltow-Fläming, die Kaulquappen der Knoblauchkröte und mehrere adulte Teichfrösche. Hier konnten wir mit unseren Naturschutzmaßnahmen im zeitigen Frühjahr die Bedingungen für die Lurche verbessern.

Die Kleingewässer im Frankfurter Stadtwald waren verschlammt und drohten zu verlanden. Auf Initiative der Stadt Frankfurt (Oder) haben wir die Gewässer in unser FROG-Projekt aufgenommen und die Maßnahmen geplant. Der Wasser- und Landschaftspflegeverband (WLV) „Untere Spree" baggerte die Gewässer aus und formte flache Uferbereiche und tiefere Abschnitte. Nachdem einzelne Bäume gefällt wurden, erreicht mehr Sonnenlicht die Uferzonen und erwärmt das flache Wasser – ideale Bedingungen für die Entwicklung der Amphibien: Anfang Mai wurden in zwei Kleingewässern die ersten Kaulquappen entdeckt, wenig später auch Metamorphlinge.

Auch Feldsölle im FFH-Gebiet Blönsdorf – zwei Kleingewässer westlich von Jüterbog – wurden entschlammt. Schilf, Brombeeren, Weiden und Birken, die über die Jahre in und auf den Gewässerflächen gewachsen waren, mussten ebenso weichen wie Gebüsche und wenige Bäume am Ufer. Das Ergebnis: Die Kleingewässer, die auf Flächen der Gemeinde Niedergörsdorf liegen, können wieder ausreichend Wasser führen, die besonnten Wasserflächen am Ufer erwärmen sich im Frühjahr zur Laichzeit der Lurche schnell. Obwohl das Wasser noch trüb ist, waren die Kaulquappen der Knoblauchkröte im Uferbereich gut zu erkennen. Mit neun bis zwölf Zentimetern sind sie beachtlich groß. Auch die ersten adulten Teichfrösche sonnten sich bereits an den neu modellierten Ufern. 

Eine Besonderheit in Blönsdorf sind die sogenannten Beebanks: Aus dem bei der Entschlammung gewonnenen Material wurde ein kleiner Erdwall geformt, der Insekten einen geeigneten Platz zum Nisten bietet. Die Sträucher wurden zu Totholzhaufen geschichtet, die Verstecke und Lebensraum für viele Vögel, Insekten und Säuger bieten.

Was sind Metamorphlinge?

Als Metamorphlinge bezeichnet man Kaulquappen in einer bestimmten Entwicklungsphase: Sie stellen von Kiemen- auf Lungenatmung um, ihr Schwanz bildet sich zurück und die Beine beginnen zu wachsen. 

Hintergrund: Projekt FROG

Beide Gebiete sind Teil unseres mehrjährigen Projekts FROG – kurz für Förderung, Revitalisierung und Optimierung von (Klein-)Gewässern. Gemeinsam mit Gemeinden, Landwirtschaftsbetrieben und Flächeneigentümerinnen und -eigentümern setzen wir uns in neun Landkreisen sowie in der Stadt Frankfurt (Oder) für den Schutz von Feuchtlebensräumen ein.

Nachtrag zur Hitzewelle Ende Juni 

Nach unserer Einschätzung ist derzeit noch genügend Wasser vorhanden, damit sich die verbliebenen Kaulquappen und Metamorphlinge vollständig entwickeln können. Dennoch ist die Wasserknappheit für besonders für Amphibien ein großes Problem

 


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