Schwarzpappel-Pflanzung im Rühstädter DeichvorlandStiftungsprojekt im Landkreis Prignitz, Rühstädter Bogen

Im Rühstädter Deichvorland wurden 2017 an zwei Standorten auf stiftungseigenen Flächen insgesamt 46 autochthone Schwarzpappeln (Populus nigra) gepflanzt. Zum Schutz gegen Wildverbiss erhielten alle Pflanzen einen Verbissschutz.

Auf einen Blick

Projekt: "Schwarzpappel-Pflanzung im Rühstädter Deichvorland“
Gebiet: im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe Brandenburg, im Naturschutzgebiet Wittenberge-Rühstädter Elbeniederung, im FFH-Gebiet „Elbdeichvorland, im SPA Unteres Elbtal und im LSG Brandenburgische Elbtalaue / Landkreis Prignitz
Zeitraum: 2017
Finanzierung: Die Pflanzung wurden aus Mitteln der Geldauflage finanziert (rund 9.000 Euro). Auch die Fertigstellungs- und Entwicklungspflege ( geschätzt ca. 7.400 Euro) werden aus Stiftungsmitteln finanziert.
Besonderheit: Förderung der heimischen Echten Schwarzpappel (Populus nigra)

Hintergrund

Der Gehölzbestand des Rühstädter Deichvorlandes - Stieleichen, Ulmen, Weiden, Schwarzpappeln und Weißdorn - ist sehr lückig und durchgängig überaltert. Viele Gehölze weisen eine geringe Vitalität auf. Wir tragen mit den den Pflanzungen dazu bei, die Reste des ursprünglich vorhandenen Auwaldes zu erhalten. Ziel ist es, dem Rühstädter Deichvorland ein Stück Naturnähe, Strukturvielfalt und Artenreichtum zurückzugeben.

Die westliche Pflanzfläche befindet sich südlich angrenzend an den Elbdeich. Die vorhandenen Altbäume (Populus nigra) stehen dort in größeren Abständen und weisen Schädigungen und eine verringerte Vitalität auf. Hier war eine Verjüngung des Bestandes notwendig, um diesen langfristig zu erhalten. Es wurden 16 Schwarz-Pappeln gepflanzt.

Im Bereich der östlichen Pflanzfläche wurde bereits im Winter 2007/08 Feldgehölze gepflanzt. Im Nordteil der Fläche haben sich insbesondere Weiden, aber auch einige Eichen und Ulmen gut entwickelt. Die gepflanzten Sträucher und Obstbäume im Südteil der Fläche sind jedoch vollständig abgestorben, so dass eine gehölzfreie Pflanzfläche mit einer Größe von 500 m2 entstanden war. Sie wurde für die Nachpflanzung von 30 gebietsheimischen Schwarz-Pappeln genutzt.

Besonderheit: Echte Schwarzpappel (Populus nigra)

Ein besonderes Anliegen ist es, im Rahmen dieser Pflanzung die heimische Schwarzpappel im Biosphärenreservat zu fördern: Die Echte Schwarzpappel (Populus nigra) ist eine der wenigen Charakterbaumarten der Weichholzauen und prägt mit ihrem einzigartigen Habitus die Landschaften der Flussauen. Diese beeindruckenden Bäume können Größen von 35 Meter Höhe und drei Meter Durchmesser erreichen und bis 200 Jahre alt werden.

Die Schwarzpappel wird in der Roten Liste der Gefäßpflanzen Brandenburg als "stark gefährdet" eingestuft und in den ostdeutschen Ländern sogar vom Aussterben bedroht.

Es wurden ausschließlich genetisch reine, autochthone Schwarzpappeln mit zertifizierter Herkunft aus der Elbtalaue gepflanzt. Da in Brandenburg zum Zeitpunkt der Pflanzung keine Schwarzpappel-Junggehölze aus zertifizierten Beständen zur Verfügung standen, wurden die Junggehölze vom Staatsbetrieb Sachsenforst bezogen.