Junge Fische brauchen alte Arme

Dank der Wiederanbindung eines verlandeten Altarmes wurden östlich von Krausnick-Groß Wasserburg im Unterspreewald strömungsarme Aufwuchs- und Rückzugsgebiete für Jungfische, Amphibien und andere Wasserorganismen geschaffen.

Projektdaten

Projekt: Altarmanbindung am Langen Horstfließ im Unterspreewald
Landkreis: Dahme-Spree
Projektträger: Wasser- und Bodenverband "Nördlicher Spreewald"
Förderung NaturSchutzFonds: 12.155 €
Finanziert aus: Ersatzzahlungen
Gesamtprojektkosten: 12.155 €
Durchführungszeitraum: 2017-2018
Kontakt: https://www.wbv-freiwalde.de/

Hintergrund

In der Vergangenheit wurde die Wasserburger Spree begradigt und verengt. Einige Nebenarme sind seither vom Hauptstrom isoliert und mit der Zeit verlandet.

Die Wiederanbindung von Altarmen erzeugt Ruhezonen mit wenig Strömung, höheren Wassertemperaturen und Unterwasserpflanzen ähnlich wie in einem Stillgewässer. Jedoch findet hier regelmäßiger Austausch mit sauerstoffreichem klarem Wasser statt. An diesen Stellen herrschen ideale Bedingungen für Brut und Aufwuchs von Jungfischen, für Wasserorganismen und auch für Amphibien.

Zwischen Schlepzig und Groß Wasserburg wurde der verlandete Mündungsbereich eines solchen Flussausläufers im Abschnitt "Langes Horstfließ" ausgebaggert und die Ufer stabilisiert. So konnte der Gewässerarm einseitig wieder angeschlossen und mit dem Einzugsgebiet der Spree verbunden werden. Auch an den neu entstandenen Ufer- und Böschungsstrukturen werden sich schon bald Tier- und Pflanzenarten ansiedeln, die am Hauptgewässer nicht zu finden sind.

Schilf- und Röhrichtsäume ziehen Wasservögel und Rohrsänger sowie Frösche und Libellen an. Wasserfledermäuse gehen nachts auf Beutezug.

Bereits 2015 haben wir ein ähnliches Projekt gefördert: Der Wasser- und Bodenverband "Nördlicher Spreewald" reaktivierte durch den Anschluss von zwei Altarmen an die Hauptspree bei Schlepzig deren ökologische Funktionen im Flusssystem.